Paris Saint-Germain: Quelle misere?!

Von Jochen Tittmar
Mittwoch, 14.12.2011 | 14:03 Uhr
Haben sich nur wenig zu sagen: Leonardo (l.) und PSG-Trainer Antoine Kombouare
© Imago
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
DAZN World Freestyle Masters
Do22.02.
So spektakulär wird der Titel-Streit der Ball-Artisten
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Brondby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

Paris Saint-Germain gehört seit Saisonbeginn zu den reichsten Klubs der Welt und liegt sportlich im Soll. Den neuen Anteilseignern aus Katar geht die Entwicklung hin zu einem europäischen Vorzeigeklub aber offenbar nicht schnell genug. Auf der Suche nach prominenten Namen fängt sich Sportdirektor Leonardo jedoch eine Absage nach der anderen ein. Vielleicht macht ja David Beckham den Anfang.

Passiert ist immer noch nichts. Antoine Kombouare ist weiterhin Trainer von Paris Saint-Germain. Schaut man sich die nackten Zahlen an, ist dem Coach neukaledonischer Abstammung auch nur wenig vorzuwerfen. In der Liga rangiert der Hauptstadtklub punktgleich hinter Überraschungstabellenführer HSC Montpellier auf Platz zwei.

Freie Hand für Sportdirektor Leonardo

Das ist allerdings zu wenig für die Hauptstädter. Seit vergangenen Sommer geht es in der Stadt der Liebe vorrangig um Prestige und Renommee.

Die "Qatar Investment Authority" unter Vorsitz des neuen Klubchefs Nasser Al-Khelaifi, ehemaliger Tennisprofi, Besitzer des Sportsenders "Al Jazeera Sport" und Statthalter des katarischen Kronprinzen Tamim bin Hamad Al Thani, hat dank einer 70-prozentigen Aktienbeteiligung die Hoheit des Vereins übernommen. Paris Saint-Germain ist die französische Ausgabe von Manchester City. Geld spielt keine Rolle. In Europa vorzeitig die Koffer packen zu müssen, ist nun nicht mehr drin.

Video: Girondins Bordeaux - Paris St.-Germain, 13. Spieltag

Da Al-Khelaifi so fair ist, zuzugeben, vom sportlichen Tagesgeschäft nur wenig Ahnung zu haben, kam mit Leonardo ein gewiefter Sportdirektor mit Pariser Vergangenheit. Der Brasilianer personifiziert die sportliche Führung des Klubs.

Er genießt die volle Rückendeckung seiner schwerreichen Vorgesetzten, kann schalten und walten, wie es ihm beliebt.

Wirtschaftliche und sportliche Renaissance

83 Millionen Euro - Rekord in der Historie des französischen Fußballs - investierte Leonardo kurzerhand in Javier Pastore, Kevin Gameiro, Jeremy Menez, Mohamed Sissoko und ein paar andere. Fortan, so Al-Khelaifi bei seiner offiziellen Vorstellung, seien nationale Titelgewinne sowie Champions-League-Teilnahmen aufgrund der unerschöpflichen Mittel selbstredend unerlässlich.

Paris Saint-Germain: Der Kader im Überblick

Wagt man nun wieder den Blick aufs Tableau der Ligue 1, kommt man eigentlich nicht daran vorbei, dem neu formierten Kader eine gute Entwicklung zu attestieren. Zwischenzeitlich neun Siege aus zehn Spielen etablierten Paris an der Tabellenspitze. Pastore und Co. brillierten bisweilen.

Die Trikotverkäufe zogen um 180 Prozent an und mit 16.000 wurden beinahe viermal so viele Dauerkarten verkauft wie im Vorjahr. Das kritische Pariser Publikum war von der Renaissance des Klubs rundum begeistert. Es sind nämlich noch keine 20 Monate vergangen, da dümpelte der PSG mit grausamem Fußball auf Rang 13 der Liga vor sich hin.

Absagen von Ancelotti, Hiddink, Benitez und Lucescu

Dieser Aufschwung hat die Position von Coach Kombouare jedoch keinesfalls gestärkt - im Gegenteil. Seit einer gefühlten Ewigkeit tingelt Leonardo auf der Suche nach einer großen Lösung für die Trainerbank durch die Lande. Kombouare, ehemals PSG-Innenverteidiger und 2010 immerhin Pokalsieger, ist dem neuen Edelprodukt trotz ansprechender Arbeit längst zu profillos.

Video: Paris Saint-Germain - AS Nancy, 14. Spieltag

Bemerkenswerterweise ist das bloße Wedeln mit den Geldscheinen allerdings nicht immer der Weisheit letzter Schluss. Carlo Ancelotti, Guus Hiddink, Rafa Benitez und Mircea Lucescu erteilten Leonardo allesamt recht zügig eine Absage. Jede dieser Optionen gelang an die Öffentlichkeit und schwächte Kombouares Position Stück für Stück.

Einhergehend mit den ständigen Diskussionen und Gerüchten, die den Klub seit Saisonstart begleiten, stürzte die Mannschaft in eine Schwächephase. Drei Spiele in Folge ohne Sieg, darunter ein ernüchterndes 0:3 bei Erzrivale Olympique Marseille, bedeuteten den Verlust der Tabellenspitze. Nach dem jüngsten 0:2 in Salzburg ist das internationale Überwintern zudem äußerst fraglich.

Die Europa-League-Gruppe F im Überblick

Kombouare bleibt stoisch

Auch wenn sich das Team seitdem mit zwei Siegen aus zwei Partien wieder gefangen und somit gezeigt hat, dass Kombouare die Spieler noch erreicht, bleibt seine Entlassung nur noch eine Frage des geeigneten Zeitpunkts. Wann dieser kommt, darüber ist sich Leonardo offenbar selbst nicht im Klaren.

Es mutete zuletzt jedenfalls reichlich verzweifelt an, Claude Makelele, aktuell in beratender Funktion tätig und baldiger Besitzer der Trainerlizenz, den Posten als Interimscoach schmackhaft zu machen. Makelele sagte ab. Wer will seine Trainerkarriere schon als Königsmörder starten und möglicherweise bald einer prominenteren Lösung Platz machen?

Video: Paris St. Germain - Auxerre, 16. Spieltag

Erstaunlich derweil, wie stoisch Kombouare seit Wochen die zweifelhaften Arbeitsbedingungen hinnimmt. Hinsichtlich seiner Zukunft hört man kein Wort von ihm. Der Schlagabtausch mit Leonardo, zu dem ihn die französische Presse ungeduldig drängt, bleibt aus. Sein Vorteil: Während Leonardo seit seinem Wechsel 1997 als Spieler zum AC Milan beim Publikum den Ruf des Verräters inne hat, genießt Kombouare Unterstützung von Mannschaft und Zuschauern.

David Beckham als neues Prestigeobjekt

"Er hat bislang einen guten Job gemacht. Er sagt, wir sollen uns keine Gedanken über ihn machen und uns auf den Fußball konzentrieren. Für mich ist er genau der richtige Mann für diesen Job. Wir unterstützen ihn zu einhundert Prozent. Oft ist nicht nur der Trainer das Problem", sagte Menez letzte Woche. Stürmer Gameiro hat für die verworrene Lage nur Unverständnis übrig: "Wir sind Zweiter und nicht Letzter."

Doch auch die Bekenntnisse seiner Spieler werden Kombouare über kurz oder lang nicht retten. Der Hype um den PSG wird sich so schnell nicht legen. Al-Khelaifi kündigte für die Saison 2013/14 bereits Umbaumaßnahmen im altehrwürdigen Parc des Princes an.

Und Leonardo wird der Mannschaft neben einem glanzvollen Übungsleiter wohl auch bald das nächste Prestigeobjekt vorsetzen: Der Wechsel von David Beckham - 13 Millionen Euro Gehalt für 18 Monate Vertrag stehen im Raum - soll beschlossene Sache sein.

Verteidiger Sylvain Armand schüttelt den Kopf: "Ich habe keine besondere Lust darauf, dass er kommt. Er wird gut sein fürs Image, aber auf dem Platz...". Immerhin: Passiert ist noch nichts.

Paris Saint-Germain: News und Informationen

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung