Gestorben und nicht auferstanden

Freitag, 02.09.2016 | 18:00 Uhr
Mario Balotelli wechselte ablösefrei zu Nizza - trotz Restvertrag
Advertisement
PDC World Championship
Fr15.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Jeden Abend auf DAZN
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
FC Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Real Madrid -
Gremio
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai

Am Freitag hat der OGC Nizza den prominentesten Neuzugang seiner Geschichte vorgestellt: Mario Balotelli. An der Cote d'Azur genießt man das Rampenlicht, das der Italiener mitbringt. Argumente für das Ende des freien Falls Balotellis sucht man aber vergeblich.

Der FC Sion, US Palermo, Chievo Verona und gar noch die Wolverhampton Wanderers. Schweizer Super League, zweimal Mittelfeldtristesse der Serie A und englische Championship. Zweite Liga also.

Den Namen Mario Balotelli ernsthaft mit einem dieser Klubs in Verbindung zu bringen, das hätte vor einem Jahr noch niemand gewagt. Nicht einmal den wildesten Revolverblättern wäre das eingefallen. Balotelli, das enfant terrible, der Superstar, der Hochbegabte. Der, dessen bisherige Stationen sich so lesen: Inter Mailand, AC Milan, Manchester City, FC Liverpool.

Erlebe die Ligue 1 Live und auf Abruf auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Doch in diesem Sommer 2016, in dem sich die Spitzenklubs die Spieler für irrsinnigere Summen als je zuvor gegenseitig zuschoben, in dem ein Paul Pogba mal eben für 105 Millionen die Seiten wechselte - da brachte man Balotelli mit Sion, Palermo, Chievo und den Wanderers in Verbindung. Und es waren nicht die Revolverblätter.

Am Ende wechselte der 26-Jährige nach Nizza in die Ligue 1. Auch ein Angebot aus der Bundesliga habe es gegeben, verriet sein Berater Mino Raiola.

Die nächste Bruchlandung. Der nächste Neustart. Die nächste Chance. Doch stellt sich die Frage: Was ist diese Chance noch wert?

Hauptsache weg

Fast 30 Millionen Euro zahlte Manchester City einst, als Balotelli bei Inter auf sich aufmerksam machte. Milan sicherte sich seine Dienste für 20 Millionen, für ebenso viel eiste Liverpool den Angreifer von den Rossoneri los.

Und jetzt? Verschenkt haben sie ihn. Trotz eines Ein-Jahres-Restvertrags bei Liverpool. Ablösefrei nach Nizza, Hauptsache weg. Vom protzenden Balotelli aus dem EM-Halbfinale 2012 ist nichts mehr übrig. Genauso wenig wie vom Glauben daran, dass der Angreifer seine Beine auf den Boden und die Karriere in ruhiges Fahrwasser bekommt.

Nun gut, in Nizza wird man darauf hoffen. Dort durfte Balotelli an seinem ersten Tag noch einmal die Hauptattraktion sein. Einen Zusammenschnitt seiner schönsten Tore, ein Video seiner ersten Schritte auf dem Trainingsplatz, seines ersten Tors in einem Trainingsspiel und eine Bilderstrecke über seinen ersten Tag beim OGC - all das teilte der Klub eifrig in den sozialen Medien. Und da war es gerade einmal Mittag.

Das dürfte ein wenig Balsam auf die Seele des Egomanen gewesen sein, der sich selbst eher mit einem Preisschild im dreistelligen Millionenbereich um den Hals sieht als in Nizza. Der erst vor einer Woche sich selbst auf dem Cover der Sports Illustrated auf Instagram veröffentlichte. "Der interessanteste Mann der Welt" stand da. Ein Artikel aus dem Jahr 2014.

Merci, merci, merci, merci

Es gibt unter einigen Fans noch diese leise Hoffnung, dass das alles doch noch klappt. Dass er es seinen Kritikern zeigt. Irgendwie. Und es gibt diesen gewissen Status unter den Fans, der Balotelli noch hat. Sonst würden sich nicht fast 300.000 Leute sein neuestes Video ansehen, auf dem er sich vor der Kulisse eines Feuerwerks in Nizza viermal mit überschaubarem Erfolg an der Aussprache des Wortes "merci" versucht.

Aber wer will Balotelli wirklich noch ernstnehmen? Es wird alt, es wird langweilig. Die ewig neuen Anläufe, die nur in Anekdoten und neuen größenwahnsinnigen Ansagen enden. "Hast du Balotellis Nummer? Ruf ihn an und sag ihm, wir brauchen einen Stürmer in Nizza", soll Jean-Pierre Rivere, Nizzas Präsident, nach dem vergangenen Spieltag gesagt haben. Und er hat ihn bekommen.

"Jetzt geht es um Alles oder Nichts. Mario ist 24 Jahre alt. Wenn es schief geht, hat er nicht mehr das Alibi seiner Jugend", waren die Worte von Mino Raiola, Balotellis Berater, zu dessen Dienstantritt bei den Reds. "Ich habe ihm gesagt: 'Du hast hier vier Jahre Vertrag und ich werde dich nicht wegschicken. Wenn du Liverpool verlässt, dann mit einem Marktwert von 60 oder 70 Millionen Euro. Oder du stirbst hier.'"

28 Spiele, vier Tore, eine erfolglose Leihe und eine Abschiebung später ist klar, welche der beiden Optionen eingetreten ist.

"Wenn er sich nicht reinhauen will..."

Natürlich wird es Nizza, dem Vorjahres-Vierten nicht gerecht, als Balotellis Tiefpunkt abgestempelt zu werden. Aber für dessen eigene Ansprüche dürfte sein neuer Arbeitgeber blanker Hohn sein.

Umkrempeln soll das enfant terrible jetzt ausgerechnet Lucien Favre. Ein Coach, der mit Querulanten so gar nichts anfangen kann und den Teamgedanken über alles stellt. Wie damals, als Luuk de Jong mit vielen Vorschusslorbeeren nach Gladbach kam - und der vermeintliche Stareinkauf ein Bankdasein fristete.

Es gibt keine Stars und jeder muss sich fügen. Das ist Favres Credo. Hört sich das nach einem geeigneten Umfeld an?

Sich in einem Team, dessen größte Namen Alassane Plea, Younes Belhanda, Vincent Koziello und Ricardo Pereira heißen, nicht für etwas Besseres zu halten? "Ich kenne ihn nicht persönlich. Aber wenn er läuft und den jungen Spielern helfen will, warum nicht?", hat Favre gesagt. Und: "Wenn er sich nicht reinhauen will, dann gibt es keine Chance."

Natürlich kann es sein, dass es jetzt klappt. Abseits des großen Rampenlichts, in Ruhe. Aber möglich ist vieles. Geht man nach den bisherigen Erfahrungswerten, könnte es auch sein, dass Nizza nur eine weitere Zwischenstation auf dem Weg nach unten ist.

Mario Balotelli im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung