Rund 100 mutmaßlich manipulierte Spiele

160 Verdächtige bei Wettskandal-Ermittlung

SID
Dienstag, 23.04.2013 | 17:09 Uhr
Roberto di Martino (l.) findet "die Untersuchung noch sehr lang und scheint kein Ende zu nehmen"
© getty
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160 Personen sind in den Sog der Ermittlungen der italienischen Ziviljustiz rund um den ausgedehnten Wett- und Manipulationsskandal geraten, der im Juni 2011 das Land des viermaligen Fußball-Weltmeisters erschüttert hatte. Ermittelt wird um rund 100 mutmaßlich manipulierte Spiele.

"Die Untersuchung ist noch sehr lang und scheint kein Ende zu nehmen", sagte der ermittelnde Staatsanwalt von Cremona, Roberto Di Martino. Den Verdächtigen wird Sportbetrug vorgeworfen, was zu Haftstrafen bis zu drei Jahren führen könne. De Marino meinte, die Ermittlungen könnte noch länger andauern.

Di Martino hatte 2011 eine internationale Bande von Wettbetrügern ausgehoben. Er ließ in Italien bereits über 35 Personen im Rahmen seiner Ermittlungen festnehmen. Darunter war im Dezember 2011 auch der ehemalige italienischen Nationalspieler Cristiano Doni.

Der frühere Atalanta-Star gestand, drei Spiele manipuliert zu haben. In einer zweiten Verhaftungswelle der Staatsanwalt in Bari wurde im April 2012 auch Andrea Masiello inhaftiert. Er soll während seiner Zeit beim AS Bari mehrere Erstligaspiele für Wetten manipuliert zu haben.

Im Visier von Baris Staatsanwalt Antonio Laudati stehen unter anderem die Serie-A-Partien der Süditaliener gegen Lecce, Palermo, Bologna, Chievo und Sampdoria Genua.

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