Montag, 09.02.2015

Serie A, 22. Spieltag

10 Laziali verlieren gegen Genua

Zum Ene des 22. Spieltags der Serie A verliert Lazio Rom in Unterzahl sein Heimspiel gegen Genua. Zuvor entschied Spitzenreiter Juventus den Klassiker gegen den AC Milan verdient für sich. Der AS Rom verausgabte sich nicht, dennoch reichte es zu drei Punkten in Cagliari. Inter durchbracht die schwarze Serie und schlug Palermo, bei Mario Gomez ist die ganz große Euphorie zurück.

Miroslav Klose musste mit seinem Team eine bittere Heimschlappe hinnehmen
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Miroslav Klose musste mit seinem Team eine bittere Heimschlappe hinnehmen

Lazio Rom - FC Genua 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Perotti (29./FE)

Rote Karte: Marchetti (27./Notbremse/Lazio)

Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der 27. Minute, als Lazios Keeper Federico Marchetti im Strafraum Gäste-Stürmer M'Baye Niang von den Beinen holte und für die Notbremse vom Platz gestellt wurde. Ersatztorwart Etrit Berisha war gegen Diego Perottis platzierten Elfmeter aber chancenlos (29.).

Lazio war von Anfang an das bessere Team und setzte die Gäste bei deren Ballbesitz enorm unter Druck. Vor allem die offensive Dreierreihe mit Mauri, Candreva und Klose lief Genuas Abwehr immer wieder in hohem Tempo an und erzwang dadurch viele Ballverluste, die in guten Chancen für die Hauptstädter resultierten: Lucas Biglia per Freistoß (8.) und Antonio Candreva (10.) scheiterten aber am starken Mattia Perin im Genua-Tor.

Durch den Platzverweis erlitten Lazios Offensivbemühungen zunächst einen Bruch. Erst Mitte der zweiten Hälfte gingen die Gäste wieder mehr Risiko, was Genua zahlreiche Kontersituationen ermöglichte. Die größte Chance hatte aber Stefano Mauri, der auf Zuspiel von Miroslav Klose, der 90 Minuten auf dem Feld stand, aus elf Metern nur den Pfosten traf (67.).

Lazio verpasst durch die Niederlage den Sprung zurück auf Platz vier und ist als Tabellensechster vorerst raus aus den internationalen Rängen. Genua ist den Biancocelesti nach dem Dreier dicht auf den Fersen: Mit 32 Punkten liegen die Gäste nur noch zwei Punkte hinter Klose und Co.

Inter Mailand - US Palermo 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Guarin (16.), 2:0 Icardi (65.), 3:0 Icardi (88.)

Jede Serie geht einmal zu Ende - in der Partie zwischen Inter und Palermo gleich in doppelter Hinsicht. Denn während sich die Mannschaft von Roberto Mancini nach drei sieglosen Ligaspielen endlich wieder über einen Dreier freuen konnte, gingen die Gäste nach der gleichen Anzahl an Partien erstmals komplett leer aus.

ITA

Serie A, 15. Spieltag

Obwohl die Partie im ersten Durchgang sehr zerfahren und oft unterbrochen war, spielte Inter entschlossen nach vorne und drückte auf eine schnelle Führung. Es musste allerdings ein Eckball von Xherdan Shaqiri herhalten, wonach Freddy Guarin zum 1:0 einköpfen konnte (16.). Die Gäste zeigten in der Folge ebenfalls gute Ansätze, konnten die Abwehr der Hausherren aber nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Nerazzurri - bei denen Lukas Podolski 90 Minuten auf der Bank schmorte - das Tempo nochmals an, hatten nach einer knappen Stunde aber Pech, als Mauro Icardi (58.) und Andrea Ranocchia (59.) nur Pfosten und Latte trafen. Die Beharrlichkeit sollte sich aber dennoch auszahlen und der starke Icardi sorgte mit einem Doppelpack (65./88.) für einen deutlichen Sieg, mit dem Inter bis auf einen Zähler an Palermo heranrückt.

Juventus Turin - AC Milan 3:1 (2:1)

Tore: 1:0 Tevez (14.), 1:1 Antonelli (28.), 2:1 Bonucci (31.), 3:1 Morata (65.)

Fünf Spiele in Folge konnte die Alte Dame gegen die Rossoneri vor dieser Partie für sich entscheiden. Und es sollte die sechste Pleite für den Gast folgen. Mit seinem 14. Saisontreffer eröffnete Carlos Teves eine temporeiche erste Hälfte im Klassiker.

Alvaro Morata schickte den Argentinier mit einem öffnenden Ball von der Mittellinie auf die Reise, Tevez schüttelte Paletta ab und schob locker vor Diego Lopez ein (14.). Allerdings hätte das Tor nicht zählen dürfen, da der Stürmer im Abseits stand.

Nach einer halben Stunde nahm die Partie nochmal Fahrt auf: Zunächst köpfte Luca Antonelli eine Cerci-Ecke spektakulär zum Ausgleich ein (28.). Nur drei Minuten später nutzte der Gastgeber ebenfalls einen Eckball zur erneuten Führung, als Leonardo Bonucci die Kugel nach Verwirrung in der Box mit dem Knie über die Linie drückte (31.). Mit der knappen Führung ging es in die Katakomben.

Juventus attackierte auch nach der Pause mit hohem Pressing die Rossoneri, dennoch hatte zunächst Giampaolo Pazzini die dicke Chance zum 2:2. Er scheiterte freistehend allerdings an Gianluigi Buffon, der blitzschnell in der kurzen Ecke war (55.). Das Tempo der ersten Halbzeit konnten beide Teams nicht mehr gehen, trotzdem entwickelte sich ein intensives Match, das die Bianconeri durch aggressives Zweikampfverhalten dominierten.

Mit dem 3:1 durch Alvaro Morata fiel die Vorentscheidung, dem eine starke Balleroberung durch Paul Pogba vorausging. Der Spanier musste nach einem Pfostenknaller von Claudio Marchisio nur noch ins leere Tor abstauben (65.). Bis zum Schlusspfiff kontrollierte Juve das Spiel und bleibt damit souveräner Tabellenführer.

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AC Florenz - Atalanta Bergamo 3:2 (1:1)

Tore: 0:1 Zappacosta (9.), 1:1 Basanta (18.), 2:1 Diamanti (76.), 2:2 Boakye (83.), 3:2 Pasqual (89.)

Die Fiorentina hätte sich in einem ruppigen Spiel gegen Atalanta beinahe um den Lohn der eigenen Arbeit gebracht. Zum wiederholten Male verteidigte Florenz mit der Führung im Rücken zu fahrlässig, die Hereingabe von Davide Zappacosta rutschte durch den kompletten Strafraum und am langen Pfosten schob Richmond Boakye zum 2:2 ein (83.). Doch Florenz gab sich nicht auf, rannte weiter an und wurde belohnt: Atalanta stand bei der Flanke von Matias Fernandez schlecht und am zweiten Pfosten traf Manuel Pasqual ungehindert (89.).

Zuvor schien es, als hätte Alessandro Diamanti Florenz bereits erlöst: Nach einem der unzähligen Angriffe der Fiorentina brachte Bergamo den Ball nicht raus, die Kugel landete bei Diamanti. Mit einer Körpertäuschung war er frei durch und schob eiskalt zum 2:1 ein (77.). Florenz hatte nach einer halben Stunde komplett das Kommando übernommen, spielte sehr offensiv und drückte auf den Siegtreffer. Von Bergamo dagegen kam viel zu wenig - dabei hatte Atalanta einen Bilderbuchstart hingelegt.

Die Top-Torjäger der Serie-A-Saison 2014/15
Rang 1: u.a. Luca Toni von Hellas Verona (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Luca Toni von Hellas Verona (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Mauro Icardi von Inter Mailand (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Mauro Icardi von Inter Mailand (22 Tore)
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Rang 3: u.a. Carlos Tevez von Juventus Turin (20 Tore)
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Rang 3: u.a. Carlos Tevez von Juventus Turin (20 Tore)
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Platz 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (18 Tore)
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Platz 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (18 Tore)
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Rang 5: Jeremy Menez vom AC Milan (16 Tore)
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Rang 5: Jeremy Menez vom AC Milan (16 Tore)
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Rang 6: u.a. Manolo Gabbiadini von Sampdoria Sampdori (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Manolo Gabbiadini von Sampdoria Sampdori (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (15 Tore)
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Rang 8: Antonio Di Natale von Udinese Calcio (14 Tore)
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Rang 8: Antonio Di Natale von Udinese Calcio (14 Tore)
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Rang 9: u.a. Miroslav Klose von Lazio Rom (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Miroslav Klose von Lazio Rom (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Iago Falque vom FC Genua (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Iago Falque vom FC Genua (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Paulo Dybala von US Palermo (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Paulo Dybala von US Palermo (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Fabio Quagliarella vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Fabio Quagliarella vom FC Turin (13 Tore)
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Die Fiorentina agierte anfangs pomadig und defensiv viel zu fahrlässig, nach einer Flanke von Alejandro Gomez von links verschätzten sich Torhüter Ciprian Tatarusanu und Manuel Pasqual, so dass Zappacosta am langen Pfosten einköpfen konnte (9.). Auch in der Folge machten die Gäste zunächst das Spiel, doch per Standard kam Florenz zurück: Einen Freistoß von rechts köpfte Jose Basanta aus elf Metern ungehindert ins lange Eck (18.). Diamanti (30./66.) und Mario Gomez (62.) hatten weitere Chancen und Florenz spielte nach der Pause leidenschaftlich nach vorne. Dennoch brauchte es aufgrund der defensiven Unachtsamkeiten das irre Finish für den Heimsieg.

Cagliari - AS Rom 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Ljajic (38.), 0:2 Paredes (85.), 1:2 M'Poku (90.+5)

Die Roma machte sich das Leben in Cagliari deutlich schwerer als notwendig. Die Giallorossi verloren im zweiten Durchgang komplett den Faden, agierten viel zu passiv und ließen sich zunehmend in die Defensive drängen. Duje Cop scheiterte gleich zwei Mal komplett freistehend vor Morgan De Sanctis (66./77.), Godfred Donsah verzog aus spitzem Winkel nur um Zentimeter (74.) - der Ausgleich wäre aufgrund der einseitigen zweiten Hälfte mehr als nur verdient gewesen.

Durch einen pomadigen Auftritt mit der Führung im Rücken hatte die Roma das Spiel aus der Hand gegeben, in der ersten Hälfte noch dominierte der Tabellenzweite die Partie. Daniele Verdes Schuss rauschte nur knapp über die Latte (9.), Adem Ljajic brachte den Ball aus acht Metern nicht platziert aufs Tor (26.) und erneut Verde traf nach schöner Kombination nur das Außennetz (27.). Die Zuschauer im Sant'Elia sahen insgesamt aber von Beginn an eine zerfahrene Partie, der mit Abstand schönste Spielzug brachte die Roma letztlich auf die Siegerstraße.

Einen kurz ausgeführten Freistoß lupfte Verde in den Strafraum, wo Ljajic perfekt einlief und die Kugel aus spitzem Winkel unter die Latte knallte (38.). Über weite Strecken des zweiten Durchgangs war die Roma dann komplett aus dem Spiel - bis Cagliari in den letzten zehn Minuten die Luft ausging und die Gäste eiskalt zuschlugen: Eine Flanke von Verde fiel vor die Füße von Leandro Paredes, der von der Strafraumgrenze volley direkt abzog und perfekt den Innenpfosten erwischte (85.) - 2:0, die Entscheidung. Per Kopf brachte Paul-Jose M'Poku Cagliari zu spät nochmal ran (90.+5).

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