Mittwoch, 03.02.2016

Serie A TIM, 23. Spieltag

Alte Dame mit neuem Rekord

Am 23. Spieltag der Serie A TIM macht Juventus Turin einen neuen Klubrekord perfekt. Inter Mailand trotzt indes dem Abwärtstrend und Napoli bleibt auf Scudetto-Kurs, doch rassistische Fangesänge trüben die Stimmung.

Juventus Turin - FC Genua 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 De Maio (30./ET)

Rote Karte: Zaza (Juventus / überhartes Einsteigen)

Juve marschiert und marschiert und marschiert - und hat mit 13 Liga-Siegen in Folge nun endgültig einen neuen Klubrekord aufgestellt. Dabei profitierte die Alte Dame kurioserweise von einem Eigentor.

Juan Cuadrado ging rechts im Strafraum ins Dribbling, zog in die Mitte und brachte den Ball dann scharf in den Fünfmeterraum - Sebastian De Maio hieß der Unglücksrabe, der die Hereingabe ins eigene Tor abfälschte (30.) - und Juve den historischen Erfolg bescherte. Kurz vor Schluss flog Simone Zaza nach einem rüden Foul von hinten in die Beine von Cristian Ansaldi noch mit Rot vom Platz (90.+1).

Ansonsten war den etwa 30.000 Zuschauern im Juventus Stadium nicht besonders viel geboten. Das war den meisten unter dem Strich aber egal - denn Juve bleibt Napoli, das ebenfalls siegte, weiter auf den Fersen. Der Rückstand beträgt zwei Punkte.

Lazio Rom - SSC Neapel 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Higuain (24.), 0:2 Callejon (27.)

Ganze drei Minuten brauchte der SSC Neapel, um die Partie im Stadio Olimpico zu entscheiden. Einem etwas glücklichen Treffer durch den angeblich von Bayern umworbenen Gonzalo Higuain, dem ein Abpraller von Lazio Keeper Federico Marchetti aus kurzer Distanz an das Bein und von da ins Tor sprang, folgte der schnelle Doppelschlag. Jose Callejon machte sich auf Zuspiel von Lorenzo Insigne auf den Weg in Richtung Lazio-Tor und überlupfte den herauseilenden Marchetti herrlich aus 18 Metern.

Lazio, das mit Miroslav Klose in der Startelf begann, hatte der Offensivpower der Gäste nur wenig entgegenzusetzen und kam kaum zu Chancen. Auch der WM-Rekordtorschütze strahlte keine Gefahr aus und wurde nach 71 Minuten ausgewechselt. Neapel bleibt damit an der Tabellenspitze der Serie A TIM, engster Verfolger Juventus liegt zwei Punkte dahinter.

Für ein negatives Highlight sorgten die Fans auf den Rängen. Aufgrund rassistischer Gesänge aus dem Lazio-Block gegen Kalidou Koulibaly wurde das Spiel in der 69. Minute für einige Minuten unterbrochen. Das Schiedsrichter-Gespann um Massimiliano Irrati beriet sich daraufhin mit dem Trainern, anschließend konnte aber weitergespielt werden.

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Inter Mailand - Chievo Verona 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Icardi (48.)

Vor dem Spiel gegen Chievo befand sich Inter in einer kleinen Ergebniskrise und suchte vermutlich auch deshalb vor 15.000 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion sein Heil in der Offensive. So schickte Coach Roberto Mancini einen Dreiersturm aus Eder, Mauro Icardi und Rodrigo Palacio aufs Feld. Zusätzlich agierte die gesamte Elf weit aufgerückt gegen den Vierzehnten der Serie A TIM.

Diese taktische Vorgehensweise machte sich sogleich bezahlt. Mit viel Druck spielten die Nerazzurri nach vorne und kamen so zu zahlreichen Chancen in der ersten Hälfte. Einziger Negativpunkt? Es wollte kein Tor fallen! Hauptverantwortlich für die Null bei Verona war Tor-Debütant Andrea Seculin, der einige Möglichkeiten gekonnt zu vereiteln wusste.

Der Knoten platzte letztlich nach dem Pausentee - dabei musste ein Standard die Erlösung bringen. Nach einer Ecke kam Miranda am Fünfmeterraum an den Ball, stocherte das Spielgerät Richtung Torjäger Icardi, der es aus kürzester Distanz klingeln ließ (48.).

Auch danach ließen die Mailänder nicht locker und suchten die Entscheidung. Doch der Kasten schien wie verriegelt. Icardi traf zwischenzeitlich die Latte (56.), oder scheiterte wie seine Kollegen immer wieder am gut aufgelegten Chievo-Keeper.

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