Verschwörungstheorien von Totti

Von Fabian Taverna
Freitag, 28.03.2008 | 13:04 Uhr
Totti, AS Roma, Serie A
© Getty
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München - In einem Interview mit "Sky Italia" zweifelte Roma-Kapitän Francesco Totti die Kriterien zur Wahl des Weltfußballers an und äußerte herbe Kritik an der bisherigen Auswahl der Titelträger. 

Angesprochen auf seine Erfolge und den noch fehlenden Titel als Weltfußballer zog Totti aufgebracht vom Leder.

Vor allem die kategorische Nichtberücksichtigung von Superstar Raul von Real Madrid bei der Vergabe des Goldenen Balls brachte ihn auf die Palme.

Abgekartetes Spiel

"Ich denke es ist ein Skandal, dass ein so guter Spieler, der überall trifft und alles gewonnen hat, niemals die Auszeichnung zum Weltfußballer erhalten hat. Die Tatsache, dass ein Spieler 20 bis 30 Tore schießt, die Champions League und die Meisterschaft gewinnt, aber nicht den Goldenen Ball erhält, zeugt davon, dass alles ein abgekartetes Spiel ist." 

Die Erfolgsbilanz des Spaniers liest sich tatsächlich ziemlich imposant. Unter den errungenen Titeln stechen der dreimalige Gewinn der Champions League (1998, 2000, 2002), der Weltpokalsieg (1998 und 2000) und der Gewinn des goldenen Schuhs (1999) hervor.

Tottis Enttäuschung

Allerdings werden reine Nächstenliebe und Respekt für den Kollegen wohl nicht der einzige Motivationsgrund für Tottis Äußerungen gewesen sein.  Ein Fünkchen Enttäuschung und gekränkter Stolz sind nicht zu überhören.

"Ich denke, dass ich im Jahr 2000 große Chancen hatte die Auszeichnung selbst zu erhalten. Es war das Jahr, nachdem wir die Meisterschaft gewonnen hatten und in der Champions League gut gespielt hatten, aber was weiß ich, was ich tun muss, um den goldenen Ball zu gewinnen."

In besagtem Jahr holte sich übrigens Luis Figo die Auszeichnung vor Zinedine Zidane und Andrej Schewtschenko - auch nicht von Pappe.

Zidane 3, Ronaldo 0

Zu den meist ausgezeichneten Spielern gehören mit drei Titeln Zidane und der Brasilianer Ronaldo.

Auf der Liste der Prämierten fehlen neben Raul und Totti außerdem Spieler wie Paolo Maldini oder Clarence Seedorf. Dem Holländer gelang immerhin das Kunststück, die Champions League viermal zu gewinnen, und dies bei drei verschiedenen Teams.

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