Serie A: Der 38. Spieltag

Endspiel um Europa für Lazio und Miroslav Klose

SID
Freitag, 11.05.2012 | 12:17 Uhr
Gegen Atalanta Bergamo feierte Miro Klose (M.) sein Comeback. Nun ruhen alle Hoffnungen auf ihm
© Getty
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Gefeiert wird am Sonntag auf jeden Fall: Die Lazio-Fans haben bereits einen Doppeldecker-Bus organisiert, um ausgelassen die zweite Stadtmeisterschaft in Folge vor der abgeschlagenen Roma zu zelebrieren. Ob man en passant auch noch eine Champions-League-Party integrieren darf, ist indes unklar. Denn Miroslav Klose und Lazio Rom steht ein Wochenende der Konjunktive bevor.

Am letzten Spieltag der Serie A ringen neben den Römern Udinese Calcio, der SSC Neapel und Inter Mailand um den begehrten dritten Platz, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt. Lazio (59 Punkte) kann beim direkten Heimduell gegen Inter (58) am Sonntag (20.45 Uhr) einen Konkurrenten aus eigener Kraft eliminieren, muss jedoch gleichzeitig auf eine Niederlage von Udinese (61) in Catania hoffen, da die Norditaliener im entscheidenden direkten Vergleich vorne liegen.

In der Europa League steht Lazio bereits sicher, müsste bei einer Pleite gegen Inter allerdings in die unangenehm frühe Qualifikationsrunde Anfang August. Von Prognosen und Rechnereien hält Lazios Trainer nichts.

"Wir müssen gewinnen, basta"

"Ich bin niemand, der sich über Wenn und Aber den Kopf zerbricht. Wir müssen gewinnen, basta. Danach schauen wir mal", sagte Edy Reja, der mit 66 Jahren als ältester Serie-A-Coach auf den jüngsten trifft, den 36 Jahre alten Andrea Stramaccioni.

Weit wichtiger ist Reja derweil bei neun personellen Ausfällen, dass Klose nach zweimonatiger Pause wieder für die Startelf zur Verfügung steht: "Miro fehlte uns schrecklich. Ohne seine Verletzung hätten wir mit Sicherheit fünf, sechs Punkte mehr auf dem Konto", sagte Reja.

Der Deutsche hatte schon letzten Sonntag für seinen ersten 25-Minuten-Einsatz seit Mitte März positive Resonanz erhalten. "Er rackerte wie gewohnt unermüdlich - allein seine Präsenz verbreitete beim Gegner Angst und Schrecken", schrieb die "Gazzetta dello Sport".

"Alles auf Klose"

Wieder einmal lasten die Hoffnungen des Umfelds also auf den schmalen Schultern des Nationalstürmers. "Für den Champions-Traum setzt man am besten alles auf Klose", titelte das römische Blatt "Messaggero". Nicht ganz zu Unrecht. Ohne den Deutschen waren Lazio in acht Auftritten nur neun Tore gelungen, die lediglich acht Punkte einbrachten.

Mit dem Schub von Rückkehrer Klose errang man bei Atalanta Bergamo vergangenen Sonntag dann prompt den ersten Sieg nach acht fruchtlosen Auswärtsreisen in Folge. Gegen Inter könnte Klose zudem ein persönliches Tabu durchbrechen: In den vorherigen Duellen mit den Mailändern hat er für Werder Bremen, die Bayern und Lazio noch nie getroffen.

Vierkampf um die Champions League

Auch Inter flirtet trotz einer vorwiegend taumelnden Saison noch intensiv mit der Champions League. Unter dem beförderten Nachwuchs-Trainer Stramaccioni gelang ein später Spurt nach oben. Der Jungcoach kitzelte aus dem Team die verloren geglaubte Würde und holte in acht Spielen 17 Punkte. Zum Erreichen der Champions League müsste jedoch Udine verlieren, Neapel dürfte höchstens Unentschieden spielen.

Ungeachtet des Resultats werden der erst zu Saisonbeginn verpflichtete Diego Forlan und auch der ehemalige Münchner Lucio Inter voraussichtlich verlassen. Patron Massimo Moratti bestätigte derweil, dem Erstliga-Novizen Stramaccioni auch in der kommenden Saison das Vertrauen zu schenken.

Eine Gewissheit, die dem Lazio-Trainer freilich abgeht. Nur bei Erreichen von Platz drei besäße Reja eine minimale Chance auf ein weiteres Jahr in Rom. Andernfalls würde er durch Gianfranco Zola ersetzt, den Präsident Claudio Lotito bereits Ende Februar engagieren wollte. Miroslav Klose hingegen unterstrich während der Saison wiederholt, seinen Vertrag bis 2014 definitiv erfüllen zu wollen.

Miroslav Klose im Steckbrief

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