Fussball

Ex-Arsenal-Torwart Vito Mannone exklusiv: Lehmann und Almunia "wollten sich gegenseitig umbringen"

Von Charles Watts
Jens Lehmann und Manuel Almunia kämpften beim FC Arsenal um die Nummer eins.

Der frühere Arsenal-Torhüter Vito Mannone hat im Interview mit Goal und SPOX über den erbitterten Kampf zwischen Jens Lehmann und Manuel Almunia um die Nummer eins im Tor der Gunners vor über zehn Jahren gesprochen.

Auf dem Trainingsplatz ging es demnach alles andere als kollegial zu - im Gegenteil.

"Es war schwierig, weil Lehmann ein sehr aggressiver Torhüter war, insbesondere mit Almunia", so der 31-Jährige, der betonte: "Sie können sich vorstellen, wie das für mich war und welche Spannung auf dem Trainingsplatz geherrscht hat."

Der Kleinkrieg zwischen den beiden Schlussmännern eskalierte schließlich, als sich Trainer Arsene Wenger in der Saison 2007/08 entschied, den zuvor fehleranfälligen Lehmann aus dem Tor zu nehmen.

Lehmann und Almunia "wollten sich gegenseitig umbringen"

In der Folge soll es im Training immer wieder zu verbalen und auch körperlichen Auseinandersetzungen zwischen ihm und Almunia gekommen sein. Im Frühjahr kurz vor dem wichtigen Spiel bei Manchester United erklärte der Spanier damals, aufgrund des Verhaltens von Lehmann kein Wort mehr mit dem Deutschen zu sprechen. "Die Wahrheit ist, dass ich nicht mehr mit ihm sprechen will. Wenn er jemand wichtiges wäre, würde ich es versuchen. Aber das ist er nicht", sagte Almunia damals.

Eine Situation, die das gesamte Team und auch den dritten Torhüter Mannone belastete.

"Es war sehr schwierig, weil man versucht hat, zu lernen und sein eigenes Ding durchzuziehen. Gleichzeitig wollten sie sich aber gegenseitig umbringen", fügte der Schlussmann an, der aktuell vom englischen Zweitligisten FC Reading an MLS-Klub Minnesota United in die USA verliehen ist.

Vito Mannone: "Es gab keine wirkliche Hilfe"

"Wenn man bestimmte Übungen macht, muss man sich gegenseitig helfen. Aber es gab da keine wirkliche Hilfe", so Mannone weiter. Der Italiener absolvierte für Arsenal insgesamt lediglich 23 Pflichtspiele, verließ die Londoner nach mehreren Leihen 2013 schließlich endgültig und heuerte bei Sunderland an.

Lehmann und Almunia haben ihre aktive Karriere inzwischen bekanntermaßen beendet. Der Spanier stand insgesamt acht Jahre bei Arsenal unter Vertrag, ehe er 2012 zu Watford wechselte, der frühere deutsche Nationalkeeper Lehmann verließ die Gunners 2008 nach fünf Jahren im Klub. Im Frühjahr 2011 wurde er für einige Monate noch einmal reaktiviert.

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