FA Cup, 3. Runde

Liverpool blamiert sich - Chelsea souverän

Von SPOX
Sonntag, 08.01.2017 | 16:32 Uhr
Liverpool kam gegen Plymouth nicht über ein torloses Remis hinaus
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In der 3. Runde des FA Cups feiert Tottenham Hotspur einen späten Sieg. Der FC Chelsea gibt sich gegen Petersborough keine Blöße, aber verliert Terry. Der FC Liverpool blamiert sich gegen den Viertligisten aus Plymouth. Manchester City hat im Premier-League-Duell mit West Ham United keine Probleme, Arsenal hingegen gewaltige. United gewinnt bei Jaap Stams Rückkehr ins Old Trafford.

West Ham United - Manchester City 0:5 (0:3)

Tore: 0:1 Toure (33./FE), 0:2 Nordtveit (41./ET), 0:3 Silva (43.), 0:3 Agüero (50.), 0:5 Stones (84.)

Hier geht's zur Analyse

  • City versuchte von Beginn an, Kontrolle über das Spiel zu übernehmen und früh zu pressen. In der Offensive blieben die Skyblues aber oft einfallslos. Es brauchte einen Geistesblitz von David Silva, der den Ball auf Zabaleta durchsteckte. Der Argentinier konnte von Ogbonna nur noch durch ein Foul gestoppt werden und Yaya Toure verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Der Ivorer traf jeden seiner 13 angetretenen Elfmeter im City-Dress.
  • Feghouli hatte im direkten Gegenzug den Ausgleich auf dem Fuß, vergab aber kläglich. Manchester City legte kurz vor der Pause nach und entschied das Spiel durch einen Doppelschlag in der 41. und 43. Minute bereits in der ersten Halbzeit. Es war das erste Mal, dass die Citizens unter Pep Guardiola drei Tore vor dem Seitenwechsel erzielten.
  • Nach dem 4:0 durch Agüero spielten die Gäste das Spiel locker zu Ende und konnten es sich erlauben, David Silva, Kevin de Bruyne und Yaya Toure auszuwechseln und für die anstehenden Premier Leauge Spiele zu schonen. West Ham machte zu keiner Zeit den Eindruck, noch an ein Wunder zu glauben. Stones legte nach einer Ecke noch das 5:0 nach.

Manchester United - FC Reading 4:0 (2:0)

Tore: 1:0 Rooney (7.), 2:0 Martial (15.), 3:0 Rashford (75.), 4:0 Rashford (79.)

  • Eigentlich sollte Jaap Stams Rückkehr in das Theater der Träume die Geschichte sein, die das Pokalspiel zwischen United und dem FC Reading begleitet. Allerdings dauerte es nur sieben Minuten, bis Wayne Rooney für eine neue Schlagzeile sorgte.
  • In seinem 543. Einsatz für die Red Devils erzielte Rooney mit dem Knie sein 249. Tor für die Hausherren. Damit glich er die Bestmarke des Hauses, aufgestellt von Sir Bobby Charlton, aus. Der auf der Tribüne anwesende Charlton brauchte über 200 Spiele mehr (758 Einsätze), um den bisherigen Rekord aufzustellen.
  • Stam, seit Juli 2016 Trainer der Royals, musste dann schon nach Martials Treffer in der 15. Minute feststellen, dass es mit dem ersten FA-Cup-Sieg Readings über ManUnited seit 1927 nichts wird. Im zweiten Durchgang erzielte Marcus Rashford seinen ersten Doppelpack seit dem 3:2-Erfolg über Arsenal im Februar 2016. Besonders sein zweiter Treffer war dabei kurios: Gäste-Keeper Ali Al Habsi trat in Slapstick-Manier über den Ball, sodass der Youngster nur noch einschieben musste. Ein Patzer, der wohl einige Jahresrückblicke schmücken wird.
  • In der 78. Minute wurde Bastian Schweinsteiger unter Standing Ovations der Zuschauer im Old Trafford für Mata eingewechselt.
  • United gewinnt vor dem EFL-Cup-Spiel gegen Hull auch sein achtes Pflichtspiel in Serie und bleibt seit einer Niederlage gegen Watford aus der Saison 1981/82 im FA Cup gegen Zweiligisten ungeschlagen.

FC Everton - Leicester City 1:2 (0:0)

Tor: 1:0 Lukaku (63.), 1:1 Musa (66.) 1:2 Musa (70.)

  • Es dauerte gut eine Stunde bis das Spiel im Goodison Park nach einer fahrigen ersten Halbzeit endlich an Tempo gewann. Dann war es nämlich Romelu Lukaku, der Everton mit seinem siebten Tor in den letzten sieben FA-Cup-Spielen in Führung brachte. Damit kassierte Leicester auch im 16. der vergangenen 17 FA-Cup-Spiel mindestens einen Gegentreffer.
  • Wer dann allerdings gedacht hat, dass die Toffees nach 1933 und 1968 auch das dritte FA-Cup-Aufeinandertreffen mit den Foxes ohne Probleme gewinnen würden, sah sich getäuscht. Nur drei Minuten nach der Führung für Everton sorgte Ahmed Musa, der erst in der 35. Minute eingewechselt wurde, innerhalb von vier Minuten für ein Blitz-Comeback des Meisters.
  • Mit dem überraschenden Erfolg vermieden die Gäste ein Drittrundenaus, welches das dritte in den letzten vier Jahren bedeutet hätte. Everton hingegen verlor erst das zweite der letzten zwölf FA-Cup-Spiele im Goodison Park.

Preston North End - FC Arsenal 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Robinson (7.), 1:1 Ramsey (46.), 1:2 Giroud (89.)

  • Die Aufgabe im Deepdale hatte sich Arsene Wenger wohl deutlich einfacher vorgestellt und verzichtete auf einige Stammkräfte. Diese hatten gegen einen überraschend starken Gegner im ersten Durchgang kaum Zugriff und konnten sich glücklich schätzen, dass es zur Pause nach dem frühen Treffer von Callum Robinson nur 1:0 stand.
  • Den zweiten Durchgang begann Aaron Ramsey mit seinem zweiten Treffer in den letzten drei FA-Cup-Spielen. Vorher traf er in 14 Spielen des Pokalwettbewerbs lediglich einmal. In der Folge zeigte sich Arsenal zwar zielstrebiger als im ersten Durchgang, die nötige Durchschlagskraft ließ man aber vermissen.
  • Kurz vor Schluss war es dann einmal mehr Giroud, der auch im achten Startelfeinsatz in Folge traf und dafür sorgte, dass Arsene Wenger auch weiterhin nie in der dritten Runde des FA Cups ausgeschieden ist.
  • Arsenal hat nur eines seiner 37 FA-Cup-Spiele gegen unterklassige Mannschaften verloren, die Lilywhites hingegen nur eines der letzten 16 Spiele des Wettbewerbs gegen Mannschaften aus der höchsten Spielklasse gewonnen.

FC Liverpool - Plymouth Argyle 0:0

  • Jürgen Klopp gab dem Großteil seiner Stammspieler beim ersten FA-Cup-Spiel gegen Plymouth eine Verschnaufpause und schickte das jüngste Team der Vereinsgeschichte aufs Feld (21 Jahre und 296 Tage im Schnitt). Der in der Liga degradierte Keeper Loris Karius kehrte zwischen die Pfosten zurück.
  • Ernsthaft geprüft wurde der ehemalige Mainzer allerdings nicht. Das Geschehen spielte sich weitestgehend in der Hälfte der Pilgrims ab. Zur Halbzeit hatte Liverpool einen Ballbesitzanteil von 80 Prozent.
  • Nach 90 Minuten fiel der Anteil leicht auf 76,7 % ab. Nur in den Ligaspielen gegen Burnley und Sunderland hatte der LFC mehr Ballbesitz.
  • Dennoch fehlte es den Offensivaktionen der Reds an Durchschlagskraft. Nach einer Stunde musste Emre Can für Daniel Sturridge Platz machen. Auch die Einwechslungen von Adam Lallana und Roberto Firmino brachten in der Folge aber nichts ein.
  • Am Ende bejubelten die 9.000 Gästefans das dritte Remis ihrer Mannschaft beim FC Liverpool. Somit geht es im Entscheidungsspiel in Plymouth um den Einzug in die nächste Runde. Zum ersten Mal seit 1989 gehen die Pilgrims gegen einen Erstligisten in einem FA-Cup-Spiel nicht als Verlierer vom Platz.

FC Chelsea - Peterborough United 4:1 (2:0)

Tore: 1:0 Pedro (18.), 2:0 Batshuayi (43.). 3:0 Willian (52.), 3:1 Nichols (70.), 4:1 Pedro (74.)

Rote Karte: Terry (Chelsea/Notbremse/67.)

  • Antonio Conte setzte die angekündigte Rotation in die Tat um und brachte unter anderem John Terry und Michy Batshuayi von Beginn an. Wie es im Pokal üblich ist, durfte Ersatzkeeper Asmir Begovic das Tor hüten.
  • Die Blues bestimmten das Spiel von Beginn an. Dennoch versteckten sich die Gäste nicht und kamen zu mehreren guten Chancen, die Begovic aber abwehren konnte.
  • Pedro brachte die Heimelf nach 18 Minuten in Führung. Damit haben die Blues in allen 40 FA-Cup-Spielen seit Januar 2000 getroffen. Michy Batshuayi erhöhte kurz vor der Halbzeit auf 2:0.
  • Chelsea feuerte insgesamt 35 (!) Schüsse Richtung Peterborough-Tor! Das sind mehr als es in allen anderen Drittrunden-Partien des FA Cups in dieser Woche gab.
  • Nach der Roten Karten an Terry (Notbremse) und dem Anschlusstreffer von Nichols schöpften die Gäste noch einmal Hoffnung, die aber nur wenige Augenblicke später mit dem zweiten Treffer von Pedro zerstört wurde.
  • Drei der letzten sechs Platzverweise gegen Chelsea gehen auf das Konto von Terry.
  • Peterborough wartet seit 1965 auf einen FA-Cup-Sieg gegen einen Erstligisten. Das beste Ergebnis der Poshs in diesem Wettbewerb liegt ein Jahr zurück: In der vierten Runde schied man erst im Entscheidungsspiel der vierten Runde gegen West Brom aus (3:4 nach Elfmeterschießen).

Tottenham Hotspur - Aston Villa 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Davies (70.), 2:0 Son (80.)

  • Spurs-Coach Mauricio Pochettino gab Spielern, die sonst nur unregelmäßig zum Einsatz kommen, Spielminuten. Unter anderem stand Michael Vorm statt Stammkeeper Hugo Lloris im Tor. Vincent Janssen, Moussa Sissoko und Heung-Min Son bildeten die Offensivreihe. Bei Aston Villa feierte Sam Johnstone sein Debüt.
  • Ein Klassenunterschied war in dieser ausgeglichenen Partie nicht auszumachen. Die Spurs kamen vor allem in der Offensive nur schwer ins Spiel. In der ersten Hälfte gaben sie nur einen Torschuss ab - das gab es in einem Heimspiel zuletzt 2011. Brustlöser war Ben Davies mit seinem ersten Treffer für Tottenham, ehe Heung-Min Son in der 80. Minute alles klar machte.
  • Für Tottenham war es erst das zweite Zu-Null-Spiel in den letzten zehn FA-Cup-Partien.
  • Aston Villa schied zuletzt 2014 nach einer Niederlage gegen Sheffield United in der dritten Runde aus. Beim letzten FA-Cup-Duell zwischen den Spurs und Villa im Jahr 1992 hatte sich Villa in der vierten Runde mit einem 1:0 an der White Hart Lane durchgesetzt.

FA Cup: 3. Runde in der Übersicht

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