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Berlusconi von erbosten Tifosi ausgepfiffen

SID
Dienstag, 20.07.2010 | 18:14 Uhr
Silvio Berlusconi steht bei den Milan-Fans in der Kritik
© Getty
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Silvio Berlusconi steht bei den Fans des AC Mailand nicht hoch im Kurs. Bei der Präsentation des Trainers wurde der Klub-Besitzer und Ministerpräsident gnadenlos bloßgestellt, erklärte aber immerhin Superstar Ronaldinho für unverkäuflich.

Ein Ausflug in den Fußball ist für den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi am Dienstag fast zu einem Spießrutenlauf geworden. Der Besitzer des einstigen Champions-League-Siegers AC Mailand wurde anlässlich der Präsentation des neuen Trainers Massimiliano Allegri von wütenden Tifosi ausgepfiffen und beschimpft.

Die Fans protestierten wegen der Sparpolitik des Vereins, der bislang noch keine namhafte Verpflichtung vermeldet hat.

Galliani nimmt Berlusconi in Schutz

Die Tifosi drohten, keine Dauerkarten für die Saison zu erwerben, sollte der schwerreiche Unternehmer Berlusconi nicht in die Mannschaft investieren.

Milans Geschäftsführer Adriano Galliani nahm Berlsuconi in Schutz. "Der Protest der Fans ist unfair. Berlusconi hat Milan 1985 vor dem Konkurs gerettet, seitdem hat der Verein an acht Champions League-Finalmatches teilgenommen. Im Fußball hat sich Vieles geändert. Mehrere Klubs haben doppelt so hohe Umsätze wie wir. Wir verzichten jedoch nicht auf unsere Ambitionen", sagte Galliani.

Berlusconi erklärte den von Flamengo umworbenen Ronaldinho im Laufe der Pressekonferenz für unverkäuflich. "Ronaldinho ist auf keinen Fall zu haben. Wir sind uns alle darüber einig, dass er, solange er spielt, beim AC Mailand bleiben wird",

Zahlreiche Interessenten für Ronaldinho

Der Vertrag mit dem Weltfußballer 2005, der noch bis 2011 läuft, soll demnächst verlängert werden. "Ich habe zwar noch nicht mit ihm gesprochen. Aber es ist sicher, dass wir mit ihm den Kontrakt verlängern werden. Ich halte ihn für den besten Spieler aller Zeiten", sagte der Milliardär zu dem 30-Jährigen, der für den WM-Kader der Brasilianer nicht berücksichtigt worden war.

Italienische Medien berichteten unlängst, dass der Weltmeister von 2002 einen Zweijahres-Vertrag und 6,5 Millionen Euro per annum fordert. Für Ronaldinho soll es zahlreiche Interessenten geben.

"Er ist die größte Attraktion beim AC Mailand. Er allein ist das Eintrittsgeld wert. Und er ist das Zehnfache von dem wert, was in der Vergangenheit in den Medien spekuliert wurde", sagte Berlusconi.

Ronaldinho kam 2008 für eine geschätzte Ablösesumme von 18,5 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Milan.

Italienischer Verband zieht Konsequenzen aus WM-Pleite

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