Serie A TIM, 19. Spieltag

Juve nutzt Inter-Patzer - Napoli Erster

Von SPOX
Montag, 11.01.2016 | 09:48 Uhr
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Am 19. Spieltag der Serie A TIM hat die Tabellenführung gewechselt. Inter verlor in letzter Sekunde gegen Sassuolo, Napoli gelang ein Schützenfest bei einem Aufsteiger und grüßt nun von ganz oben. Lazio gewinnt in Florenz, der Stuhl von Milan-Trainer Sinisa Mihajlovic wackelt auch nach dem Gastspiel beim AS Rom. Juventus Turin baut seine Siegesserie bei Sampdoria aus.

Frosinone Calcio - SSC Neapel 1:5 (0:2)

Tore: 0:1 Albiol (20.), 0:2 Higuain (30./FE), 0:3 Hamsik (59.), 0:4 Higuain (60.), 0:5 Gabbiadini (72.), 1:5 Sammarco (82.)

Vor der Pause hieß das Motto Effizienz, nach dem Seitenwechsel war dann Showtime angesagt. Mit dem zweiten Fünferpack der Saison kehrt der SSC Neapel erstmals seit dem 14. Spieltag wieder an die Spitze der Serie A zurück.

Raul Albiol eröffnete den Torreigen nach einer Jorginho-Ecke, nachdem sich Frosinone-Keeper Massimo Zappino kapital verschätzt hatte. Gonzalo Higuain verwandelte dann einen Foulelfmeter, den er selbst herausgeholt hatte zum 2:0.

Nach dem Seitenwechsel schloss Marek Hamsik einen Sololauf mit einem satten Distanzschuss zum 3:0 ab, ehe sich Higuain wenig später durch die komplette Frosinone-Abwehr dribbelte und für die endgültige Entscheidung sorgte. Es war der 18 Treffer des Argentiniers im 19. Saisonspiel.

Den Schlusspunkt auf die Napoli-Gala setzte Manolo Gabbiadini mit einem zauberhaften Schlenzer aus 20 Metern. Frosinone kam durch Paolo Sammarco noch zum Ehrentreffer.

Inter Mailand - US Sassuolo 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Berardi (90.+5/FE)

Es war im Grunde ein Spiel auf ein Tor. Inter dominierte die Gäste vor allem in der zweiten Hälfte nach Belieben. Einzig ein Treffer wollte dem Favoriten nicht gelingen.

Der letzte Pass fehlte zu oft. Selten kamen die Hausherren zwingend vors gegnerische Tor.

Kam Inter zu Großchancen, war Sassuolo-Keeper Andrea Consigli bärenstark zur Stelle.

Lange sah es nach einem Remis aus, bis Inters Miranda seinen Gegenspieler Defrel ungestüm überrumpelte und Referee Daniele Doveri keine andere Wahl hatte, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Berardi schob sicher in die Mitte.

AC Florenz - Lazio Rom 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Keita (45.+1), 0:2 Milinkovic-Savic (90.+2), 1:2 Roncaglia (90.+3), 1:3 Felipe Anderson (90.+6)

Die Forentina begann druckvoll und hatte durch Matias Fernandez in der 4. Minute die erste Chance. Sein Freistoß aus 20 Metern flog haarscharf links am Tor vorbei. Florenz blieb in der Folge tonangebend, aber auch völlig harmlos im Angriff. Nach 25 Minuten übernahm Lazio die Initiative, Balde Keita scheiterte aus kurzer Distanz an Florenz-Keeper Tatarusanu. Mit dem Pausenpfiff machte es Keita besser, als er den Ball aus elf Metern ins linke untere Eck schob.

Lazio blieb auch nach der Pause tonangebend, von Florenz kam lange Zeit nichts. Erst in der Schlussviertelstunde drängten die Gastgeber auf den Ausgleich. Der kurz zuvor eingewechelte Giuseppe Rossi scheierte mit einem 20-Meter-Geschoss an Lazio-Torwart Berisha (74.). In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Erst traf Milinkovic-Savic aus elf Metern zum 0:2, dann patzte Berisha beim Distanzschuss von Roncaglia. Felipe Anderson setzte nacvh einem Konter den Schlusspunkt.

Durch den achten Saisonsieg hat Lazio wieder etwas Anschluss an die Europa-League-Plätze, während Florenz die fünfte Niederlage kassierte.

AS Rom - AC Milan 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Rüdiger (4.), 1:1 Kucka (50.)

Schlechte Vorzeichen für beide Teams im Vorfeld des Abends. Die Roma holte nur einen Sieg aus den letzten fünf Spielen, Milan holte nur zwei Dreier aus den letzten sieben Partien. Für AS ging es daher darum, den Anschluss auf Inter und Juve nicht zu verlieren, Milan wollte an der Roma - und damit an den Europapokalplätzen - dranbleiben.

Es ging furios los: Nach zehn Sekunden hielt Gianluigi Donnarumma die Null, wenige Minuten später war er aber machtlos. Miralem Pjanic' Freistoß von der rechten Seite fand Antonio Rüdiger, der am Fünfmeterraum volley einschoss - sein erstes Tor für die Roma (4.). Es hätte nicht das einzige sein müssen: Nach einer Ecke von Pjanic stand er wieder am kurzen Pfosten und visierte per Kopf die kurze Ecke an, Donnarumma hielt aber stark (20.).

Auch in der zweiten Halbzeit ging es schnell. Einen starken langen Ball von Keisuke Honda konnte Juraj Kucka verwerten, indem er das Leder mit dem Kopf unter die Latte knallte (50.). Milan wurde in der Folge stärker, vor allem Carlos Bacca hatte Riesenchancen zur Führung, als er erst eine Flanke nicht verwertete und dann eine Konterchance an die Latte setzte (59./64.).

Auch kam Kevin-Prince Boateng noch zu seinem Comeback bei Milan und hatte noch eine gute Chance. Als Hondas Schuss geblockt wurde kam Boateng am linken Strafraumeck an den Ball und zog aber - setzte den Versuch aber knapp über das linke Lattenkreuz. So blieb es beim Unentschieden, das für die Roma wegen weniger Offensivbemühungen nach der Pause etwas glücklich ist. Beide verlieren mit dem Remis etwas an Boden auf die Spitzengruppe.

Sampdoria Genua - Juventus Turin 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Pogba (17.), 0:2 Khedira (46.), 1:2 Cassano (64.)

Rote Karte: Moisander (90.+4)

Sampdorias Aufwind fand gegen den Rekordmeister ein jähes Ende. Nach acht Spielen ohne Sieg gewannen die Liguren zuletzt zwei Spiele hineteinander und hatten durchaus Hoffnungen für das Spiel gegen den so hochgelobten Gast. Der wurde seiner Favoritenrolle allerdings früh gerecht, schon in den ersten Minuten war die Marschrichtung klar.

Das Tor ließ nicht lange auf sich warten: Eine Flanke von Leonardo Bonucci fand den Weg zu Paul Pogba, der nicht zögerte und den Ball mit Links in die Maschen schoss (17.). Juve zog sich in der Folge zurück und überließ Sampdoria das Feld, die Hausherren kamen aber kaum gefährlich vor das Tor von Gianluigi Buffon.

Nach der Pause ging es dann schnell: Ausgerechnet der zuletzt gefeierte Sami Khedira tauchte frei vor Emiliano Viviano auf, der deutsche "Jedi-Ritter" blieb vor dem Tor eiskalt und erhöhte für die Gäste (47.). Antonio Cassano brachte mit seinem Anschlusstreffer zwar nochmal etwas Brisanz in die Partie (64.), wirklich gefährdet wurde die Juve aber nie. In der Nachspielzeit sah Nikolas Moisander nach einem rüden Foul an Simone Zaza noch die Rote Karte (90.+4).

Juventus nutzt mit dem Dreier den Patzer von Inter Mailand und setzt sich auf den zweiten Platz hinter dem neuen Spitzenreiter SSC Neapel.

Die Serie A TIM im Überblick

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