Vieri fordert Aberkennung von Inter-Titel

SID
Christian Vieri lief von 2000 bis 2005 für Inter Mailand auf
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Nach dem Abhörskandal um den italienischen Ex-Profi Christian Vieri und Inter Mailand fordert der 38-Jährige vom Verband FICG die Aberkennung von Inters Meister-Titel 2006.

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Der italienische Ex-Nationalspieler Christian Vieri fordert im Zuge des Spitzel-Prozesses gegen seinen Ex-Klub Inter Mailand vom nationalen Fußball-Verband FICG die Aberkennung von Inters Meister-Titel 2006.

Wegen Verstößen gegen den Sport-Kodex verlangt der 38 Jahre alte Ex-Profi, den Inter in früheren Jahren in seinem Privatleben überwachen lassen hatte, außerdem laut einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" Tätigkeitsverbote für Mailands Boss Massimo Moratti und Vizepräsident Rinaldo Ghelfi.

Bespitzelung führte zu Depressionen

Vieri verlangt in dem Prozess gegen Inter 9,25 Millionen Euro Schadenersatz und von der Telefongesellschaft Telecom Italia weitere 12 Millionen Euro.

Die Bespitzelung des einstigen Stürmerstars durch eine Privatdetektei mit Verbindungen zur Telecom Italia hat bei dem im Oktober zurückgetretenen Stürmer nach Angaben seines Anwalts zu schweren Depressionen geführt.

Moratti hat die Überwachung Vieris bereits eingestanden, ein Urteil in dem Prozess wird in den nächsten Wochen erwartet. Vieris Rechtsbeistände berufen sich bei der Forderung nach den zusätzlichen Sanktionen gegen Inter auf Verbandsbestimmungen für den Fall von Verstößen gegen den Sport-Kodex. FICG-Chefankläger Stefano Palazzi muss Vieris Antrag nun prüfen.

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