Donnerstag, 05.02.2015

Coppa Italia, Viertelfinale

Higuain trifft in der Nachspielzeit

Der SSC Neapel hat im Viertelfinale der Coppa Italia Inter Mailand mit 1:0 (0:0) bezwungen. Als sich jeder im Stadion schon auf die Verlängerung eingestellt hatte, konnte Gonzalo Higuain in der 93. Minute zum Sieg und dementsprechend zum Halbfinaleinzug lupfen. Lukas Podolski blieb 90 Minuten auf der Bank. Xherdan Shaqiri spielte durch, konnte aber nicht großartig auffallen. Mit diesem Sieg trifft Neapel im Halbfinale auf Lazio Rom. Auch der AC Florenz steht im Halbfinale: Dank Mario Gomez.

Higuain traf gegen Inter Mailand in der buchstäblich letzten Sekunde
© getty
Higuain traf gegen Inter Mailand in der buchstäblich letzten Sekunde

SSC Neapel - Inter Mailand 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Higuain (90.+3)

Was für ein Krimi! In einem temporeichen Spiel zwischen Inter Miland und Neapel sieht es lange Zeit nach Verlängerung aus, doch Gonzalo Higuain erlöst sein Team in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Aber der Reihe nach: Die Vorzeichen vor diesem Spiel könnten kaum unterschiedlicher sein. Die Nerazzurri taumeln in der Serie A von Niederlage zu Niederlage und Napoli konnte die letzten drei Spiele gewinnen.

Besonders die italienische Presse machte Lukas Podolski für die aktuelle Negativserie der Mailänder verantwortlich. Jetzt scheint nicht einmal mehr Roberto Mancini hinter ihm zu stehen. Der deutsche Nationalspieler verfolgte das komplette Spiel von der Bank. Dafür stand Shaqiri über die vollen 90 Minuten auf dem Rasen.

In der ersten Hälfte wurde Neapel schnell seiner Favoritenrolle gerecht, konnte seine Überlegenheit aber nicht ausnutzen. Higuain scheiterte in der 8. Minute per Kopfball freistehend vor dem Tor. Auch in der Folge kamen Marek Hamsyk und Co. nicht am gut aufgelegten Juan Pablo Carrizo vorbei. 0:0 hieß es zur Pause.

Und auch in Durchgang zwei konnte sich keine Mannschaft einen wirklichen Vorteil erspielen. Bis zur 93. Minute, in der Higuain die Mailänder mitten ins Herz traf. Neapel zieht damit verdient ins Halbfinale ein und trifft dort auf Lazio Rom.

Nach der Partie wurden 100 Hooligans von Inter verhaftet. Die Polizei stoppte den Bus der Krawallmacher kurz nach der Abfahrt auf der Autobahn und beschlagnahmte Messer, Baseballschläger und Eisenstangen. Gegen die Rowdies wurde Anzeige erstattet.

AS Rom - AC Florenz 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Gomez (65.), 0:2 Gomez (89.)

Die Fiorentina kam nicht besonders gut ins Spiel. In der ersten Halbzeit sorgten Mario Gomez und Co. zunächst selten für Torgefahr, eher hatte Florenz in der Defensive immer wieder Probleme mit den Angriffen der Roma. So auch in der 9. Minute, als Alessandro Florenzi nach einem Eckball die erste Chance der Partie hatte. Der Roma-Stürmer verzog aber deutlich.Die nächste gute Möglichkeit hatten die Römer In der 30. Minute, aber Florenz-Keeper Ciprian Tatarusanu ließ sich von Radja Nainggolans abgefeuertem Distanzschuss nicht überraschen.

Die Fiorentina wagten sich erst im zweiten Durchgang ernsthaft in die gegnerische Hälfte und bewiesen direkt mehr Präzision als die Giallorossi: In der 65. Minute war Manuel Pasqual nach einem weiten Ball auf der linken Seite durch. Der Italiener brachte das Leder scharf in die Mitte, wo Gomez einen Schritt schneller als sein Bewacher war und den Ball zur Führung ins Tor spitzelte.

In der Folge schafften es die Römer nicht, die Florenz-Defensive vor große Probleme zu stellen. Stattdessen setzte der Gast den finalen Konter: Wieder flankte Pasqual den Ball von links in die Mitte und fand Gomez. Der Sturmtank behauptete das Leder mit dem Rücken zum Tor und vollendete mit links zum 2:0 (89.) und sorgte so für die Entscheidung.

Der AC Florenz trifft nun im Halbfinale auf Juventus Turin. Im anderen Halbfinale trifft Lazio Rom mit Miro Klose entweder auf Lukas Podolskis Inter Mailand oder den SSC Neapel.

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Der Kader vom AC Florenz in der Übersicht

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