Montag, 20.04.2015

Serie A, 31. Spieltag

Obbadi schockt die Fiorentina

Am 31. Spieltag vergibt die Fiorentina die große Chance zur Führung und wird dann von Hellas bestraft. Im Mailand-Derby fallen keine Tore, während der AS Rom seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen im Heimspiel gegen Atalanta Bergamo nur bedingt fortsetzen kann. Im Topspiel hat Tabellenführer Juventus mit Verfolger Lazio kaum Probleme und scheint bereit für die Partie in Monaco.

Der AC Florenz hat in letzter Minute gegen Hellas Verona verloren
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Der AC Florenz hat in letzter Minute gegen Hellas Verona verloren

AC Florenz - Hellas Verona 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Obbadi (90.)

Bes. Vorkommnis: Rafael hält Elfmeter gegen Diamanti (67.)

Im Vergleich zum Europa-League-Viertelfinale gegen Dynamo Kiew schickte Vincenzo Montella gleich acht (!) neue Spieler aufs Feld. Und das merkte man. Die Fiorentina agierte ohne Mario Gomez, der 90 Minuten auf der Bank saß, besonders im ersten Durchgang uninspiriert und sorgte nur mit Distanzschüssen für den Hauch von Gefahr.

Der Last-Minute-Sieg von Hellas im RE-LIVE

Der Außenseiter aus Verona stand in der Defensive gut und unterband den Spielfluss der Gastgeber mit einer robusten Gangweise. Doch in der zweiten Halbzeit erhöhte Florenz den Aufwand und hatte in der 67. Minute die Riesenchance zur Führung: Nach einer Hereingabe wurde Alberto Gillardino klar von Hellas-Keeper Rafael getroffen - Elfmeter. Allesandro Diamanti nahm sich die Kugel, doch er vergab vom Punkt.

Im Gegenzug hatte die Fiorentina sogar noch Glück, dass Alesandro Rosi für eine Notbremse gegen Luca Toni nur den Gelben Karton sah. Kurz vor Schluss dann der Lucky Punch für den Außenseiter: Lazaros Christodoulopoulos scheiterte mit seinem Volleyschuss noch an Neto, doch Mounir Obbadi stand goldrichtig und staubte aus kurzer Distanz ab. Während Florenz mit der Niederlage auf Platz sechs abrutscht, kann Hellas bei 13 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz durchatmen.

AS Rom - Atalanta Bergamo 1:1

Tore: 1:0 Totti (3., Foulelfmeter), 1:1 Denis (23., Foulelfmeter)

Die Hausherren erwischten im Stadio Olimpico einen Start nach Maß und gingen nach nicht einmal 180 Sekunden in Front. Kapitän Francesco Totti verwandelte einen Strafstoß sicher, Adem Ljajic war zuvor im Sechzehner gefoult worden. In der Folge entwickelte sich eine mäßige Partie mit leichten Vorteilen für die Roma.

Große Chancen blieben bis zur 23. Minute Mangelware. Dann verschuldete Davide Astori gegen Urby Emanuelson einen Strafstoß. German Denis ließ sich die Chance nicht entgehen und traf vom Punkt zum 1:1-Pausenstand.

Die Roma diktierte auch nach dem Seitenwechsel das Geschehen, vermochte es aber nur selten, sich zwingende Gelegenheiten zu erspielen. Die Partie war geprägt von vielen Unterbrechungen, wenig Spielfluss und einer sattelfesten Bergamo-Defensive, die kaum etwas zuließ.

Die dickste Möglichkeit für Rom ließ noch Vasilis Torosidis liegen, als er bei einem Abpraller in aussichtsreicher Position zu spät kam (78.).

Juventus Turin - Lazio Rom 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Tevez (17.), 2:0 Bonucci (28.)

Rote Karte: Cataldi (Lazio, überzogene Härte, 89.)

Mehr Ballbesitz, die besseren Chancen, 19 zu acht Torschüsse: Niemand hätte sich nach 90 Minuten über einen Auswärtssieg der Römer beschweren können. Dass es anders kam, lag vor allem an der brutalen Effizienz von Juventus.

Die Alte Dame kam zwar nicht zu vielen Gelegenheiten, nutze diese aber präzise und konsequent. Bereits der erste Schuss auf das Tor von Lazio-Keeper Marchetti fand den Weg in die Maschen. Vidal verlängerte am Sechzehner mit dem Hinterkopf zum einlaufenden Tevez, der sich gegen Verteidiger Basta durchsetzte und eiskalt unten rechts einschob. Nur elf Minuten später klingelte es erneut im Kasten des Verfolgers - und wie.

Innenverteidiger Bonucci fasste sich an der Mittellinie ein Herz und machte sich auf die Reise. Da ihn kein Gegenspieler so richtig aufnehmen wollte, lief er weiter und weiter, bis er irgendwann an der Strafraumgrenze ankam, beherzt abzog und den Ball trocken im rechten Eck versenkte. Die Gäste, bei denen Miroslav Klose in der 90 Minute ausgewechselt wurde, erholten sich zwar auch von diesem Schock gut und erarbeiteten sich weitere Chancen, scheiterten aber immer wieder am starken Buffon oder an der eigenen Abschlussschwäche.

Inter Mailand - AC Milan 0:0

Das Mailander Stadtderby verlief in der ersten Halbzeit so, wie man sich ein Spiel zwischen dem Tabellen-Neunten und Tabellen-Zehnten der Serie A vorstellt: Kaum Risiko und dementsprechend wenig Torraumszenen. Nur selten gelang es den beiden Rivalen, die Defensivreihen zu knacken und so für Gefahr zu sorgen. Erst nach dem Wiederanpfiff bekamen die rund 80.000 Zuschauer ein unterhaltsameres Spiel zu sehen.

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Serie A, 16. Spieltag

In der Anfangsphase war Inter Mailand, bei denen Lukas Podolski und Shaqiri zu Beginn nur auf der Bank Platz nahmen, die spielbestimmende Mannschaft. Aus dem Ballbesitz konnten die Nerazzurri aber kein Kapital schlagen. Ähnlich ging es in der Folge auch dem AC Milan. Es gelang immer wieder, sich bis zum gegnerischen Strafraum durchzuspielen - weiter kam man jedoch meist nicht. Einzig Suso prüfte Inter-Keeper Handanovic mit einem Schuss von der rechten Seite. Der Torwart konnte den Ball aber ohne Probleme aus der Gefahrenzone fausten. In der 30. Spielminute traf Mexes schließlich nach einem Freistoß ins Tor, befand sich aber in Abseitsstellung. Der Treffer zählte demenstprechend nicht.

Es folgten im Laufe der Partie kurioserweise noch zwei weitere Tore, die aberkannt wurden. So traf Inters Palacio zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem Konter ebenfalls aus Abseitsposition. In der 72. Minute erzielte Mexes schließlich ein Eigentor, was aber aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels ebenfalls zurückgepfiffen wurde.

In Halbzeit zwei sorgte einzig der Gastgeber für Gefahr und hatte durch Palacio (56.) und Icardi (90.) die besten Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Die Rossoneri fanden offensiv fast überhaupt nicht mehr statt und konnten sich mit dem torlosen Unentschieden letztlich glücklich schätzen. Inter hätte am Ende einen Derby-Sieg verdient gehabt.

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