Samstag, 15.02.2014

"Symbolische Sanktion" im Steuerstreit

Maradona bietet Fiskus drei Millionen

Diego Maradona hat den Steuerbehörden in Italien drei Millionen Euro angeboten, um seinen seit Jahren andauernden Streit mit dem Fiskus zu beenden.

Die Hand Gottes hat derzeit kein offizielles Engagement inne
© getty
Die Hand Gottes hat derzeit kein offizielles Engagement inne

Der 53-Jährige will die Summe als "symbolische Sanktion" zahlen, damit das gegen ihn laufende Verfahren wegen Steuerbetrugs abgeschlossen wird. Dies sagte Maradona der "Gazzetta dello Sport".

Die von den Steuerbehörden von ihm verlangten 40 Millionen Euro habe er nicht. "Ich will meine Probleme mit dem italienischen Fiskus lösen, damit ich eines Tage meinen Ex-Klub SSC Neapel trainieren und mit ihm den Meisterschaftstitel gewinnen kann", betonte Maradona. Er versicherte, er sei "kein Steuerbetrüger".

Steuerbetrug von Maradona?

Der Maradona-Fan Crescenzio Rivellini, der für die Partei des ehemaligen Regierungschefs Silvio Berlusconi im Europaparlament sitzt, will den Fall bei der EU einbringen. Brüssel habe für die Antwort auf die Eingabe vier bis sechs Wochen Zeit.

Maradona hatte von 1984 bis 1991 für Neapel gespielt und nach Ansicht der Steuerbehörden während seines Engagements einen Teil seines Einkommens verschwiegen. Bei diversen Besuchen in Italien in den vergangenen Jahren hatte die Finanzpolizei bei Maradona Schmuck und Uhren gepfändet, den Argentinier aber nicht verhaftet. Maradona bestreitet seit jeher die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft.

Fußball in Argentinien


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