Situationen der Trainer der PL-Top-6-Klubs, Teil 2: Schwankungen von einem anderen Stern

Donnerstag, 25.01.2018 | 09:59 Uhr
Jürgen Klopp kämpft mit dem FC Liverpool um das Erreichen der Champions-League-Plätze.
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Die sportliche Lage? Die aktuellen Themen? Die Zukunftspläne? Anlässlich der Spielpause in der Premier League beleuchtet SPOX die Situationen der Trainer der Top-6-Klubs. Teil 2 mit Pep Guardiola, Mauricio Pochettino und Jürgen Klopp. (Teil 1 mit Jose Mourinho, Antonio Conte und Arsene Wenger)

Pep Guardiola von Manchester City

Und jetzt sollen also auch noch Mittelfeldspieler Fred aus Donezk und Verteidiger Aymeric Laporte aus Bilbao kommen. Für zusammen rund 125 Millionen Euro, wodurch sich Manchester Citys Transferausgaben in dieser Saison auf 370 Millionen Euro summieren würden. Schon seit Jahren gibt der Klub mehr Geld aus als alle Premier-League-Konkurrenten. Seit Guardiola aber im Amt ist, tut er das auch mit einem klaren Konzept.

Nach einem Jahr des Kader-Kennenlernens sowie der taktischen und menschlichen Anpassungen holte Guardiola im Sommer für 138,5 Millionen Euro drei neue Außenverteidiger und mit Ederson einen mitspielenden Tormann. Er behob die großen Kaderschwachstellen und City begann zu siegen. Und machte mit dem Siegen einfach immer weiter und weiter. Der Vorsprung in der Premier League beträgt mittlerweile zwölf Punkte und in allen Pokalen ist City auch noch vertreten. 32 Siege in wettbewerbsübergreifend 36 Spielen.

Waren es am Anfang der Saison aber noch vornehmlich Schützenfeste, wurden es zuletzt zunehmend enger. Dabei offenbarte sich jedoch einerseits die beeindruckende Mentalität der Mannschaft, die etliche Spiele spät drehte. Und andererseits auch die exquisite Tiefe des Kaders, kein Premier-League-Verein ist qualitativ so breit aufgestellt wie City.

Verletzungen fängt City dadurch leicht auf. Mit Benjamin Mendy und Gabriel Jesus fehlen aktuell zwei potenzielle Stammspieler langfristig, die Leistungsstärke der Mannschaft beeinflusst das nicht spürbar. Guardiola schafft es so gut wie immer, aus dem vorhandenen Spielermaterial die richtige Aufstellung zu komponieren. Zumeist in einer Mischung aus 4-3-3 und 4-1-4-1.

"Er findet immer Lösungen, für jeden Gegner und jede einzelne Situation, und achtet sehr auf die Details", lobte Ilkay Gündogan im November im SPOX-Interview. Die Spieler sind begeistert von ihrem Trainer, sie genießen die Arbeit mit ihm. Im Laufe dieser Saison verlängerten mit Kevin De Bruyne, David Silva und Fernandinho die drei wichtigsten Mittelfeldspieler ihre Verträge. Sie alle begründeten ihre Entscheidungen auch mit der Arbeit und dem Fußball Guardiolas.

Bis 2019 steht er bei City noch unter Vertrag, der Klub bemüht sich offenbar bereits um eine vorzeitige Verlängerung für vier weitere Jahre. Trotz der Niederlage gegen Liverpool scheint City kaum aufhaltbar - weder jetzt, noch in näherer Zukunft. Zu stabil spielt die Mannschaft, zu groß sind die finanziellen Ressourcen des Klubs und zu groß ist vor allem Guardiolas Gabe, diese auch gewinnbringend einzusetzen.

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