Sonntag, 10.11.2013

Seria A, 12. Spieltag

Roma verpasst Heimsieg

Die Roma stolpert erneut und verpasst den Sieg kurz vor Schluss. Europa gerät zunehmend aus dem Blickfeld von Lazio Rom, bei Milan wird die Luft für Allegri immer dünner. Inter schlägt Livorno. Emotionales Highlight war das Comeback von Inter-Kapitän Javier Zanetti nach siebenmonatiger Verletzungspause. Juve gewann das Topspiel gegen Neapel klar.

Domenico Berardi klaute der Roma mit seinem Last-Minute-Tor zwei Punkte
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Domenico Berardi klaute der Roma mit seinem Last-Minute-Tor zwei Punkte

AS Roma - Sassuolo Calcio 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Longhi (19./ET), 1:1 Berardi (90.+5)

Die Konkurrenz hoffte, dass der "Betriebsunfall" der Roma beim Remis gegen Torino Spuren hinterlassen haben könnte. Gegen Sassuolo gab sich die Garcia-Elf, die erneut auf Francesco Totti verzichten musste, aber zunächst keine Blöße. Während den 90 Minuten kam trotz knapper Führung nie ein Zweifel am elften Sieg im zwölften Spiel auf - bis Domenico Berardi kam und der Roma noch zwei Punkte klaute.

Nach fast 20 Minuten des Anrennens wurden zunächst die drückend überlegenen Giallorossi endlich erlöst - doch kein Hauptstädter erzielte das Tor. Der indisponierte Alessandro Longhi traf nach einem Abwehrversuch seines Schlussmanns Gianluca Pegolo ins eigene Tor und brachte die Römer so auf Kurs. Danach wurde es ruhiger. Kurz vor Abpfiff hatten die Tifosi den Torschrei abermals auf den Lippen, als Sassuolo sich beinahe das zweite Eigentor einschenkte.

Das gleiche Bild bot sich nach Wiederbeginn: Die Roma ging auf das zweite Tor, doch es wollte einfach nicht fallen. Der Tabellenführer ließ beste Chancen liegen und musste so um den Dreier zittern. Fünf Minuten vor Spielende gab Sassuolo plötzlich noch einmal Gas und brachte Rom in Bedrängnis - mit gravierenden Folgen: In der 95. Minute war Domenico Berardi aus dem Gewühl zur Stelle und traf mit dem Schlusspfiff zum Ausgleich.

FC Parma - Lazio Rom 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Keita (50.), 1:1 Lucarelli (64.)

Rot: Rosi (86./Parma)

Lazio Rom kann auswärts nicht mehr gewinnen. Auch in Parma vergab man den ersten Dreier auf fremdem Platz in dieser Saison. Im Stadio Ennio Tardini entwickelte sich zunächst eine zähe Partie: Parma war nach zwei aufeinanderfolgenden Pleiten auf den guten alten Catenaccio bedacht, Lazio fehlten die Mittel, um den Defensivriegel zu durchbrechen. Die ersten 45 Minuten waren trotz klarer Dominanz der Römer kein wirklicher Leckerbissen, Miroslav Klose hing im Angriff abermals in der Luft.

Einziger Lichtblick für Lazio: Parma musste schon vor der Pause zweimal verletzungsbedingt wechseln. Und kurz nach Wiederbeginn platzte endlich auch der Knoten. Balde Diao Keita ließ nach engagierter Vorarbeit von Antonio Candreva Keeper Antonio Mirante aussteigen und versenkte. Parma aber wachte nun auf, suchte sein Heil in der Offensive und kam zum nicht unverdienten Ausgleich. Alessandro Lucarelli schockte Lazio mit seinem Kopfballtor aus kurzer Distanz.

Danach war auf beiden Seiten die Puste raus. Parma musste gar noch eine Rote Karte hinnehmen: Aleandro Rosi sorgte mit seiner Hinausstellung wegen Schiedsrichterbeleidigung für den negativen Höhepunkt.

Chievo Verona - AC Milan 0:0

Tore: Fehlanzeige

Gelb-Rot: Montolivo (83./Milan), Pellissier (90./Chievo)

Die Krise von Milan in der Serie A geht weiter. Das farblose Remis beim Tabellenletzten aus Verona bedeutet einen neuen Tiefpunkt für die Rossoneri, die mit nur 13 Punkten den Ansprüchen weit hinterherhinken. Die Luft für Trainer Massimiliano Allegri wird damit immer dünner.

Selbst beim Schlusslicht vermochten es die Rossoneri nicht, trotz über 70 Prozent Ballbesitz zum Torerfolg zu kommen. Die sichtlich verunsicherte Mannschaft tat sich spielerisch extrem schwer gegen tief stehende Gastgeber. So bekamen die gut 14.500 Zuschauer im Bentegodi im ersten Durchgang überwiegend Magerkost geboten und dürften sich gefragt haben, ob man den Sonntagnachmittag nicht besser hätte verbringen können.

Die Top-Torjäger der Serie A 2013/14
Rang 1: Ciro Immobile vom FC Turin (22 Tore)
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Rang 1: Ciro Immobile vom FC Turin (22 Tore)
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Rang 2: Luca Toni von Hellas Verona (20 Tore)
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Rang 2: Luca Toni von Hellas Verona (20 Tore)
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Rang 3: Carlos Tevez von Juventus (19 Tore)
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Rang 3: Carlos Tevez von Juventus (19 Tore)
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Rang 4: Antonio di Natale von Udinese Calcio (17 Tore)
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Rang 4: Antonio di Natale von Udinese Calcio (17 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (17 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (17 Tore)
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Rang 4: Rodrigo Palacio von Inter Mailand (17 Tore)
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Rang 4: Rodrigo Palacio von Inter Mailand (17 Tore)
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Rang 6 Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (16 Tore)
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Rang 6 Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (16 Tore)
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Rang 7: Llorente von Juventus Turin (16 Tore)
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Rang 7: Llorente von Juventus Turin (16 Tore)
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Rang 7: Giuseppe Rossi vom AC Florenz (16 Tore)
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Rang 7: Giuseppe Rossi vom AC Florenz (16 Tore)
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Rang 10: Alberto Gilardino von Genua (15 Tore)
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Rang 10: Alberto Gilardino von Genua (15 Tore)
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Rang 10: Paulinho vom AS Livorno (15 Tore)
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Rang 10: Paulinho vom AS Livorno (15 Tore)
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Rang 10: Jose Callejon vom SSC Neapel (15 Tore)
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Rang 10: Jose Callejon vom SSC Neapel (15 Tore)
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Rang 13: Mario Balotelli vom AC Milan (14 Tore)
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Rang 13: Mario Balotelli vom AC Milan (14 Tore)
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Rang 14: Alessio Cerci vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 14: Alessio Cerci vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 14: Mattia Destro von AS Rom (13 Tore)
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Rang 14: Mattia Destro von AS Rom (13 Tore)
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Rang 14: Alberto Paloschi von Chievo Verona (13 Tore)
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Rang 14: Alberto Paloschi von Chievo Verona (13 Tore)
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Rang 14: German Denis von Atalanta Bergamo (13 Tore)
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Rang 14: German Denis von Atalanta Bergamo (13 Tore)
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Als Milan den Druck erhöhte, ertönte der Pausenpfiff von Daniele Orsato. Danach wurde das Spiel offener und beide Mannschaften erspielten sich bessere Chancen als noch in der ersten Hälfte. Den Mailändern war zumindest der Wille anzumerken. Zehn Minuten vor Schluss vergab Robinho die beste Chance des Spiels und traf nur den Pfosten. Nach 83. Minuten war die Messe endgültig gelesen, als Riccardo Montolivo wegen wiederholten Foulspiels vom Platz musste. Sergio Pellissier folgte ihm kurz später wegen Meckerns, am Endergebnis änderte das aber nicht mehr.

Inter Mailand - AS Livorno 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Bardi (29./Eigentor), 2:0 Nagatomo (90.+1)

Ausgerechnet Inter-Leihgabe Francesco Bardi im Tor des AS Livorno brachte den Favoriten nach 29 Minuten auf die Siegerstraße: Der ansonsten souveräne 21-jährige Schlussmann lenkte eine flache Hereingabe von Jonathan ins eigene Tor und machte so das Defensivkonzept des Aufsteigers im San Siro zunichte.

Inter bestimmte in der zerfahrenen Partie zwar von Beginn an das Geschehen, wurde aber erst mit der Führung im Rücken wirklich torgefährlich. So köpfte Rodrigo Palacio nach 41 Minuten knapp über das Gehäuse. Nach 45 Minuten rettete Bardi gegen den strammen 20-Meter-Schuss von Ricky Alvarez.

Jubel brandete noch zweimal auf: Zunächst als Inters 40-jähriger Kapitän Javier Zanetti in der 82. Minute sein Comeback nach Achillessehnenriss feierte. In der Nachspielzeit verwertete Yuto Nagatomo dann ein Zuspiel von Mateo Kovavic zur Entscheidung. Die Nerazzurri bleiben durch den Sieg auf Tuchfühlung zum Spitzentrio Roma, Napoli und Juventus.

Juventus Turin - SSC Neapel 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Llorente (2.), 2:0 Pirlo (74.), 3:0 Pogba (80.)

Gelb-Rot: Ogbonna (83./Juve)

Nach der frühen Führung durch Llorente, der dabei allerdings hauchdünn im Abseits stand, kontrollierte Juventus das Spiel und vergab durch Llorente und Bonucci weitere Großchancen. Neapel kam erst spät in die Gänge und hatte durch zwei Schüsse von Insigne seine besten Szenen vor der Pause.

Nach dem Wechsel wurden die Gäste aktiver, konnten sich aber im Angriff nicht durchsetzen. Pirlo per Freistoß und Pogba mit einem Volleyschuss erzielten zwei Traumtore für Juve. Die Alte Dame hat in der Tabelle nur noch einen Zähler Rückstand auf den AS Rom, Neapel bleibt Dritter.

Hier geht's zur ausführlichen Analyse

Der 12. Spieltag der Serie A im Überblick

Jonas Schützeneder/Tim Holzwarth/Marco Heibel

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