Sonntag, 08.07.2012

Früherer Welt- und Europameister soll Zweijahresvertrag erhalten

Deschamps wird Nationaltrainer Frankreichs

Frankreichs Welt- und Europameister Didier Deschamps soll den Neuaufbau der französischen Fußball-Nationalmannschaft vorantreiben und das Team zur WM 2014 in Brasilien führen. Wie der nationale Verband FFF am Sonntagabend bestätigte, tritt der 43-Jährige die Nachfolge von Laurent Blanc an.

Didier Deschamps wird nun doch französischer Nationaltrainer
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Didier Deschamps wird nun doch französischer Nationaltrainer

Weitere Details nannte der Verband zunächst nicht. Am Montag um 17.30 Uhr soll Deschamps in der FFF-Zentrale auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Französische Medien hatten allerdings bereits am Sonntagmorgen berichtet, der ehemalige Nationalspieler werde einen Zweijahresvertrag unterschreiben, der sich zudem bei einer erfolgreichen Qualifikation für die Welttitelkämpfe in Brasilien automatisch bis zur EM 2016 in Frankreich verlängern soll.

"Frankreich und sein Präsident brauchten jetzt solch ein Kaliber. Didier Deschamps ist noch jung, aber er hat eine große internationale Erfahrung als Spieler und als Trainer. Der Job ist ihm wie auf den Leib geschnitten", sagte der frühere französische Nationaltrainer Michel Hidalgo der Sporttageszeitung "L'Equipe". Bereits am Samstag hatte FFF-Präsident Noel Le Graet in einem intensiven Gespräch mit Deschamps die Weichen für ein Engagement als Nationalcoach gestellt.

EM 2012: Spanien - Frankreich
SPANIEN - FRANKREICH 2:0: Hinten dicht. Das war von Beginn an oberstes Credo bei den Franzosen. Hier jagt Yann M'Vila Jordi Alba die Kugel ab
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Und dennoch brachte Xabi Alonso den Titelverteidiger nach feiner Vorarbeit von Jordi Alba bereits früh in Führung...
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Ein besonderer Treffer, denn für Alonso war es das 100. Länderspiel für die Seleccion. Da gratuliert Teamkollege Fabregas doch gern
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Gewohnt souverän und unaufgeregt zog Xavi (r.) im spanischen Mittelfeld die Fäden
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Franck Ribery (l.) versuchte viel, blieb zunächst aber meist glücklos
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Auch Karim Benzema hing im Sturmzentrum meist in der Luft. Kaum einmal erreichte den Real-Angreifer ein brauchbares Zuspiel
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Ein schöner Rücken... Franck Riberys Trikot quittierte noch in der ersten Halbzeit den Dienst, Ersatz war jedoch schnell bei der Hand
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Kennt man aus der Bundesliga: Franck Ribery (M.) im Clinch mit zwei Kontrahenten
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Hugo Lloris' starke Parade gegen Fernando Torres war eigentlich gar nicht nötig, stand der Spanier zuvor doch im Abseits...
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So ganz zufrieden war der Keeper mit der Leistung seiner Vorderleute dann aber dennoch nicht. Adil Rami bekommt's zu spüren
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Eiskalt wie eh und je. Xabi Alonso sorgt vom Punkt endgültig für klare Verhältnisse
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Dabei hatten noch am vergangenen Montag französische Medien gemutmaßt, dass Deschamps nicht für das Amt bereitstehen würde. Da hatte Deschamps seinen Rücktritt bei Olympique Marseille bekannt gegeben und galt seitdem als erster Kandidat für die Nachfolge von Laurent Blanc als französischer Nationaltrainer.

Negativ-Image aufpolieren

Deschamps steht nun vor der schwierigen Aufgabe, einerseits die positive sportliche Entwicklung der Equipe Tricolore fortzuführen, andererseits aber auch das Negativ-Image, das mit Eskapaden während der EM in Polen und der Ukraine neue Nahrung erhalten hat, aufzupolieren.

An der vollständigen Bändigung des Teams war auch Blanc gescheitert, der mit dem Erreichen des Viertelfinals zwar die Verbands-Vorgaben erfüllt, sich aber an schwierigen Charakteren wie zum Beispiel Samir Nasri die Zähne ausgebissen hatte. Desillusioniert verzichtete Blanc nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien (0:2) auf eine Vertragsverlängerung, auch, weil er seinen Betreuerstab drastisch reduzieren sollte.

Jetzt übernimmt Deschamps das Ruder, und wie sein Vorgänger kennt er die Sonnenseiten des Fußball bestens aus seiner aktiven Zeit. Während seiner Profi-Karriere hatte Deschamps Frankreich 1998 zum WM-Titel und zwei Jahre später zum Europameistertitel geführt. 1993 gewann der mit Olympique Marseille und 1996 mit Juventus Turin die Champions League. Nun ruhen die Hoffnungen ganz Frankreichs auf den Schultern des früheren Nationalmannschafts-Kapitäns.

Didier Deschamps im Steckbrief


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