Hilbert: Das ist Fenerbahce

Von Roberto Hilbert
Donnerstag, 04.10.2012 | 09:44 Uhr
Roberto Hilbert stellt bei SPOX die Mannschaft Fenerbahces vor
© spox
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Borussia Mönchengladbach tritt in der Europa League auf Fenerbahce (Do. 20.50 Uhr im LIVE-TICKER). Der türkische Vize-Meister steckt nach dem 0:2 gegen Kasimpasa in der Krise. Auch zum Auftakt der Europa League gab es nur ein 2:2 gegen Olympique Marseille. Doch SPOX-Kolumnist Roberto Hilbert weiß, dass Fener dennoch brandgefährlich ist. Der Besiktas-Star stellt Fenerbahce vor.

Merhaba aus Istanbul!

Für mich als Deutscher, der in der Türkei spielt, ist es natürlich etwas Besonderes, wenn sich Klubs aus beiden Ländern duellieren. Besonders freue ich mich darauf, dass mit Borussia Mönchengladbach sehr bald eine deutsche Mannschaft nach Istanbul kommt.

Vorher geht es natürlich erst einmal im Borussia-Park zur Sache: Weil ich beide Mannschaften gut kenne, kann ich jetzt schon sagen, dass es ein Duell auf Augenhöhe wird. Gladbach hat dank der vergangenen zwei Jahre sehr viel Selbstvertrauen tanken können und dieses Jahr viel Geld für neue - und vor allem sehr gute - Spieler investiert.

Aber die Gladbacher sollten sich bewusst sein, gegen wen es am Donnerstag geht: Fenerbahce ist eine Mannschaft, die mit den aktuellsten Neuzugängen eine noch stärkere Mannschaft geworden ist, als sie es ohnehin schon ist.

Herausstellen will ich Dirk Kuyt, aber auch Joseph Yobo, den sie nun fest verpflichtet haben: Das sind Spieler, die nicht nur eine hohe Qualität, sondern auch über internationale Erfahrung verfügen. Fenerbahce hat das Potenzial und die Qualität in der Europa League für Furore zu sorgen.

Dass es momentan noch nicht so rund läuft, liegt wohl auch daran, dass da sehr viele verschiedene Charaktere auf hohem Niveau zusammentreffen und sich das in der Gemeinschaft noch finden muss. Das ist keine einfache Aufgabe für den Trainer Aykut Kocaman.

Thema Nummer eins in der Türkei war in den letzten Tagen natürlich Alex. Am gleichen Tag wurde er zunächst suspendiert und im Anschluss bat er um die Vertragsauflösung. Ich habe zuletzt im Fernsehen gesehen, wie eine Alex-Statue eingeweiht wurde. Das sagt schon alles über seinen Status aus. Es gab zuletzt sehr viele Diskussionen um seine Person, die mich aus der Distanz etwas verwundert haben. Für Fenerbahce ist er sicherlich ein Verlust.

Roberto Hilbert bei Facebook

Das Rezept für Gladbach ist relativ klar. Man darf nicht den Fehler machen, nur auf einzelne Spieler zu schauen, sondern muss sich auf das gesamte Konzept Fenerbahces konzentrieren. Gladbach muss Respekt vor dem Gegner haben, darf aber auf keinen Fall Angst zeigen. Vielen Gegnern Fenerbahces wurde dies in der Vergangenheit zum Verhängnis. Denn dann spielen sie groß auf. Wenn Gladbach die Balance findet, haben sie sehr gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.

Für mich wird das Spiel auch eine Art Gegner-Scouting, da wir mit Besiktas im Anschluss gegen Fenerbahce spielen. Sowohl Gladbach, als auch wir, werden es wohl mit diesen Spielern zu tun haben.

Volkan Demirel: Er ist die türkische Nummer eins. Volkan hat sich sehr positiv entwickelt, spielt deutlich konstanter als früher. Fehler sind bei ihm kaum noch auszumachen und was besonders wichtig ist: Er steht seinen Mann auch in schwierigen Zeiten. Eine absolute Galionsfigur und der große Rückhalt.

Gökhan Gönül: Er war vor gar nicht allzu langer Zeit, drauf und dran zu einem europäischen Spitzenklub zu wechseln. Es gab in der Türkei Gerüchte, dass der FC Barcelona ihn beobachtet hat. Er ist sowohl bei Fener, als auch in der Nationalmannschaft unumstritten auf der Rechtsverteidiger-Position. Gökhan hat einen großen Offensivdrang, aber man muss auch sagen, dass er schon besser in Form war als jetzt.

Joseph Yobo: Er ist ein internationaler Top-Mann, der unglaublich viel Ruhe ausstrahlt. Er ist im Zweikampf unglaublich stark. Was mir an ihm gefällt: Er ist keiner, der viel redet, sondern einfach seine Arbeit macht. Eine große Respektperson.

Egemen Korkmaz: Ich bin ein ganz großer Fan von ihm. Ich habe mit ihm bei Besiktas ein Jahr zusammengespielt. Ich habe da nicht nur seine fußballerische, sondern auch die persönliche Seite kennengelernt. Einer der besten Verteidiger der Liga und dazu noch ein super Typ. Schade, dass er nicht mehr für uns verteidigt. Er ist zweikampfstark, aber gegen schnelle Spieler könnte er Probleme bekommen.

Hasan Ali Kaldirim: Er ist der "Deutsche" im Team, hat in Jugendjahren in Mainz und Kaiserslautern gespielt. Er ist mir schon in Kayseri aufgefallen. Er spielt auch in der Nationalmannschaft auf der linken Verteidigerposition eine gute Rolle, nachdem Abdullah Avci übernommen hat. Hasan ist einer der wenigen bei Fenerbahce, die schon zur Form gefunden haben. Defensiv schätze ich ihn stärker ein als offensiv.

Raul Meireles: Ich habe gegen Raul schon in der U 21 gespielt. Er war überall unumstritten, wo er gespielt hat: ob für Portugal, für Porto, für Liverpool oder Chelsea. Und jetzt auch bei Fenerbahce. Er ist sehr kontrolliert, sehr talentiert. Ein guter Transfer für Fener und ist auch auf Anhieb gesetzt.

Mehmet Topal: Auch er ist neu bei Fenerbahce, nachdem er zuletzt in Valencia gespielt hat. Da habe ich ihn auch schon spielen sehen. Viele Fans vergleichen ihn in der Türkei mit Patrick Vieira. Er ist sehr intelligent, strahlt Ruhe aus und spielt gute Pässe. Zuletzt hat er sogar mal ein Tor gemacht. Auf ihn aufpassen bei Standards!

Mehmet Topuz: Die Lunge des Fenerbahce-Spiels. Er läuft und läuft und läuft. Er ist ein großer Kämpfer, der sich aber manchmal um seinen Lohn bringt. Er läuft, kämpft und arbeitet - der letzte Schritt ist dann aber manchmal unglücklich.

Milos Krasic: Er war zuletzt lange verletzt und feierte erst gegen Kasimpasa sein Comeback. Ein guter Mann auf der Außenbahn, den Fenerbahce im Sommer von Juventus geholt hat. Ich habe ihn sowohl links auch als auch schon rechts spielen sehen. Er rochiert ganz gerne, so dass die Gladbacher ein Auge auf ihn haben müssen.

Dirk Kuyt: Ich bin beeindruckt, wie schnell er sich akklimatisiert und eingefunden hat. Kuyt hat große Erfahrung mitgebracht, die er sich bei Feyenoord, Liverpool und für Holland aneignete. Er ist überall Publikumsliebling gewesen - und das ist er kürzester Zeit auch bei Fener geworden. Kuyt war zuletzt verletzt, tastet sich wieder heran. Wenn man ihm etwas vorwerfen kann, dann, dass er in seiner Karriere zu wenig Tore gemacht hat.

Moussa Sow: Es ist schwierig, ihn einzuschätzen. Er ist ein sehr robuster Spieler, der Tore machen kann und eine hohe Qualität hat. Aber er war gerade in der entscheidenden Phase der vergangenen Saison lange verletzt und hat auch in dieser Saison zunächst nicht auf Anhieb gespielt. Klar ist aber, dass Fener mit ihm deutlich mehr Durchschlagskraft hat.

Die Europa-League-Gruppe C

Roberto Hilbert, geboren am 16. Oktober 1984 in Forchheim, spielte acht Mal für die deutsche Nationalmannschaft. Nach seiner erfolgreichen Zeit beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth wechselte Hilbert 2006 zum VfB Stuttgart und wurde in seiner ersten Saison auf Anhieb Stammspieler und deutscher Meister. Seit Beginn der Saison 2010/2011 spielt Hilbert für den türkischen Spitzenklub Besiktas. Weitere Informationen zu Roberto Hilbert gibt es auf seiner Facebook-Seite.

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