Donnerstag, 11.09.2008

Nach Krawallen

Stadien sollen mit Zellen ausgestattet werden

Im Kampf gegen die Fan-Gewalt im italienischen Fußball hat Liga-Präsident Antonio Matarrese die Einrichtung von Gefängniszellen in den Stadien vorgeschlagen.

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© Getty

"Wenn wir es mit Kriminellen zu tun haben, müssen sie sofort festgenommen und dann in ein Gefängnis gebracht werden", sagte Matarrese.

Von der Politik verlangte er härtere und eindeutigere Gesetze gegen Randalierer. Die überwältigende Mehrheit der wirklichen Fußballfans und die Klubs seien die Leidtragenden eines zu nachlässigen Vorgehens gegen gewaltbereite Fans.

UEFA noch skeptisch

Die Europäische Fußball Union (UEFA) begrüßte das energische Vorgehen der italienischen Regierung gegen die Gewalt im Fußball.

Rom hatte nach den Ausschreitungen am ersten Spieltag des Fans des SSC Neapel für die gesamte Saison den Stadionzutritt bei Auswärtsspielen ihrer Mannschaft verboten.

Matarreses Vorschlag, Zellen in Stadien zu bauen, kommentierte UEFA-Sprecher William Gaillard jedoch zurückhaltend.

"Es ist immer besser zu verhindern, dass Gewaltbereite überhaupt ins Stadion kommen, als sie nachher einzusperren", sagte Gaillard der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

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