Dienstag, 24.03.2015

Aufarbeitung endet nach neun Jahren

Freispruch für Moggi im "Calciopoli"

Das Oberste Gericht in Rom hat die Haftstrafe gegen den früheren Fußball-Funktionär Luciano Moggi (77) im Zuge der Aufarbeitung des Wettskandals "Calciopoli" aufgehoben. Nach mehrstündiger Beratung entschied das Gericht am späten Montagabend in letzter Instanz, die Vorwürfe gegen den ehemaligen Sportdirektor von Juventus Turin seien verjährt.

Luciano Moggi ist im "Calciopoli" freigesprochen worden
© getty
Luciano Moggi ist im "Calciopoli" freigesprochen worden

Moggi war zur Last gelegt worden, er habe Spiele verschoben und Schiedsrichter bestochen. Auch der frühere Geschäftsführer von Juventus, Antonio Giraudo, wurde wegen Verjährung freigesprochen.

Mit dem Urteil ist die juristische Seite des Wettskandals von 2006 abgeschlossen. "Ein riesiges Verfahren, das neun Jahre lang gelaufen ist, hat zu nichts geführt", betonte Moggi. Als zentrale Figur war er in erster Instanz zu fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden, dagegen hatte er Berufung eingelegt. Die Haftstrafe war zweitinstanzlich 2013 auf zwei Jahre und vier Monate verkürzt worden.

Moggi war zusätzlich zu einem lebenslangen Berufsverbot im Fußball verurteilt worden, Turin wurden die Meistertitel aus den Jahren 2005 und 2006 aberkannt.

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