Geschäftsführung im Umbruch

Chaos bei Milan geht weiter

SID
Donnerstag, 05.12.2013 | 16:18 Uhr
Chaotisch: Ariedo Braida soll seinen Rücktritt angeboten haben, der AC Milan dementierte das
© getty
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Nachdem Geschäftsführer Adriano Galliani am vergangenen Samstag seinen Rücktritt zurückgenommen hatte, hat der Verein jetzt dementiert, dass Sportdirektor Ariedo Braida (67) seine Demission eingereicht habe.

"Braida wird wie geplant am Samstag dem Spiel gegen Livorno beiwohnen", teilte der Klub mit.

Laut italienischen Zeitungen ist der Bruch zwischen dem Sportdirektor und dem 18-maligen italienischen Fußball-Meister aber nicht mehr zu kitten. Braidas Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, doch der Sportdirektor will bis Jahresende gehen.

Grund für Braidas Rücktritt ist nach Angaben italienischer Medien Barbara Berlusconi. Die Tochter von Vereinbesitzers Silvio Berlusconi führt den Klub seit dem vergangenen Wochenende mit Galliani plädiert für eine Verjüngung im Management.

Ist Sogliano ein Kandidat?

Wie Corriere dello Sport berichtete, soll die 29-Jährige bereits Kontakt mit dem Sportdirektor von Hellas Verona, Sean Sogliano (42), wegen der Nachfolge Braidas aufgenommen haben. Sogliano soll im Juni sein Amt bei Milan übernehmen.

Mit einer neuen Doppelspitze aus seiner Tochter Barbara und Galliani hatte Silvio Berlusconi in der vergangenen Woche versucht, für Ruhe zu sorgen. Den verärgerten Galliani, der heftig von Barbara Berlusconi kritisiert worden war, hatte Silvio Berlusconi zum Bleiben überredet.

Gattuso kritisiert Milan

Der 69-Jährige muss jedoch seine Macht teilen: Der Vizepräsident ist für den sportlichen Bereich, Barbara Berlusconi für wirtschaftliche Angelegenheiten zuständig. Barbara Berlusconi ist seit 2011 Mitglied der Milan-Geschäftsführung.

Die Verjüngungsstrategie der Berlusconi-Tochter wird vom ehemaligen Weltmeister Gennaro Gattuso offen kritisiert. "Ein großer Manager wie Galliani, der in seiner Karriere so viel gewonnen hat, verdient mehr Respekt. Ich sehe Frauen im Fußball nicht positiv. Es tut mir leid, aber es ist nun mal so", meinte Gattuso.

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