Sonntag, 02.11.2014

Serie A, 10. Spieltag

Klose mit Doppelpack bei Lazio-Sieg

Miroslav Klose kann es noch! Der WM-Rekordtorschütze schießt Lazio mit einem Blitzdoppelpack gegen Cagliari Calcio auf Rang 3. Mario Gomez und der AC Florenz müssen sich hingegen Sampdoria Genua geschlagen geben. Der SSC Neapel siegt dank einem Blitzstart gegen die Roma. Juventus gewinnt in Empoli durch Treffer von Pirlo und Morata.

Miroslav Klose mit seinem ersten Streich - 2:0 für Lazio
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Miroslav Klose mit seinem ersten Streich - 2:0 für Lazio

SSC Neapel - AS Rom 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Higuain (3.), 2:0 Callejon (85.)

Was für ein Auftakt im Stadio San Paolo! Bereits nach drei Minuten zappelte der Ball erstmals im Netz. Gonzalo Higuain wurde nach einem langen, abgefälschten Ball im Rücken der Abwehr alleine gelassen und vollendete sehenswert per Fallrückzieher zum 1:0 für die Neapolitaner.

Die Gastgeber spielten danach wie entfesselt und zündeten, angetrieben von der hitzigen Atmosphäre, ein Offensivfeuerwerk ab. Erst nachdem die turbulente Anfangsviertelstunde beendet war, nahmen die Römer mehr am Spiel teil. Neapel beschränkte sich derweil aufs Kontern, blieb aber dennoch brandgefährlich. Marek Hamsik vergab kurz vor der Halbzeit die größte Chance, als er vor dem leeren Tor nur die Latte traf (43.).

Im zweiten Durchgang musste der SSC den vergebenen Chancen nachtrauen, schließlich bot sich den Zuschauern ein komplett anderes Bild als noch vor dem Pausenpfiff: Die Roma war plötzlich am Drücker und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Aber auch Neapel kam zu Konterchancen, vergab diese aber meist zu leichtsinnig und inkonsequent. So mussten die Gastgeber bis zur 85. Minute zittern. Dann traf Jose Callejon zum erlösenden 2:0, nachdem Radja Nainggolan den Ball in der Vorwärtsbewegung vertendelte.

FC Empoli - Juventus Turin 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Pirlo (61.), 0:2 Morata (72.)

Rote Karte: Tonelli (Empoli/90.)

Nach der Niederlage in Genua war Juventus Turin auf Wiedergutmachung aus. Der FC Empoli agierte clever gegen den Tabellenführer der Serie A. Trainer Maurizio Sarri stellte drei Sechser auf, die das Zentrum verdichteten. Es dauerte 20 Minuten, bis die Gäste mutiger wurden und Alvaro Morata das erste Mal für Gefahr vor dem Tor von Empoli-Keeper Davide Bassi sorgte.

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Obwohl der Rekordmeister im Laufe der Partie deutlich stärker wurde, gelang es Empoli, mit einer kompakt stehenden Abwehr dem Druck standzuhalten. Beide Mannschaften unterbrachen mit Fouls das Aufbauspiel des Gegners, so dass Schiedsrichter Paolo Valeri mehrfach eingreifen musste. Einzig Juve-Star Sebastian Giovinco war im ersten Durchgang bemüht.

In der zweiten Hälfte wurde Juventus dominanter, Bassi verhinderte den Führungstreffer durch Kwadwo Asamoah und Claudio Marchisios Schuss verfehlte das Tor (56.). Fünf Minuten später erzielte Andrea Pirlo den ersten Treffer der Turiner. Per Freistoß traf der 35-Jährige aus 24 Metern und ließ dem gegnerischen Torhüter keine Chance (61.).

Nach dem Juve-Treffer wollte die Heimmannschaft prompt reagieren, jedoch scheiterte Manuel Pucciarelli am überragenden Buffon. Die Gäste bemerkten, dass die Entscheidung her musste. Mit einer schönen Einzelaktion erzielte Morata das zweite Tor der Partie und sorgte für den Endstand. In der Nachspielzeit sah Lorenzo Tonelli noch die rote Karte, nachdem er Carlos Tevez als letzter Mann foulte.

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Sampdoria Genua - AC Florenz 3:1 (2:1)

Tore: 1:0 Palombo (27./Elfmeter), 2:0 Rizzo (43.), 2:1 Savic (45.), 3:1 Eder (78.)

Bes. Vorkommnis: Romero hält Foulelfmeter gegen Rodriguez (33.)

Sein Comeback hat sich Mario Gomez sicher anders vorgestellt. Der deutsche Nationalspieler wurde in Genua beim Stand von 2:1 eingewechselt, um vorne für mehr Gefahr zu sorgen, konnte aber nicht mehr entscheidend in Szene gesetzt werden. Am Schluss kam es noch bitterer: Eder besiegelte mit einem sehenswerten Solo den 3:1-Endstand (78.).

Die Top-Torjäger der Serie-A-Saison 2014/15
Rang 1: u.a. Luca Toni von Hellas Verona (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Luca Toni von Hellas Verona (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Mauro Icardi von Inter Mailand (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Mauro Icardi von Inter Mailand (22 Tore)
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Rang 3: u.a. Carlos Tevez von Juventus Turin (20 Tore)
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Rang 3: u.a. Carlos Tevez von Juventus Turin (20 Tore)
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Platz 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (18 Tore)
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Platz 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (18 Tore)
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Rang 5: Jeremy Menez vom AC Milan (16 Tore)
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Rang 5: Jeremy Menez vom AC Milan (16 Tore)
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Rang 6: u.a. Manolo Gabbiadini von Sampdoria Sampdori (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Manolo Gabbiadini von Sampdoria Sampdori (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (15 Tore)
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Rang 8: Antonio Di Natale von Udinese Calcio (14 Tore)
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Rang 8: Antonio Di Natale von Udinese Calcio (14 Tore)
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Rang 9: u.a. Miroslav Klose von Lazio Rom (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Miroslav Klose von Lazio Rom (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Iago Falque vom FC Genua (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Iago Falque vom FC Genua (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Paulo Dybala von US Palermo (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Paulo Dybala von US Palermo (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Fabio Quagliarella vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Fabio Quagliarella vom FC Turin (13 Tore)
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Gemessen am Spielverlauf hätte es für die Gäste aber gar nicht erst so weit kommen müssen: Nach dem frühen Rückstand durch Angelo Palombos verwandelten Strafstoß (27.) hatte die Fiorentina die große Möglichkeit zum Ausgleich - ebenfalls vom Elfmeter-Punkt. Kapitän Gonzalo Rodriguez scheiterte jedoch an Sampdoria-Keeper Sergio Romero (33.).

Die Gastgeber erwiesen sich in der Folge als Meister der Effizienz: Sowohl das 2:0 durch Rizzo nach einem Eckball (45.) als auch Eders 3:1 fielen durchaus überraschend. Florenz ließ gerade im ersten Durchgang zu viele Chancen liegen und war in der zweiten Halbzeit zu ideenlos, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Stefan Savic (45.) brachte keinen Aufschwung.

Durch den Sieg über den Tabellennachbarn macht Genau vorerst einen gewaltigen Sprung auf Platz vier der Tabelle. Gomez und seine Fiorentina lassen den Anschluss zu den vorderen Plätzen weiter abreißen.

Lazio Rom - Cagliari 4:2 (3:0)

Tore: 1:0 Mauri (6.), 2:0 Klose (25.), 3:0 Klose (26.), 3:1 Braafheid (48./ET), 3:2 Pedro (84.), 4:2 Ederson (90.+2)

Rote Karte: Ibarbo (73.)

Miroslav Klose wurde mit zwei Treffern innerhalb weniger Sekunden zum Mann des Spiels und letztlich auch zum Matchwinner für Lazio. In der ersten Halbzeit hatte Rom das Spiel im Griff und führte souverän mit 3:0. Nach der Pause machte Cagliari das Spiel noch einmal spannend, Edersons Tor in der Nachspielzeit entschied das Spiel endgültig

Die Römer begannen mit einem Blitzstart: Nach einer Ecke nutzte Stefano Mauri das Getümmel und schob aus kurzer Distanz ein. 20 Minuten später schlug die große Stunde von Klose. Zweimal wurde er von Senad Lulic in Szene gesetzt, zweimal traf der WM-Rekordtorschütze souverän ins Netz. Den ersten Treffer leitete er mit einem Pass auf Antonio Candreva auch selbst ein.

Während der ersten 45 Minuten war Lazio drückend überlegen und erspielte sich einige Chancen, die zweite Hälfte verschliefen sie jedoch komplett. Cagliari kam durch ein unglückliches Eigentor von Edson Braafheid aus dem Nichts zum Anschlusstreffer. In der Folge wurden die Sarden mutiger und waren häufiger vor dem Tor von Federico Marchetti zu sehen. Doch sie machten sich das Leben selbst schwer: Victor Ibarbo sah nach einer Tätlichkeit gegen Lucic glatt rot.

Joao Galvao reagierte fünf Minuten vor Schluss im Lazio-Sechzehner am schnellsten und erzielte den Anschlusstreffer. Die kurze Phase der Spannung unterbrach Honorato Ederson in der Nachspielzeit, als die Römer einen Konter konsequent zu Ende spielten, den der Brasilianer zum 4:2 Endstand abschloss. Lazio ist damit Dritter hinter Juventus und dem AS Rom.

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