Urteil im Manipulationsskandal

Sechs Jahre Haft für Juves Ex-Manager gefordert

SID
Dienstag, 11.11.2008 | 19:49 Uhr
Die Fans von Juventus Turin mussten 2006 den Zwangsabstieg ihrer Mannschaft verkraften
© Getty
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Die italienische Staatsanwaltschaft hat für die Beteiligten am Manipulationsskandal hohe Haftstrafen beantragt. So soll etwa Juves Ex-Manager Moggi für sechs Jahre ins Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft in Rom hat am Dienstag im italienischen Manipulationsskandal sechs Jahre Haft gegen den einstigen Sportdirektor Luciano Moggi von Rekordmeister Juventus Turin beantragt.

Gegen seinen Sohn Alessandro wurden fünf Jahre, gegen Davide Lippi, Sohn von Weltmeister-Coach Marcello Lippi, 16 Monate beantragt.

Urteil erst Anfang nächsten Jahres

Ihnen werden Einschüchterungsaktionen gegen einige Spieler sowie Verletzungen der Wettbewerbsregeln vorgeworfen. Ein Urteil wird für Januar 2009 erwartet.

"Big Luciano" bestritt vor den Richtern entschieden, dass er mit Schiedsrichtermanipulationen seinem Klub Juventus Turin geholfen habe, mehrere Meisterschaftstitel zu gewinnen. Moggi senior wird beschuldigt, seine Position als Juve-Manager ausgenutzt zu haben, um der inzwischen aufgelösten Agentur GEA seines Sohnes Mandanten zu verschaffen.

Wie fällt das Urteil gegen Moggi aus? Jetzt auch unterwegs immer top-informiert sein!

Bei Transferverhandlungen soll er Spielern nahegelegt haben, sich von seinem Sohn vertreten zu lassen, um ihre Chancen auf einen guten Vertrag bei Juventus zu verbessern.

Vorwurf der systematischen Manipulation der Meisterschaft

Laut Anklage sollen Trainer, die sich seiner Beratungsgesellschaft nicht anvertrauen wollten, keine Verträge bekommen haben.

Juventus Turins im Mai 2006 zurückgetretenem Manager Moggi wird eine systematische Manipulation der Meisterschaft 2004/2005 zugunsten des italienischen Rekordmeisters vorgeworfen.

Vor allem mit Hilfe korrupter Schiedsrichter soll der 70-Jährige den Liga-Ausgang beeinflusst haben. Das führte bereits zu Juves Zwangsabtieg aus der Serie A 2006 und der Aberkennung der Meisterschaftstitel von 2005 und 2006.

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