Mittwoch, 06.01.2016

Serie A, 18. Spieltag

Juventus setzt Siegeszug fort

Nach zwei Wochen Pause rollt der Ball in der Serie A wieder. Am 18. Spieltag setzte Juventus Turin seinen Siegeszug gegen Kellerkind Hellas Verona fort. Während Florenz seine Pflichtaufgabe erledigte, musste der AC Mailand Punkte lassen. Tabellenführer Inter Mailand bezwingt ein starkes Empoli, die Roma verspielt bei Chievo Verona gleich zwei Führungen.

Juventus Turin - Hellas Verona 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Dybala (8.), 2:0 Bonucci (45.), 3:0 Zaza (82.)

Juventus ist auch nach der Winterpause weiter bestens aufgelegt. Gegen Hellas Verona mussten allerdings die Standards herhalten, denn aus dem Spiel entwickelte sich nur wenig Gefahr. Die arg langsamen Kombinationen endeten meist in Distanzschüssen der Turiner, die Gäste aus Verona kamen nur zu einer einzigen Chance, Gigi Buffon ernsthaft zu prüfen.

Paulo Dybala (8.) sorgte für die frierenden Zuschauer für etwas Action, als er einen Freistoß halbrechter Position wunderbar ins Tor zirkelte. Verona-Schlussmann Pierluigi Gollini konnte nur hinterhersehen. Kurz vor der Pause war es erneut ein ruhender Ball, wieder getreten von Dybala. Diesmal brachte er allerdings die Flanke von der linken Seite, Leonardo Bonucci köpfte mit viel Kraft zur komfortablen Halbzeitführung.

Selbst der Seitenwechsel wollte nicht viel am gewohnten Bild ändern. Juventus kontrollierte die Partie komplett, Verona attackierte höher und höher, kam aber nicht zu Chancen. Die Turiner setzten auf den Umschaltmoment, fanden aber nur durch Paul Pogba den Weg Richtung Tor, Simone Zaza verwandelte pflichtbewusst. Hellas Verona bleibt Tabellenletzter, Juventus fährt den achten Sieg in Folge ein. Sami Khedira blieb unauffällig und wurde nach 71. Minuten durch Stefano Sturaro abgelöst.

Chievo Verona - AS Rom 3:3 (1:2)

Tore: 0:1 Umar (7.), 0:2 Florenzi (37.), 1:2 Alberto Paloschi (44.), 2:2 Dainelli (58.), 2:3 Falque (71.), 3:3 Pepe (85.)

Fünf Minuten vor Schluss kam Chievo beim Stand von 2:3 noch einen Freistoß zugesprochen. Der gerade eingewechselte Simone Pepe trat an und setzte den Ball gegen den Pfosten. Vor dort sprang er gegen den Rücken von AS-Schlussmann Wojciech Szczesny, überquerte aber wohl nicht im vollen Umfang die Torlinie. Trotzdem entschied der Schiedsrichter unter Protesten der Gäste auf Tor.

Die ersten Augenblicke der Partie gehörten den Hausherren, die engagiert zu Werke gingen und die Roma mit ihrer offensiven Spielweise in Verlegenheit bringen konnten. Doch die Überraschung bei den Gästen hielt nicht lange an. Bereits nach sieben Minuten gelang die Führung durch Sadiq Umar, der nach einer starken Einzelleistung von Gervinho nur noch abstauben musste. Insgesamt entwickelte sich eine muntere Partie, in der Rom mit der zweimaligen Führung zu fahrlässig umging.

Für das 2:0 sorgte Alessandro Florenzi, der nach gutem Zuspiel zielstrebig auf das Tor zuging und aus 14 Metern unhaltbar einschoss. Doch die Gastgeber ließen sich nicht entmutigen und kamen kurz vor dem Pausenpfiff zum wichtigen Anschlusstreffer durch Alberto Paloschi. Nach einem Pfostentreffer verwertete Paloschi den Abpraller. Und auch beim Ausgleichstreffer durch Dario Dainelli musste der Torschütze nicht viel tun. Nach einer Ecke drückte Dainelli den Ball aus drei Metern über die Linie. Kurz zuvor hatte die Roma die riesen Gelegenheit zum 3:1 ausgelassen.

Die Hauptstädter verpassen damit den Anschluss an die Champions-League-Plätze, während Chievo sich weiter im Niemandsland der Tabelle wiederfindet.

AC Mailand - Bologna 0:1 (1:1)

Tor: 0:1 Giaccherini (82.)

Für Milan läuft in dieser Saison weiterhin wenig bis nichts zusammen. Während in den vergangenen Wochen oftmals die Leistungen nicht stimmten, spielten die Rossoneri am Mittwoch zumindestens teilweise recht ansehnlich. Die Chancen, die sich Milan boten, wurden jedoch nicht verwertet. Wer sie vorne nicht schießt, bekommt sie hinten. Diese alte Fußballweisheit bewies wieder einmal seine Gültigkeit: In der 82. Minute schoss Emanuele Giaccherini Bologna in Front und somit letztlich zum Sieg.

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Zuvor zappelte der Ball bereits einmal im Netz von Bologna. Der Treffer von Carlos Bacca (78.) wurde wegen einer Abseitsstellung jedoch nicht anerkannt. Ende der ersten Halbzeit vergaben Giacomo Bonaventura (40.) und Carlos Bacca (45.) jeweils gute Chancen, Milan in Front zu schießen. Nach dem Seitenwechsel verstolperte M'Baye Niang den Ball in vielversprechender Position (56.).

In einem äußerst umkämpften Spiel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Schiedsrichter Davide Massa zückte insgesamt elf Gelbe Karten. Ein Spieler, der womöglich für Geistesblitze hätte sorgen können, stand noch nicht im Kader von Milan: Kevin-Prince Boateng. Zwei Tage vor dem Spiel war der Ex-Schalker in die Lombardei zurückgekehrt.

Durch die Niederlage verlor Milan weiter Boden im Kampf um die internationalen Startplätze. Bologna vergrößerte mit dem Sieg den Abstand zu den Abstiegsrängen.

US Palermo - AC Florenz 1:3 (0:2)

Tore: 0:1 Ilicic (13.), 0:2 Ilicic (42.), 1:2 Gilardino (77.), 1:3 Blaszczykowski (90+3.)

Die Hausherren schlichen in der Halbzeit unter einem Pfeifkonzert in die Kabine. Das abstiegsbedrohte Team von Davide Ballardini war zwar stets bemüht, hatte gegen den Favoriten aus Florenz allerdings nichts zu melden. Die Offensive der Gäste war zu agil für Palermo. So dauerte es nur 13 Minuten, bis Ilicic das erste Mal einschob.

Der Offensiv-Allrounder erwischte einen Sahne-Tag. Vor dem 1:0 tunnelte er seinen Bewacher sogar noch. Sein zweites Tor in der 43. Minute war ebenso sehenswert. Mit links schlenzte der 27-Jährige die Kugel vom Sechzehner ins lange Eck.

Zwar schaltete die Elf von Paulo Sousa mindestens einen Gang zurück, hätte aber vor allem in Person von Doppel-Vorlagengeber Nikola Kalinic deutlich höher in Führung gehen müssen. Dadurch wurde es nochmal eng für Florenz. Der eingewechselte Gilardino nickte in der 77. Minute mit seiner ersten echten Aktion zum Anschluss ein. Blaszczykowski machte mit seinem Treffer zum 3:1 dann aber den Sack zu (90+3.).

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FC Empoli - Inter Mailand 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Icardi (45.)

Den Hausherren merkte man die Serie von vier Siegen in Folge im Vorfeld deutlich an, Inter hatte seine liebe Mühe, zu Chancen zu kommen. Im Gegenteil: Inter-Keeper Samir Handanovic rettete für die Nerazzurri gleich mehrfach in höchster Not. Doch kurz vor der Pause bewiesen die Gäste, warum es in dieser Serie eine starke Rolle spielen.

Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite markierte Mauro Icardi nach Vorlage von Ivan Perisic aus kürzester Distanz die 1:0 Führung (45.). Interessant dabei: Icardi erzielte seine nun mehr acht Saisontore mit lediglich zwölf Schüssen auf des Gegners Tor. Generell weist Inter eine große Effizienz auf, erst 24 Treffer stehen zu Buche, deutlich weniger als die Verfolger Fiorentina und Juve.

In Durchgang zwei schien es dann, als hätte Inter dem bis dahin starken Gastgeber mit dem Führungstreffer den Zahn gezogen. Empoli ließ Durchschlagskraft und Agressivität - abgesehen von einem Foul an Geoffrey Kondogbia, der danach den Platz verlassen musste - vermissen. Trotzdem hätte der Achte der Serie A TIM noch zum Ausgleich kommen können, hätte Manuel Pucciarelli in der 75. Minute die große Chance genutzt. In der Schlussphase beschränkte sich Inter auf die Defensive und schaukelte den Sieg nach Hause.

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