Freitag, 29.04.2016

Ligue 1, 36. Spieltag

Rennen um CL bleibt spannend

Während Paris Saint-Germain die Saison ausklingen lässt, sieht Supertalent Ousmane Dembele kein Land. Im Kampf um die Königsklasse konnte der AS Monaco drei wichtige Puntke einfahren. Olympique Lyon zog jedoch am späten Abend mit einem knappen Sieg gegen Ajaccio nach.

Paris Saint-Germain - Stade Rennes 4:0 (0:0)

Tore: 1:0 Maxwell (50.), 2:0 Ibrahimovic (54.), 3:0 Ibrahimovic (78.), 4:0 Cavani (90.)

Die wenigsten Augen auf der Tribüne im Parc des Princes dürften sich auf das Spiel von PSG gerichtet haben. Seit Wochen sind die Hauptstädter Meister der Ligue 1, nach dem Ausscheiden in der Champions League ist der Rest der Saison nur noch Pflichtprogramm. Ein Großteil der Anwesenden im Stadion dürfte also auf die andere Seite gesehen haben. Auf Stade Rennes, spielt dort mit Ousmane Dembele doch einer der meist umkämpften Spieler auf dem Transfermarkt.

Der 18-jährige Stürmer schaffte es allerdings nicht, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Zwar hielt Rennes in der ersten Halbzeit ordentlich mit, musste sich dann aber doch irgendwann der Klasse der Gastgeber geschlagen geben. Ein Traumtor von Maxwell beendete die Torflaute nach 50 Minuten, der Brasilianer schloss eine tolle Kombination über Angel di Maria, Edinson Cavani und Zlatan Ibrahimovic trocken unter die Latte ab.

Nur vier Minuten später war es am Schweden selbst, der eine Flanke von di Maria mitsamt Blickfinte über die Linie drückte. Kurz vor Schluss vollendete er einen Assist von Javier Pastore zum nächsten Doppelpack, ehe auch noch der fleißig arbeitende Cavani randurfte. Mit 150 Toren arbeitet Ibrahimovic damit weiter am Vorsprung in der ewigen Torschützen-Tabelle seines Klubs. Erster "Verfolger" ist der heute 43-jährige Pauleta, der auf 89 Tore im Trikot des PSG kommt.

AS Monaco - EA Guingamp 3:2 (2:0)

Tore: 1:0 Traore (17.), 2:0 Dirar (40.), 2:1 Erdinc (75.), 3:1 Bernardo Silva (76.), 3:2 Angoua (81.)

Die Monegassen machten von Anfang an klar, wer in der heimischen Arena der Chef im Ring ist. Etwas mehr als eine Viertelstunde war vergangen, da klingelte es im Kasten der Gäste aus Guingamp: Nach einem Eckball scheiterte Abwehrmann Andrea Raggi zunächst am Querbalken. Der baumlange Lacina Traore stand jedoch goldrichtig und knallte die Kugel nach schöner Ballannahme in die Maschen (17.).

Nur einmal hatte das Team von Trainer Leonardo Jardim Glück, als der Ex-Hannoveraner Jimmy Briand wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Stattdessen folgte das 2:0, als Nabil Dirar nach tollem Zuspiel von Helder Costa durch einen abgefälschten Schuss traf (40.).

Nach der Pause, in der Torschütze Traore in der Kabine blieb, verflachte die Partie zusehends. Erst in der Schlussphase wurde es spannend, als der zweite Ex-96er, Mevlüt Erdinc, für Guingamp zunächst verkürzte (75.), ehe Bernardo Silva per Kracher mit links postwendend den alten Abstand wiederherstellte (76.). Der erneute Anschlusstreffer durch Benjamin Angoua brachte den Gästen nichts mehr (81.).

Durch den Sieg ist die direkte Champions-League-Qualifikation und Platz zwei für den AS Monaco weiterhin möglich. EA Guingamp sicherte sich trotz der Pleite den vorzeitigen Klassenerhalt.

Olympique Lyon - GFC Ajaccio 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 Ghezzal (10.), 2:0 Cornet (40.), 2:1 Pujol (49.)

Von Beginn an machte Lyon gegen die defensiv eingestellten Gäste Druck und kam früh zum wichtigen Führungstor. Dabei bekam Olympique allerdings viel Unterstützung von Gazelec-Torwart Clement Maury, der eine Ecke von Rachid Ghezzal am kurzen Pfosten ins Tor hüpfen ließ (10.).

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Danach verflachte die Begegnung, weil Lyon mit 73 Prozent Ballbesitz nichts anzufangen wusste. Kurz vor der Pause ließ aber erneut der Ajaccio-Keeper Gefahr aufkommen: Er segelte an einer Hereingabe von Rafael von der rechten Seite vorbei, sodass Maxwell Cornet nur noch ins leere Tor einschieben musste (40.). Zur Pause ging die 2:0-Führung für die Hausherren völlig in Ordnung.

Im zweiten Durchgang machte Ajaccio schnell klar, dass sich der Abstiegskandidat noch nicht geschlagen gegeben hatte. Der eingewechselte Gregory Pujol zog in der 49. Minute in den Strafraum und markierte mit einem wundervollen Lupfer den 1:2-Anschlusstreffer.Lyon übernahm danach allerdings wieder die Kontrolle und verpasste es, bei Chancen für Rachid Ghezzal (69.) und Alexandre Lacazette (79.) für die Entscheidung zu sorgen. Und das hätte sich beinahe gerächt: In der 89. Minute scheiterte Gazelecs Kevin Mayi mit seinem Schuss am glänzend reagierenden Anthony Lopes, der seinem Team den Sieg festhielt.

Der 36. Spieltag der Ligue 1 im Überblick

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