Fussball

Arsene Wenger: China braucht Jahre

SID
Arsene Wenger sieht China noch nicht auf Augenhöhe

Laut Trainer Arsene Wenger vom FC Arsenal wird es noch Jahre dauern, bis China eine konkurrenzfähige Fußball-Kultur entwickelt hat, die mit den Top-Ligen Europas mithalten kann. Trotz allem ist der Franzose weiter besorgt über die Millionenangebote aus dem Reich der Mitte. Zuletzt war unter anderem der frühere Chelsea-Profi Oscar für eine Rekordsumme nach China gewechselt.

"So kann man keine Top-Liga aufbauen", erklärte Wenger auf einer Pressekonferenz: "Der Profi-Fußball wurde in England vor 150 Jahren erschaffen und wir tun uns heute immer noch schwer. Ich glaube, es dauert sehr lange, eine Fußball-Kultur aufzubauen."

Der 67-Jährige trainierte zwischen 1994 und 1996 den japanischen Erstligisten Nagoya Grampus Eight. Erst kurz zuvor war die J-League in Japan gegründet worden, für Wenger eine vergleichbare Situation: "Es war damals das dritte Jahr Profi-Fußball in Japan. Man erwartet Reaktionen von den Leuten, die aber gar nicht da sind. Es braucht alles seine Zeit."

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Daher fürchtet sich der Arsenal-Coach weniger vor der sportlichen, sondern vielmehr vor der finanziellen Gefahr aus China. "Die Gefahr ist, dass die Angebote aus China zum Maßstab für die europäischen Klubs werden. Da können wir nicht mithalten. Aber als Fußballer solltest du immer gegen die besten Spieler und Teams spielen wollen."

Ein Problem, mit dem Wenger aktuell selbst zu kämpfen hat: Alexis Sanchez steht bei den Gunners noch bis 2018 unter Vertrag, seine Verlängerung geriet zuletzt offenbar auch aufgrund eines lukrativen Angebots aus Fernost ins Stocken.

Arsene Wenger im Steckbrief

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