FC Arsenal: Mesut Özil möchte Anerkennung für seine Leistungen

Özil: "Habe immer Leistung gebracht"

Von Ben Barthmann
Montag, 09.01.2017 | 08:35 Uhr
Mesut Özil antwortet den Kritikern
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Mit dem FC Arsenal laufen die Verhandlungen über einen neuen Vertrag, Mesut Özil geht es vor allem um Anerkennung. Er antwortet den Kritikern und ist froh über jede Pause, die er kriegen kann.

Mehr Gehalt will Mesut Özil vom FC Arsenal haben, sagen die Medien. Der deutsche Nationalspieler dagegen stellt im Interview mit dem kicker klar: "In meiner Karriere ging es nie um Geld. Es ging um Spaß, um Vertrauen. Der Klub weiß, dass ich vor allem wegen Arsene Wenger hier bin, der mich geholt hat, dessen Vertrauen ich genieße."

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Der Vertrag Wengers läuft im Sommer aus, Özil will die weitere Entwicklung im Falle des Trainers abwarten. Unter dem Franzosen hat er neue Qualitäten entdeckt. "Egoistischer würde ich nicht sagen, aber meine Laufwege sind ein bisschen anders. Ich hole mir die Bälle nicht mehr so tief ab, sondern warte weiter vorne", ordnet er ein.

Der Trainer gebe im Freiheiten, deshalb "läuft es so gut": "Wenn man auf all die Jahre zurückblickt, habe ich immer meine Leistung gebracht, auch schon bei Werder Bremen und Real Madrid. Das belegen auch alle Statistiken, die waren immer sehr positiv."

Özil rügt Kritiker

Letztlich hätte die Erwartungshaltung schlicht nicht gepasst. "Die Leute erwarten immer gute Spiele von mir. Wenn ich nach zehn guten Spielen ein schlechtes mache, kommt sofort Kritik auf", rügt Özil seine Kritiker. Für ihn ist entscheidend, nicht zuzuhören: "Wenn ich alles glauben und annehmen würde, was über mich geschrieben wird, würde ich verrückt werden."

In der laufenden Premier-League-Saison bleibt dem 28-Jährigen kaum Zeit, durchzuschnaufen. "Kein Fußballer in der Premier League würde wohl gerade behaupten, er habe noch die Spritzigkeit wie zu Saisonbeginn", spricht er die hohe Belastung an.

Mit Lächeln erzählt Özil von der Zeit zwischen den Jahren: "Es tat jetzt zwischen Weihnachten und Neujahr schon ein bisschen weh, als die Kollegen und Freunde aus der Bundesliga und anderen Ligen Bilder aus dem Urlaub posteten. Julian Draxler hat mir jeden Tag ein Video aus einem anderen Ort geschickt, um mich zu ärgern."

Pause kommt gelegen

Auch deshalb wird Joachim Löw Özil wohl nicht zum Confed Cup berufen. Das kommt durchaus gelegen: "Irgendwann macht der Körper auch nicht mehr mit, und es fehlen ein paar Prozent." In der Nationalmannschaft ist er dennoch rundum glücklich.

Die Niederlage in Frankreich hat jedoch Spuren hinterlassen. "Wir wollten der Welt zeigen, dass wir ebenso wie zuvor Spanien eine Ära begründen können. Wir haben die Franzosen in der ersten Halbzeit auseinandergenommen, das Finale war drin. Als dann in Marseille alles aus war, kamen viele Emotionen in mir hoch und auch die Tränen."

Mesut Özil im Steckbrief

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