Katar auf dem internationalen Vormarsch

Paris ist Katars Brückenkopf in Europa

SID
Mittwoch, 04.02.2015 | 11:55 Uhr
Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy leistet Katar einige Schützenhilfe
© getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

In der Fußball-Meisterschaft hinkt Frankreichs Tabellendritter Paris St. Germain den Erwartungen hinterher. Der Titelverteidiger, der auch vom Gewinn der Champions League träumt (Gegner im Achtelfinale: der FC Chelsea) hat trotz Millionen-Investitionen aus Katar in die Lichterstadt Paris und seine Mannschaft nicht den komfortablen Vorsprung herausgeholt wie die Bayern in Deutschland.

Trotzdem bleibt Frankreich der strategische Brückenkopf Katars für die Eroberung Europas.

Das liegt zum einen an den enormen Steuerbefreiungen, die der frühere Staatspräsident Nicolas Sarkozy dem Wüstenstaat gewährt hat. Das liegt zum anderen daran, dass die arabischen Unterhändler das Geld mit vollen Händen ausgeben. Mehrere Prunkhotels in Paris gehören ihnen schon.

Wurde PSG noch 2006 für 26 Millionen Euro vom TV-Sender Canal plus an Colony Capital, Butler Capital Partners und Morgan Stanley verkauft, blätterten die Katarer fünf Jahre später 76 Millionen hin. Obwohl der Verein in fünf Jahren rund 100 Millionen operativen Verlust gemacht hatte.

131 Millionen für Kaderausgaben

Die notwendige Investitionssumme von 131 Millionen Euro zur Verstärkung des Kaders kommt auch hinzu. Kein Wunder, dass sich die Europäische Fußball-Union (UEFA) um das Financial Fair Play des französischen Glamour-Klubs kümmern muss.

Wer sich umhört, weshalb ausgerechnet Paris und beispielsweise nicht der Auch-Hauptstadtklub Hertha BSC mit Geld zugeschüttet wird, erfährt hinter vorgehaltener Hand, PSG habe eben die Tourismusattraktion Eiffelturm im Wappen. Da kann weder der Berliner Bär noch das Brandenburger Tor noch die Hertha-Flagge mithalten.

Wie durchdacht die Strategie der Araber ist, um in Europa Fuß zu fassen, zeigen zwei weitere Beispiele. Zum einen gründeten sie in Konkurrenz zu "Canal plus" den Pay-Sender "beIN Sports", der inzwischen zwei Kanäle betreibt.

Er erwarb die internationalen Rechte an der französischen Ligue 1, die Rechte an der Champions League, die französischen Rechte an der Bundesliga und für 90 Millionen Euro die Rechte 2012 - 2016 an zwei Live-Übertragungen aus der französischen Liga pro Spieltag.

Rechte-Verkauf an Sky

Selbstverständlich auch die Rechte an der Handball-WM in Katar, die in Deutschland an den Bezahlsender Sky weiterverkauft wurden und nicht an ARD und/oder ZDF. Bein Sports hat in Frankreich inzwischen rund 2,5 Millionen Abonnenten, bräuchte aber nach Expertenmeinung sechs Millionen, um eine schwarze Null zu schreiben.

Am 23. November 2010 hatten sich UEFA-Präsident Michel Platini, der damalige Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Scheich Tamid bin Hamad al-Thani und andere Würdenträger im Elysee-Palast zum Mittagessen getroffen.

Am 2. Dezember wurde Katar mit 14:8 Stimmen die Ausrichtung der WM 2022 zugesprochen. Platinis Sohn Laurent, Jurist, erhielt einen Job beim neuen Eigentümer von PSG, Quatar Sports Investements (QSI).

Katar bezahlt Renovierung des Prinzenparks

Für die Europameisterschaft 2016 trägt Katar die 75 Millionen Euro Renovierungskosten des Prinzenparks, nicht der Staat und nicht der Eigentümer, die Stadt Paris. Schon hat Katar, um VIP-Plätze zu schaffen, die Geschäftsstelle verlegt.

Fans befürchten, dass die Durchschnittspreise auf englisches Niveau angehoben werden sollen. Die Eigentümer machen keinen Hehl daraus, dass sie nach der EM und weiteren Investitionen in die Mannschaft das Fassungsvermögen von 45.000 auf 60.000 anheben möchten.

Pariser Bevölkerung empört

Dagegen laufen die Anwohner des in einem Wohnviertel gelegenen Stadions Sturm. Auch Experten aus der Bauwirtschaft äußern Bedenken, weil die Pariser Stadtautobahn unter dem Prinzenpark verläuft. Und wenn da der Druck von 15.000 Menschen mehr auf den Untergrund hinzukommt...

Doch Katar hat seinerseits ein wunderbares Druckmittel in der Hand. Bei Verweigerung eines Ausbaus könne man ja mit PSG ins meist leerstehende Stade de France ausweichen. Das gehört dem Staat und nicht der Stadt.

Und der könnte die Miete von einer Millionen Euro pro Spiel plus Umsatzbeteiligung ab einer bestimmten Zuschauerzahl bestimmt auch gut gebrauchen.

Zur Tabelle der Ligue 1

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung