Mittwoch, 15.01.2014

Coppa Italia, Achtelfinale

Kurioses Tor verhilft Neapel zum Sieg

Nachdem sich Neapel gegen Bergamo lange schwer getan hat, konnte sie dank eines umstrittenen Treffers am Ende doch siegen. Milan hat seine Pflichtaufgabe gegen Spezia souverän gelöst und steht dank eines 3:0-Erfolges im Viertelfinale der Coppa Italia. Am Dienstagabend kam Titelverteidiger Lazio Rom gegen den AC Parma zu einem schmeichelhaften Sieg.

Insignes (r.) Treffer sorgte für viele Diskussionen, aber auch für Neapels Sieg
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Insignes (r.) Treffer sorgte für viele Diskussionen, aber auch für Neapels Sieg

Die Mittwochsspiele:

SSC Napoli - Atalanta Bergamo 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 De Luca (14.), 1:1 Callejon (15.), 2:1 Insigne (72.), 3:1 Callejon (80.)

Gelb-Rote Karte: Yepes (74.)

Die 72. Minute brachte die Wendung in einem Spiel, in dem sich der SSC Neapel lange mühte. Cristiano Del Grosso flankte auf Gonzalo Higuain, der allerdings weit im Abseits stand. Bergamos Verteidiger Yepes hob die Hand und wandte sich dem Linienrichter zu, anstatt den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Das Unglückliche an der Situation: der Ball kam nie bei Higuain an, da er von Yepes Rücken genau vor die Füße von Lorenzo Insigne prallte, der das Leder ohne Mühe im Tor versenken konnte.

Die Wut bei Bergamo und vor allem beim Yepes war riesengroß, der Verteidiger wurde wegen anhaltender Beschwerden sogar vom Platz gestellt. Es war der Knackpunkt in einem bis dahin sehr spannenden Spiel, bei dem Atalanta gut mitgehalten hatte und sich die Chance auf eine Verlängerung erarbeitet hatte.

In der 14. Minute konnte Bergamo durch De Luca in Führung gehen, musste aber nur eine Minute später den Ausgleich hinnehmen. Eine sagenhafte und unhaltbare Direktabnahme von Callejon brachte das schnelle 1:1. Danach konnte sich hüben wie drüber beide Team gut Chancen erarbeiten, konnte diese aber nicht nutzen. Bis zur 72. Minute, die das Spiel entscheiden sollte. Nach dem kuriosen Treffer von Insigne konnte Callejon in der 80. Minute noch den Schlusspunkt setzen.

AC Milan - Spezia Calcio 3:1 (2:0)

Tore: 1:0 Robinho (27.), 2:0 Pazzini (32.), 3:0 Honda (46.), 3:1 Ferrari (90.)

Zwei Traumtore binnen fünf Minuten reichten dem AC Milan, um Interimstrainer Mauro Tasotti in seinem ersten und vorerst letzten Spiel auf der Trainerbank einen ungefährdeten Sieg zu schenken. Dabei ließen die Rossoneri im heimischen Guiseppe-Meazza-Stadion von Anfang an keine Zweifel an einem Klassenunterschied zu Zweitligist Spezia aufkommen.

Bereits nach sechs Minuten hatte Cristian Zaccardo nach einer Ecke die große Chance zur Führung, doch seinen Kopfball konnte Leali im Tor der Gäste mit einer Glanztat vereiteln. Das erlösende 1:0 fiel nach einer halben Stunde, als Robinho eine Pazzini-Flanke sehenswert per Flugkopfball vollendete (27.). Mit der Führung im Rücken dauerte es nur fünf Minuten, ehe Giampaolo Pazzini mit einer spektakulären Volley-Abnahme für die vorzeitige Entscheidung sorgte.

Kurz nach der Halbzeit erzielte auch noch Keisuke Honda seinen ersten Pflichtspieltreffer für Milan, als er einen schlecht abgewehrten Montolivo-Schuss zum 3:0 abstaubte. In der Folge verflachte die Partie jedoch zunehmend, weil Milan nun verstärkt darauf aus war, Kräfte für die anstehenden Aufgaben unter Neu-Trainer Clarence Seedorf zu schonen. Kurz vor dem Schlusspfiff sollte sich das noch einmal rächen. Ferrari nutzte die Mailänder Unaufmerksamkeit und kam so zumindest noch zum Ehrentreffer für Spezia.

Das Dienstagsspiel:

Lazio - Parma FC 2:1 (1:1)

Tore: 1:0 Perea (25.), 1:1 Biabiany (43.), 2:1 Perea (90.)

Wegen diesem Spiel wird Parmas Nicola Sansone noch einige schlaflose Nächte verbringen. Beim Stande von 1:1 hatte der 22-Jährige in der 68. Minute die tausendprozentige Chance zum Siegtreffer. Der bemitleidenswerte Stürmer brachte es jedoch nicht fertig den Ball nach einer Hereingabe aus zwei Metern ins leere Tor zu grätschen. Stattdessen landete der missglückte Schuss in den Händen des längst geschlagenen Lazio-Keepers Berisha.

Die Top-Torjäger der Serie A 2013/14
Rang 1: Ciro Immobile vom FC Turin (22 Tore)
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Rang 1: Ciro Immobile vom FC Turin (22 Tore)
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Rang 2: Luca Toni von Hellas Verona (20 Tore)
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Rang 2: Luca Toni von Hellas Verona (20 Tore)
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Rang 3: Carlos Tevez von Juventus (19 Tore)
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Rang 3: Carlos Tevez von Juventus (19 Tore)
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Rang 4: Antonio di Natale von Udinese Calcio (17 Tore)
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Rang 4: Antonio di Natale von Udinese Calcio (17 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (17 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (17 Tore)
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Rang 4: Rodrigo Palacio von Inter Mailand (17 Tore)
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Rang 4: Rodrigo Palacio von Inter Mailand (17 Tore)
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Rang 6 Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (16 Tore)
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Rang 6 Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (16 Tore)
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Rang 7: Llorente von Juventus Turin (16 Tore)
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Rang 7: Llorente von Juventus Turin (16 Tore)
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Rang 7: Giuseppe Rossi vom AC Florenz (16 Tore)
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Rang 7: Giuseppe Rossi vom AC Florenz (16 Tore)
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Rang 10: Alberto Gilardino von Genua (15 Tore)
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Rang 10: Alberto Gilardino von Genua (15 Tore)
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Rang 10: Paulinho vom AS Livorno (15 Tore)
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Rang 10: Paulinho vom AS Livorno (15 Tore)
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Rang 10: Jose Callejon vom SSC Neapel (15 Tore)
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Rang 10: Jose Callejon vom SSC Neapel (15 Tore)
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Rang 13: Mario Balotelli vom AC Milan (14 Tore)
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Rang 13: Mario Balotelli vom AC Milan (14 Tore)
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Rang 14: Alessio Cerci vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 14: Alessio Cerci vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 14: Mattia Destro von AS Rom (13 Tore)
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Rang 14: Mattia Destro von AS Rom (13 Tore)
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Rang 14: Alberto Paloschi von Chievo Verona (13 Tore)
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Rang 14: Alberto Paloschi von Chievo Verona (13 Tore)
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Rang 14: German Denis von Atalanta Bergamo (13 Tore)
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Rang 14: German Denis von Atalanta Bergamo (13 Tore)
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Vor einer geisterhaften Kulisse im Stadio Olimpico hatte der Titelverteidiger mit Miro Klose auf der Bank den besseren Start für sich. Nach 25 Minuten konnte Parma-Keeper Bajza einen Schuss von der rechten Strafraumkante nur nach vorne abwehren und Perea bedankte sich per Abstauber mit dem 1:0. Von da an spielten aber fast ausschließlich die Gäste. Antonio Cassanos Schlenzer von der Strafraumkante hätte bereits den Ausgleich verdient gehabt, doch sein Schuss streifte in der 28. Minute knapp am Pfosten vorbei.

Erst Biabiany belohnte die mutigen Gäste kurz vor der Halbzeit, als er eine Flanke von der rechten Seite mustergültig annahm und unbedrängt zum Ausgleich einschob. Auch im Anschluss spielten nur die Gäste und hätten im Endeffekt alleine durch Sansones Großchancen das Spiel entscheiden müssen. So kam es wie es kommen musste: Kurz vor Schlusspfiff rutschte eine Lazio-Flanke durch die Reihen der Parma-Abwehr hindurch und wiederum war es Perea, der am schnellsten reagierte und den Ball über den verdutzten Bajza hinweg ins Tor lupfte.

Das Achtelfinale der Coppa Italia im Überblick

Marco Kieferl

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