Variables Liverpool schlägt Meister Leicester

Samstag, 10.09.2016 | 20:23 Uhr
Adam Lallana machte mit seinem Traumtor den Liverpool-Sieg perfekt
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Am 4. Spieltag der Premier League siegt der FC Liverpool mit 4:1 (2:1) gegen Leicester City. Jürgen Klopp kann damit den schlechten Saisonstart endgültig abhaken.

Vor erstmals 54.074 Zuschauern an der Anfield Road erzielte Roberto Firmino (13.) die Führung Liverpools gegen den amtierenden Meister. Sadio Mane (31.) legte in der ersten Halbzeit nach und unterstrich damit die dominante Vorstellung der Reds. Durch einen Patzer von Lucas Leiva konnte Jamie Vardy (38.) allerdings den Anschluss herstellen.

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Den zweiten Saisonsieg der Reds machte schließlich Adam Lallana mit einem Traumtor perfekt. Der amtierende Meister rannte zwar an, konnte aber nur selten für wirkliche Gefahr sorgen. Firmino (89.) machte mit seinem zweiten Treffer alles klar. Ron-Robert Zieler und Loris Karius kamen nicht zum Einsatz.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Jürgen Klopp verändert seine Elf nach dem 1:1-Remis bei den Tottenham Hotspur auf zwei Positionen. Leiva kommt für Lovren in die Innenverteidigung, Sturridge spielt für Coutinho.

Claudio Ranieri auf der anderen Seite sieht keinen Grund, seine Mannschaft zu verändern, gewann man schließlich am vergangenen Spieltag mit 2:1 gegen Swansea. Einzig Zieler ist wieder raus, für ihn spielt Schmeichel.

8.: Scharfe Flanke von Firmino, Sturridge lässt durch und startet selbst. Er erhält den Ball von Lallana, Morgan ist aber im letzten Moment dazwischen.

13., 1:0, Firmino: Liverpool spielt links Milner frei, der etwas nach vorne stößt und dann den einlaufenden Firmino sucht. Der Brasilianer startet genau richtig getimt und schließt ins kurze Eck ab.

26.: Leicester lässt sich sehr flach hinten reindrängen. Mane, Sturridge und Lallana kombinieren sich mit einem Doppelpass durch. Schmeichel muss am kurzen Pfosten gegen den Engländer retten.

31., 2:0, Mane: Die Leicester-Viererkette rückt weit auf und wird eiskalt erwischt. Toller Ball von Leiva ins Mittelfeld, Firmino lässt prallen, Henderson schickt Sturridge. Der legt quer für Mane - 2:0.

38., 2:1, Vardy: Lucas rückt im Spielaufbau links neben den Strafraum und wird von Okazaki unter Druck gesetzt. Er selbst spitzelt den Ball in die Mitte, Vardy nimmt dankend an und verwandelt zum Anschluss.

41.: Das wär's gewesen! Huth überspringt alle, Mignolet steht nach einem Einwurf nicht im Kasten. Matip läuft noch hin, der Ball landet aber auf der Latte.

56., 3:1, Lallana: Marke Traumtor. Liverpool spielt sich durch an den rechten Strafraumrand, Lallana nimmt ein Zuspiel von Wijnaldum direkt mit dem Vollspann in den linken Knick.

61.: Gerade eben küsste Mignolet bei einer Ecke noch Vardy unfreiwillig auf die Wange und wurde minutenlang behandelt, nun ist er im Eins gegen Eins Sieger. Ganz wichtige Parade, hat Liverpool doch wieder Oberwasser.

89., 4:1, Firmino: Konter Liverpool über links. Firmino macht's im Strafraum spannend, ob Schmeichel noch rechtzeitig ins Tor zurückkehrt, schließt dann aber doch zur Entscheidung ab.

Fazit: Gutes Spiel zwischen zwei Mannschaften mit sehr unterschiedlicher Spielanlage. Dass Liverpool letztlich als Sieger hervorgeht, muss zum einen auf die schnelle Führung zurückgeführt werden, die es Leicester schwierig machte, sicher aber auch darauf, dass nach dem Leiva-Patzer zeitig Halbzeit war.

Der Star des Spiels: Es fällt schwer, aus Lallana, Firmino, Sturridge und Mane jemanden herauszupicken. Alle bewegten sich klug, liefen gekonnt Räume frei und wirkten gut abgestimmt. Den meisten Einfluss auf das Ergebnis hatte aber wohl Firmino, der bei allen Treffern irgendwie seine Füße im Spiel hatte.

Der Flop des Spiels: Robert Huth war mit der schnellen Offensive Liverpools immer wieder überfordert. Der Verteidiger war keine Katastrophe, tat sich aber auch schwer, seine Seite zu stopfen. Unglückliche Leistung, was auch die Zentimeter zwischen Tor und Latte in der 41. Minute bestätigen.

Der Schiedsrichter: Craig Pawson erlaubte sich die lange Leine und lag damit genau richtig. Knifflige Entscheidungen ließ er grundsätzlich weiterlaufen, die Verwarnungen waren richtig ausgesprochen. Dazu auch bei Strafraumszenen wie Firmino oder Schmeichel mit dem richtigen Riecher.

Das fiel auf:

  • Leicester wusste sichtlich um die Mängel Liverpools im Spielaufbau und baute seinen 4-4-2-Block etwas höher auf als sonst. Durch leichte Staffelung im Mittelfeld wurden Lücken geschlossen und so viele Passwege geschlossen. Vardy und Okazaki lauerten, liefen aber nicht aus der Formation heraus.
  • Liverpool dagegen baute kurz auf und ließ den Ball immer wieder durch die Viererkette plus Sechser laufen. Das war das große Problem, ging den Reds doch das tatsächliche Vertikalspiel ab. Das erfolgte wenn dann schnell über die Außen, die Leicester nach schnellen Spielverlagerungen nicht gut unter Kontrolle hatte.
  • Die Führung zeigte einen entsprechenden Spielzug. Durch das Fallen von Henderson konnte Milner im Spielaufbau sehr weit aufrücken und somit die enge Leicester-Formation umgehen. Er erhielt den Ball vom Innenverteidiger durch eine freie Gasse fast an der Mittellinie.
  • Die Geschwindigkeitsnachteile der eigenen Abwehr versuchten die Foxes durch eine enorm enge Viererkette zu kaschieren. Diese wurde in der Breite durch zurückfallende Spieler aufgefüllt, was phasenweise in Fünfer- oder Sechserketten resultierte. Liverpool spielte dann vor allem über rechts brandgefährliche Doppelpässe hindurch.
  • Leicester hatte im Offensivspiel offenbar zwei Pläne entwickelt. Entweder der altbekannte Konter über den linken Halbraum mit entgegenkommendem Okazaki und steil marschierendem Vardy oder Mahrez auf der rechten Seite ins Eins gegen Eins gegen Milner zu schicken. Beides funktionierte nur selten.
  • Mit der Einwechslung von Ulloa setzte Ranieri ein klares Zeichen zum Sturmlauf. Der Stürmer brachte eine neue Kategorie der Physis hinein und war das oberste Ziel für lange Bälle. Mit Musa und Vardy wurden ihm zwei sprintstarke Spieler zur Seite gestellt. Die LFC-Defensive überzeugte aber mit guter Absicherung und Absprache, um sich zu erwehren.

Liverpool - Leicester: Daten zum Spiel

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