Donnerstag, 26.03.2015

Nach Freispruch von Luciano Moggi

Juve will aberkannte Titel zurück

Nach dem letztinstanzlichen Freispruch des früheren Funktionärs Luciano Moggi im Zuge der Aufarbeitung des Wettskandals "Calciopoli" will Juventus Turin die aberkannten Meistertitel 2005 und 2006 zurück.

Juventus Turin hofft seine Titelsammlung nachträglich weiter aufbessern zu können
© getty
Juventus Turin hofft seine Titelsammlung nachträglich weiter aufbessern zu können

Der italienische Rekordchampion will vor ein Sport- und Zivilgericht ziehen, um seine beiden aberkannten Scudetti zurückzubekommen. Das berichteten italienische Medien am Donnerstag.

Den Turinern waren die Titel wegen der Machenschaften ihres damaligen Managers Moggi aberkannt worden. Dieser soll mit Hilfe einflussreicher Kontakte zu den Schiedsrichter-Koordinatoren und zu Unparteiischen Ligaspiele zugunsten von Juve manipuliert haben. Dafür wurde er vom Verband lebenslang gesperrt, Juve wurde zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt.

Vorwürfe gegen Moggi verjährt

Moggi war in erster Instanz zudem zu fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden, dagegen hatte er Berufung eingelegt. Die Haftstrafe war zweitinstanzlich 2013 auf zwei Jahre und vier Monate verkürzt worden. Am Dienstag hob das Oberste Gericht in Rom die Haftstrafe auf. Nach mehrstündiger Beratung entschied das Gericht in letzter Instanz, die Vorwürfe seien verjährt.

2005 wurde in Italien nach der Aberkennung der Meisterschaft für Juve kein Titel vergeben, 2006 wurde Inter Mailand zum Meister erklärt.

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