Fix! Samuel Eto'o wechselt nach Russland

Von SPOX
Dienstag, 23.08.2011 | 18:20 Uhr
Jetzt ist es offiziell: Samuel Eto'o wechselt von Inter Mailand zu Anschi Machatschkala
© Getty
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Was lange währte, ist nun perfekt: Samuel Eto'o verlässt Inter Mailand und geht künftig für den russischen Erstligisten Anschi Machatschkala auf Torejagd. Das gab Machatschkala am Dienstagnachmittag auf der Vereinshomepage bekannt.

Der Kamueruner unterschreibt bei Anschi einen Drei-Jahres-Vertrag und soll rund 20,5 Millionen Euro netto pro Jahr kassieren. Der 30 Jahre alte Stürmer soll zudem ein Haus in Moskau als Bonus erhalten.

Inter Mailand bekommt rund 25 Millionen Euro Ablöse für Eto'o und könnte im Erfolgsfall noch 2 Millionen Euro mehr kassieren.

Medizincheck am Mittwoch

Gemeinsam hatte man 2010 das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Sieg errungen. Zuvor hatte Eto'o mit dem FC Barcelona schon zwei Mal die Königsklasse gewonnen (2006, 2009) und war dreimal spanischer Meister geworden (2005, 2006, 2009).

Anschi Machatschkala bedankte sich via Pressemitteilung für die faire Position von Inter Mailand während der Verhandlungen. Am Mittwoch wird Eto'o in Rom den obligatorischen medizinischen Check absolvieren. Dann wird auch Inter den Transfer bekannt geben.

Am Donnerstag wird er dann in Machatschkala erwartet, um sich auf das kommende Punktspiel gegen den FK Rostow am Wochenende vorzubereiten. In der Super Liga, die im Jahresrhythmus spielt, ist Anschi nach 21 Spieltagen mit 36 Punkten Vierter. Zur Tabellenspitze (ZSKA Moskau) fehlen neun Zähler.

"Drei Jahre auf hohem Niveau"

"Eto'o kann noch drei Jahre auf hohem Niveau spielen. Allein durch ihn wird das Interesse an der russischen Meisterschaft wachsen und mehr Leute in die Stadien locken", hatte Anschi-Präsident Suleyman Kerimow zuvor bereits gesagt.

Der Milliardär will zudem noch weitere Hochkaräter ans Kaspische Meer locken. In Machatschkala trifft Eto'o bereits auf den 38-jährigen Brasilianer Roberto Carlos, der wie Eto'o einst für Real Madrid spielte.

Bei Anschi spielt neben dem ehemaligen Weltmeister auch der russische Nationalspieler Juri Schirkow. Er war unlängst vom FC Chelsea für umgerechnet rund 15 Millionen Euro gewechselt.

Für den Ungarn Balazs Dzsudzsak vom PSV Eindhoven hatte der Klub aus dem Kaukasus zuvor 14 Millionen gezahlt.

Welche Hochkaräter kommen noch?

Machatschkala ist die Hauptstadt Dagestans, das zur Krisenregion Kaukasus gehört. Zwar ist die Lage bei weitem nicht mit der in Grosny, wo Ruud Gullit bis Juni als Trainer tätig war, zu vergleichen.

Doch Unruhen verbunden mit Explosionen und Schießereien sind im Vielvölkerstaat Dagestan nicht gerade ungewöhnlich. Somit bleibt Kerimow nur sein nicht gerade unbedeutendes Vermögen, die Angaben schwanken zwischen fünf und zwölf Milliarden Euro, um Stars wie Eto'o in den Kaukasus zu locken.

Die Gerüchte über weitere Neuzugänge reißen nicht ab, angeblich stehen Dani Alves (FC Barcelona), Andrej Arschawin (FC Arsenal), Edison Cavani (SSC Neapel), Anatolij Tymoschtschuk, Arjen Robben (beide Bayern München) und sogar der deutsche Nationalspieler Marco Reus auf der Einkaufsliste.

Schirkow bei Länderspiel ausgepfiffen

Kerimow, der sein Vermögen mit mehr oder weniger durchsichtigen Öl- und Geldgeschäften angehäuft hat, gilt als loyal gegenüber Moskau. Seine Spieler sind bei den Fans der Hauptstadt dennoch nicht willkommen.

Schirkow bekam beim Länderspiel gegen Serbien vor anderthalb Wochen den ganzen Hass der Anhänger zu spüren. Bei jedem Ballkontakt wurde Schirkow gnadenlos ausgepfiffen, ehe ihn Trainer Dick Advocaat nach 70 Minuten mit der Auswechslung erlöste.

Für die russischen Fans ist Schirkow ein Söldner, der nur des Geldes wegen in den Kaukasus gewechselt ist. Und Geld gibt es dort reichlich zu verdienen.

Bugatti als Meister-Prämie

Sollte Anschi in den kommenden vier Jahren die russische Meisterschaft gewinnen, erhält jeder Spieler einen über eine Million Euro teuren Bugatti-Sportwagen. So hat es Kerimow versprochen. Insgesamt will Kerimow etwa eine Milliarde Euro in die krisengeschüttelte Region stecken.

200 Millionen Euro sollen für ein neues Stadion bereitstehen. Die Planung hat bereits begonnen. Durch die neue Arena steigen in Dagestan bereits die Hoffnungen, Machachtschkala könnte bei der WM 2018 noch in die Liste der Spielorte rücken.

Samuel Eto'o im Steckbrief

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