Inter dominiert in der Serie A

Der Mailänder Panzer

Von Christian Bernhard
Sonntag, 09.12.2007 | 18:40 Uhr
inter, cambiasso, mailand
© Getty
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München - Laut der Internet-Enzyklopädie "Wikipedia" ist der Panzer ein "motorisiertes, meistens auf Gleisketten rollendes und oft mit einem Geschütz bestücktes Militärfahrzeug, welches durch Panzerung gegen Beschuss geschützt" ist. 

Auf den europäischen Fußball gemünzt ist die Definition weitaus einfacher: Inter Mailand. Der amtierende italienische Meister liegt nach dem 4:0-Erfolg gegen den FC Turin mit elf Siegen und vier Unentschieden wieder souverän an der Spitze der Serie A und ist nach der Sonntags-Niederlage von Arsenal die einzige Mannschaft, die in einer der europäischen Spitzenligen noch ungeschlagen ist.

Für die Mailänder sorgte wieder einmal das Sturmduo Ibrahimovic/Cruz mit ihren Treffern für die Vorentscheidung. Luis Jimenez und Ivan Cordoba rundeten das Ergebnis noch ab.

Der AS Rom ließ beim 1:1 in Livorno auch noch zwei Punkte liegen, daher wuchs der Vorsprung der Mailänder in der Tabelle auf fünf Punkte an. Damit liegt Juve, das durch ein spätes Tor von Paveld Nedved zu einem 1:0-Sieg über Atalanta Bergamo kam, nur mehr drei Punkte hinter den Hauptstädtern.

Alle Positionen doppelt besetzt 

"Inter rollt wie ein Panzer", titelte deshalb auch die "Gazzetta dello Sport" nach dem souveränen 3:0-Erfolg gegen Lazio Rom am vergangenen Mittwoch. Schaut man sich das Team von Roberto Mancini etwas genauer an, kann man in der Tat einige Parallelen zu einem Panzer ziehen. Mit nur acht Gegentoren in 14 Spielen ist Inters Panzerung sehr effektiv. Und das, obwohl Weltmeister Marco Materazzi lange verletzungsbedingt ausfiel.

Genau darin liegt aber die Stärke der Mailänder. So gut wie jeder ist in Mancinis Mannschaft austauschbar, alle Positionen sind mindestens doppelt besetzt. Angefangen von der Torwartposition, wo mit Julio Cesar und Francesco Toldo zwei erfahrene Männer zur Verfügung stehen.

Beste Bank Europas

Materazzi fällt aus? Kein Problem, dann spielen eben Walter Samuel, Ivan Cordoba oder Christian Chivu. Im Mittelfeld kann sich Mancini den Luxus erlauben, einen Luis Figo von der Bank zu bringen. Dass Patrick Vieira die komplette Saison noch gar nicht gespielt hat, fällt auch nicht sonderlich ins Gewicht. Kein anderes Spitzenteam in Europa kann Ausfälle so gut verkraften wie Inter.

Last but not least können sich die Geschütze des Mailänder Panzers ebenfalls sehen lassen. Mit Zlatan Ibrahimovic, Hernan Crespo, Julio Cruz und David Suazo hat Mancini vor jedem Spiel die Qual der Wahl. "Eigentlich kann ich meine zwei Stürmer blind aufstellen, jeder harmoniert mit jedem", ist sich Mancini seines Luxus' bewusst.

Ganz Italien hofft auf einen Ausrutscher

Einzig der Schwede steht in der Hierarchie etwas höher als der Rest. Präsident Massimo Moratti schwärmt von Ibrahimovic in höchsten Tönen: "Zlatan entwickelt sich immer mehr zum Leader. Wenn er so weitermacht, wird er sich bald den Goldenen Ball holen."

Und so hofft das restliche Fußball-Italien von Sonntag zu Sonntag, dass jemand den Inter-Panzer aufhält. Bisher vergeblich. Bei Vielen werden bereits nach 15 Spielen Erinnerungen an die vergangene Saison wach. Damals holte Inter 97 Punkte und hatte am Ende 22 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten AS Rom.

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