Samstag, 11.09.2010

Streit zwischen Profis und Verband droht zu eskalieren

Verband will im Spielerstreik vermitteln

Im Streit um neue Vertragsregeln hat der italienische Fußballverband FIGC ein Treffen mit der Spielergewerkschaft und den Klubs einberufen, um einen Spielerstreik abzuwenden.

Massimo Oddo ist Vorsitzender der Spielergewerkschaft
© Getty
Massimo Oddo ist Vorsitzender der Spielergewerkschaft

Der italienische Fußballverband FIGC will im Streit um neue Vertragsregeln vermitteln und den angekündigten Streik der Erstliga-Profis am 25. und 26. September abwenden.

Verbandspräsident Giancarlo Abete berief ein Treffen mit der Spielergewerkschaft AIC und den Vertretern der Klubs am kommenden Montag in Rom ein. "Ich hoffe, dass auf allen Seiten die Vernunft siegt und wir bald eine Lösung finden", sagte Abete.

Spieler fürchten um Rechtbeschneidung

Die Profis rebellieren gegen ihre Vereine, die nach dem Auslaufen des Rahmenvertrages ihre Rechte beschneiden wollen. So sollen unter anderem Transfers auch gegen den Willen der Spieler möglich sein, außerdem sollen die Gehälter deutlich stärker leistungsbezogen sein.

"Es wird so lange gestreikt, bis wir uns geeinigt haben", kündigte der ehemalige Münchner Bundesliga-Profi Massimo Oddo, der bei AC Mailand unter Vertrag steht, an.

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Präsident der Seria A verurteilt den geplanten Streik

Der Präsident der Serie A, Maurizio Beretta, bezeichnete den geplanten Streik am fünften Spieltag als unannehmbar. "Das ist ein Affront gegen Millionen von Fans, die in der Wirtschaftskrise auf vieles verzichten, um im Fernsehen und im Stadion ihre Mannschaft zu sehen und den 635 Serie-A-Spielern erlauben, durchschnittlich 1,3 Millionen Euro im Jahr zu verdienen", sagte Beretta.

Die Fans zeigen kaum Verständnis für die Forderungen der Spieler. In einer Umfrage der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport hielten 90,6 Prozent der Befragten den Spielerstreik für nicht gerechtfertigt.

Alle Mannschaftskapitäne der Serie A haben die Streik-Ankündigung unterzeichnet. Darin beklagen sie, dass "ihre Menschenrechte" beschnitten würden, wenn sie über ihre Köpfe hinweg von einem Klub zum anderen verkauft würden.

Italien: Spieler-Gewerkschaft droht mit Streik


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