Katar auf dem internationalen Vormarsch

Paris ist Katars Brückenkopf in Europa

SID
Mittwoch, 04.02.2015 | 11:55 Uhr
Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy leistet Katar einige Schützenhilfe
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Super Cup
Real Madrid -
Barcelona
Copa do Brasil
Botafogo -
Flamengo
Copa do Brasil
Gremio -
Cruzeiro
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

In der Fußball-Meisterschaft hinkt Frankreichs Tabellendritter Paris St. Germain den Erwartungen hinterher. Der Titelverteidiger, der auch vom Gewinn der Champions League träumt (Gegner im Achtelfinale: der FC Chelsea) hat trotz Millionen-Investitionen aus Katar in die Lichterstadt Paris und seine Mannschaft nicht den komfortablen Vorsprung herausgeholt wie die Bayern in Deutschland.

Trotzdem bleibt Frankreich der strategische Brückenkopf Katars für die Eroberung Europas.

Das liegt zum einen an den enormen Steuerbefreiungen, die der frühere Staatspräsident Nicolas Sarkozy dem Wüstenstaat gewährt hat. Das liegt zum anderen daran, dass die arabischen Unterhändler das Geld mit vollen Händen ausgeben. Mehrere Prunkhotels in Paris gehören ihnen schon.

Wurde PSG noch 2006 für 26 Millionen Euro vom TV-Sender Canal plus an Colony Capital, Butler Capital Partners und Morgan Stanley verkauft, blätterten die Katarer fünf Jahre später 76 Millionen hin. Obwohl der Verein in fünf Jahren rund 100 Millionen operativen Verlust gemacht hatte.

131 Millionen für Kaderausgaben

Die notwendige Investitionssumme von 131 Millionen Euro zur Verstärkung des Kaders kommt auch hinzu. Kein Wunder, dass sich die Europäische Fußball-Union (UEFA) um das Financial Fair Play des französischen Glamour-Klubs kümmern muss.

Wer sich umhört, weshalb ausgerechnet Paris und beispielsweise nicht der Auch-Hauptstadtklub Hertha BSC mit Geld zugeschüttet wird, erfährt hinter vorgehaltener Hand, PSG habe eben die Tourismusattraktion Eiffelturm im Wappen. Da kann weder der Berliner Bär noch das Brandenburger Tor noch die Hertha-Flagge mithalten.

Wie durchdacht die Strategie der Araber ist, um in Europa Fuß zu fassen, zeigen zwei weitere Beispiele. Zum einen gründeten sie in Konkurrenz zu "Canal plus" den Pay-Sender "beIN Sports", der inzwischen zwei Kanäle betreibt.

Er erwarb die internationalen Rechte an der französischen Ligue 1, die Rechte an der Champions League, die französischen Rechte an der Bundesliga und für 90 Millionen Euro die Rechte 2012 - 2016 an zwei Live-Übertragungen aus der französischen Liga pro Spieltag.

Rechte-Verkauf an Sky

Selbstverständlich auch die Rechte an der Handball-WM in Katar, die in Deutschland an den Bezahlsender Sky weiterverkauft wurden und nicht an ARD und/oder ZDF. Bein Sports hat in Frankreich inzwischen rund 2,5 Millionen Abonnenten, bräuchte aber nach Expertenmeinung sechs Millionen, um eine schwarze Null zu schreiben.

Am 23. November 2010 hatten sich UEFA-Präsident Michel Platini, der damalige Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Scheich Tamid bin Hamad al-Thani und andere Würdenträger im Elysee-Palast zum Mittagessen getroffen.

Am 2. Dezember wurde Katar mit 14:8 Stimmen die Ausrichtung der WM 2022 zugesprochen. Platinis Sohn Laurent, Jurist, erhielt einen Job beim neuen Eigentümer von PSG, Quatar Sports Investements (QSI).

Katar bezahlt Renovierung des Prinzenparks

Für die Europameisterschaft 2016 trägt Katar die 75 Millionen Euro Renovierungskosten des Prinzenparks, nicht der Staat und nicht der Eigentümer, die Stadt Paris. Schon hat Katar, um VIP-Plätze zu schaffen, die Geschäftsstelle verlegt.

Fans befürchten, dass die Durchschnittspreise auf englisches Niveau angehoben werden sollen. Die Eigentümer machen keinen Hehl daraus, dass sie nach der EM und weiteren Investitionen in die Mannschaft das Fassungsvermögen von 45.000 auf 60.000 anheben möchten.

Pariser Bevölkerung empört

Dagegen laufen die Anwohner des in einem Wohnviertel gelegenen Stadions Sturm. Auch Experten aus der Bauwirtschaft äußern Bedenken, weil die Pariser Stadtautobahn unter dem Prinzenpark verläuft. Und wenn da der Druck von 15.000 Menschen mehr auf den Untergrund hinzukommt...

Doch Katar hat seinerseits ein wunderbares Druckmittel in der Hand. Bei Verweigerung eines Ausbaus könne man ja mit PSG ins meist leerstehende Stade de France ausweichen. Das gehört dem Staat und nicht der Stadt.

Und der könnte die Miete von einer Millionen Euro pro Spiel plus Umsatzbeteiligung ab einer bestimmten Zuschauerzahl bestimmt auch gut gebrauchen.

Zur Tabelle der Ligue 1

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung