Sonntag, 20.10.2013

Serie A, 8. Spieltag

Inter nur Remis, Juve verliert nach 2:0

Juventus verliert nach einer 2:0-Führung in Florenz und vergrößert den Rückstand auf die Roma. Miroslav Klose hat sein Comeback im Trikot von Lazio gegeben - die Römer verlieren dennoch. Milan quält sich gegen Udinese zum Sieg. Und Inter kassiert mit zehn Mann den Ausgleich Sekunden vor Schluss.

Matteo Brighi (r.) im Zweikampf mit Yuto Nagatomo
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Matteo Brighi (r.) im Zweikampf mit Yuto Nagatomo

AC Florenz - Juventus 4:2 (0:2)

Tore: 0:1 Tevez (37./Foulelfmeter), 0:2 Pogba (40.), 1:2/2:2/4:2 Rossi (66./Foulelfmeter, 76., 81.), 3:2 Joaquin (78.)

Die Zuschauer im Stadio Artemio Franchi sahen zunächst ein von Taktik und Nickeligkeiten geprägtes Spiel. Juventus erspielte sich ab Mitte der ersten Hälfte ein Übergewicht und ging in der 37. Minute durch den verwandelten Foulelfmeter von Carlos Tevez in Führung. Der Argentinier war zuvor von seinem Landsmann Gonzalo Rodriguez im Strafraum gehalten worden. Drei Minuten später missglückte dem nach hinten geeilten Juan Cuadrado ein Klärungsversuch völlig. Die daraus resultierende Bogenlampe konnte Paul Pogba freistehend aus wenigen Metern verwerten.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Juve zunächst die besseren Chancen. Erst ein Rempler von Kwadwo Asamoah im Strafraum gegen Matias Fernandez (65.) leitete die irre 15-Minuten-Wende ein. Giuseppe Rossi verwandelte sicher vom Punkt (66.) und legte zehn Minuten später per Linksschuss aus 25 Metern nach, bei dem Buffon schlecht aussah. Danach agierte die sonst so sichere Juve-Deckung kopflos. Joaquin (78.) und erneut Rossi (81.) konnten völlig unbedrängt vor Buffon zum 3:2 und 4:2 einschieben.

Durch die Niederlage hat Juventus (19 Punkte) nun fünf Zähler Rückstand auf die verlustpunktfreie Roma. Florenz (15 Punkte) hält nach dem Comeback-Sieg den Kontakt zur Spitzengruppe.

FC Turin - Inter Mailand 3:3 (1:1)

Tore: 1:0 Farnerud (20.), 1:1 Guarin (45.+1), 2:1 Immobile (53.), 2:2, 2:3 Palacio (54., 71.), 3:3 Bellomo (90.)

Rote Karte: Handanovic, Inter (5./Notbremse)

Bes. Vorkommnis: Carrizo hält den Foulelfmeter von Cerci (7.)

Die ersten Minuten im Olympiastadion von Turin gehörten Alessio Cerci: In der 2. Minute traf der Torino-Torjäger aus 20 Metern den Pfosten. In der 5. Minute wurde er auf dem Weg zum 1:0 von Inter-Keeper Samir Handanovic gelegt, der dafür die Rote Karte sah. Beim fälligen Strafstoß scheiterte Cerci dann links halbhoch an Inters eingewechseltem Ersatzkeeper Juan Pablo Carrizo.

In der 20. Minute brachte der Ex-Stuttgarter Alexander Farnerud die Hausherren gegen die immer noch geschockten Mailänder per Linksschuss nach Cerci-Pass schließlich verdient in Front. Inter blieb lange blass, glich aber mit dem Pausenpfiff durch Fredy Guarin aus, der eine zu kurze Faustabwehr von Daniele Padelli per Fallrückzieher aus zwölf Metern verwandelte.

Turin ließ sich durch das 1:1 nicht aus dem Konzept bringen und ging durch den eingewechselten Ciro Immobile aus 13 Metern wieder in Führung (53.). Eine Minute später ließ Padelli eine Guarin-Hereingabe vor die Füße von Rodrigo Palacio tropfen, der mühelos ausgleichen konnte.

In der 71. Minute startete Joker Ishak Belfodil einen fulminanten Flügellauf. Seine Flanke von rechts drückte Palacio zum 3:2 über die Linie. Als Inter schon wie der Sieger aussah, sorgte Nicola Bellomo in der Schlussminute mit einem Freistoß aus spitzem Winkel ins lange Toreck noch für das verdiente 3:3. Inter verliert durch das Remis einen Rang und ist nun Fünfter, Torino belegt Rang zehn.

Atalanta Bergamo - Lazio Rom 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Cigarini (41.), 1:1 Perea (53.), 2:1 Denis (84.)

Nachdem am Samstag Lokalrivale AS Rom bereits vorgelegt hatte, war Lazio gegen Atalanta Bergamo unter Zugzwang, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren. Der zuletzt rund einen Monat verletzte Miroslav Klose musste dennoch bis zur 79. Minute auf der Bank ausharren.

Die Partie kam nur schleppend in Gang, beide Mannschaften konzentrierten sich vornehmlich auf die taktische Grundordnung und wollten dem Gegner keine Räume bieten. Erst nach etwa einer halben Stunde waren die ersten Chancen auf beiden Seiten zu verzeichnen, Luca Cigarini nutzte die dritte Atalanta-Möglichkeit mit einem Flachschuss aus 19 Metern.

In der zweiten Halbzeit kam Lazio besser ins Spiel und drückte. Brayan Perea nutzte schließlich eine Flanke von der linken Seite zum Ausgleich. Den Schlusspunkt setzte allerdings Bergamo. German Denis spielte Lazio-Keeper Federico Marchetti aus und traf. Damit wartet Lazio in der Serie A seit drei Spielen auf einen Sieg.

AS Rom - SSC Neapel 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Pjanic (45.), 2:0 Pjanic (71., FE)

Gelb-Rot: Cannavaro (70.)

Knapp 39.000 Zuschauer fanden am Freitagabend den Weg ins Stadio Olimpico, um das Spiel um die Tabellenführung zu sehen, wurden zunächst aber eher mit einem müden Kick abgespeist. Nach 30 Minuten stand mit Tottis verletzungsbedingter Auswechslung nur ein wirkliches "Highlight" zu Buche.

Der Verlust des Kapitäns erwies sich dann jedoch als echter Weckruf für die Gastgeber, die in den verbleibenden 15 Minuten bis zur Pause durch Florenzi (41.) und Maicon (45.) zu guten Gelegenheiten kamen. Besser lief es in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Rom einen Freistoß aus rund 20 Metern zugesprochen bekam - eigentlich Chefsache. In Abwesenheit von Totti legte sich Pjanic das Leder zurecht und zirkelte den Ball unhaltbar ins obere linke Eck.

Die Top-Torjäger der Serie A 2013/14
Rang 1: Ciro Immobile vom FC Turin (22 Tore)
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Rang 1: Ciro Immobile vom FC Turin (22 Tore)
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Rang 2: Luca Toni von Hellas Verona (20 Tore)
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Rang 2: Luca Toni von Hellas Verona (20 Tore)
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Rang 3: Carlos Tevez von Juventus (19 Tore)
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Rang 3: Carlos Tevez von Juventus (19 Tore)
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Rang 4: Antonio di Natale von Udinese Calcio (17 Tore)
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Rang 4: Antonio di Natale von Udinese Calcio (17 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (17 Tore)
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Rang 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (17 Tore)
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Rang 4: Rodrigo Palacio von Inter Mailand (17 Tore)
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Rang 4: Rodrigo Palacio von Inter Mailand (17 Tore)
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Rang 6 Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (16 Tore)
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Rang 6 Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (16 Tore)
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Rang 7: Llorente von Juventus Turin (16 Tore)
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Rang 7: Llorente von Juventus Turin (16 Tore)
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Rang 7: Giuseppe Rossi vom AC Florenz (16 Tore)
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Rang 7: Giuseppe Rossi vom AC Florenz (16 Tore)
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Rang 10: Alberto Gilardino von Genua (15 Tore)
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Rang 10: Alberto Gilardino von Genua (15 Tore)
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Rang 10: Paulinho vom AS Livorno (15 Tore)
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Rang 10: Paulinho vom AS Livorno (15 Tore)
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Rang 10: Jose Callejon vom SSC Neapel (15 Tore)
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Rang 10: Jose Callejon vom SSC Neapel (15 Tore)
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Rang 13: Mario Balotelli vom AC Milan (14 Tore)
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Rang 13: Mario Balotelli vom AC Milan (14 Tore)
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Rang 14: Alessio Cerci vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 14: Alessio Cerci vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 14: Mattia Destro von AS Rom (13 Tore)
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Rang 14: Mattia Destro von AS Rom (13 Tore)
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Rang 14: Alberto Paloschi von Chievo Verona (13 Tore)
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Rang 14: Alberto Paloschi von Chievo Verona (13 Tore)
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Rang 14: German Denis von Atalanta Bergamo (13 Tore)
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Rang 14: German Denis von Atalanta Bergamo (13 Tore)
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Gegen in der zweiten Hälfte stark aufspielende Gäste taten sich müde Römer schwer, den Vorsprung zu verwalten. Napoli scheiterte insgesamt zweimal am Aluminium (49. und 61.). Als der eingewechselte Cannavaro den ebenfalls eingewechselten Borriello in der 70. Minuten im Strafraum foulte, dafür Rot sah und Pjanic den fälligen Elfmeter sicher verwandelte, war die Entscheidung gefallen.

AC Milan - Udinese Calcio 1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Birsa (22.)

Beide Mannschaften kamen zu Beginn nur schwer in Tritt und erspielten sich zunächst kaum Chancen. Milan war die Verunsicherung nach der jüngsten Negativ-Serie mit nur einem Sieg in fünf Spielen deutlich anzumerken. Gleich mit dem ersten gefährlichen Angriff gelang dem AC dann die Führung: Nach Ablage von Robinho traf Valter Birsa mit einem herrlichen Schuss aus 16 Metern in den Winkel.

Vor nur 20.000 Zuschauern übernahm Milan in der Folge die Kontrolle, ohne spielerisch zu glänzen. Durch die Verletzungen von Mario Balotelli und Stephan El Shaarawy fehlte die Stammbesetzung im Angriff, Vertreter Robinho machte seine Sache ordentlich. Bei Udinese konnte hingegen Angreifer Antonio di Natale kaum Akzente setzen. Bis auf einen Lattentreffer per Freistoß blieb der Torjäger blass.

In der Schlussphase wurde das Aufeinandertreffen zu einem Spiel der vergebenen Chancen. Mehrmals hatte Milan bei Kontermöglichkeiten das 2:0 vor Augen, verpasste aber die Vorentscheidung. So blieb es bei einem mühsamen 1:0-Heimsieg. Trotzdem liegt Milan nach acht Spielen 13 Zähler hinter Spitzenreiter Roma. Die gute Nachricht: Ex-Weltfußballer Kaka feierte in der Schlussphase nach Muskelfaserriss sein Comeback im Milan-Trikot.

Die Serie A in der Übersicht

Tim Noller, Marco Heibel, Ben Barthmann

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