Montag, 02.05.2016

Premier League, 36. Spieltag

Chelsea macht Leicester zum Meister

Am 36. Spieltag der Premier League ist die große Sensation perfekt! Leicester City ist Meister. Denn an der Stamford Bridge kam Tottenham nicht über eine Punkteteilung hinaus. Bereits am Samstag siegte Arsenal knapp mit 1:0 und festigt Rang drei. Klopps Liverpool lässt Punkte im Kampf um Europa. Manchester City geht in Southampton baden.

Chelsea hat Leicester City zum Meister gemacht
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Chelsea hat Leicester City zum Meister gemacht

FC Arsenal - Norwich City 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Welbeck (59.)

Die Elf von Arsene Wenger bekam es im Kampf um die Champions-League-Plätze mit dem erwartet unangenehmen Gegner zu tun. Obwohl sich die Gäste auf dem vorletzten Platz tief im Abstiegskampf befinden, legte das Team von Trainer Alex Neil eine gute Leistung an den Tag und hielt die Gunners über die komplette Distanz auf Trab.

Bereits nach sieben Minuten konnten die rund 60.000 Zuschauer im Londoner Emirates Stadium, von denen erneut einige für, andere gegen den Arsenal-Coach protestierten, aufatmen. Schlussmann Petr Cech zeigte, warum er immer noch ein Top-Torhüter ist und parierte einen Flachschuss von Nathan Redmond mit dem Bein zur Ecke.

Das sollte allerdings für lange Zeit die größte Chance bleiben. Vor allem die Gunners-Versuche, oft von einem glänzend aufgelegten Mesut Özil eingeleitet, landeten wie beim Versuch von Olivier Giroud (11.) in der Norwich-Abwehr. Kurz vor der Pause konnten sich die eigentlich spielbestimmenden Hausherren erneut bei ihrem letzten Mann bedanken. Wieder wuchtete Redmond den Ball aufs Tor - dieses Mal aufs lange Eck. Cech wehrte die Kugel mit beiden Händen aber gekonnt ab (42.).

Nach dem Seitenwechsel verfestigte sich das Bild aus Durchgang eins: Arsenal dominiert, bleibt aber ungefährlich. Frischen Wind brachte erst die Hereinnahme von Danny Welbeck für den wirkungslosen Youngster Alex Iwobi (56.)

Und der Joker stach nur drei Minuten später. Nach einer Kopfball-Verlängerung von Giroud stand der 25-Jährige goldrichtig und netzte aus elf Metern trocken unten links ein. Danach entwickelte sich ein Schlagabtausch, aber weder die Versuche vom eingewechselten Norwich-Angreifer Dieumerci Mbokani (70.) noch von Arsenals Alexis Sanchez (72.) und Özil (74.) fanden den Weg ins Tor.

Swansea City - FC Liverpool 3:1 (2:0)

Tore: 1:0 Ayew (20.), 2:0 Cork (33.), 2:1 Benteke (65.), 3:1 Ayew (67.)

Gelb-Rot: Smith (76., Swansea, wiederholtes Foulspiel)

Wenig Zeit war für Jürgen Klopp da, um sein Team nach der 0:1-Pleite gegen Villarreal in der Europa League auf Swansea einzustellen. Bereits vor der Partie gegen Swansea empörte sich der Reds-Coach über die Ansetzung am frühen Sonntag und rotierte sein Team somit ordentlich durch. Eine Entscheidung, die Liverpool einmal mehr Punkte in der Liga kostete.

Innerhalb von 13 Minuten erzielten die Swans vor heimischem Publikum in Personen von Ayew und Cork einen Doppelpack und stellten die Weichen so früh auf Sieg. Zur Halbzeit brachte Klopp Lucas Leiva und Christian Benteke in die Partie, wirkliche Besserung stellte sich allerdings nicht ein. Benteke gelang zwar nach einer Ecke der Anschluss, nur Sekunden später war Ayew aber erneut zur Stelle.

Beide Teams stehen damit weiter im tabellarischen Mittelfeld. Während Swansea in Ruhe für die nächste Saison planen darf, müssen die Reds aufpassen, nicht noch weiter abzurutschen, die Qualifikation für Europa ist trotz Nachholspiel mehr als fraglich.

Manchester United - Leicester City 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Martial (8.), 1:1 Morgan (17.)

Gelb-Rote Karte: Drinkwater (86., Leicester)

Hier geht's zur Analyse

FC Southampton - Manchester City 4:2 (2:1)

Tore: 1:0 Long (25.), 2:0 Mane (28.), 2:1 Iheanacho (44.), 3:1 Mane (57.), 4:1 Mane (68.), 4:2 Iheanacho (78.)

Vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid wirbelte Manuel Pellegrini seine Elf gewaltig durcheinander. Während Sergio Aguero, Gael Clichy und Fernando auf der Bank Platz nahmen, waren Yaya Toure und Kevin de Bruyne gar nicht erst im Kader.

Dementsprechend dominierte der FC Southampton die Begegnung. Ein Doppelschlag durch Shane Long und Sadio Mane sorgte bereits früh für klare Verhältnisse. Der Anschlusstreffer von Kelchi Iheanacho kurz vor der Pause sollte nur ein kurzes Strohfeuer darstellen.

Die Überraschungssieger der Fußball-Geschichte
Wie kann man diese Diashow anders beginnen als mit dem "Wunder von Bern"? 1954 holte sich die deutsche Nationalmannschaft als krasser Außenseiter den WM-Titel und bezwang im Finale die Übermannschaft aus Ungarn mit 3:2
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Bei der Heim-WM 1950 zauberten sich die Brasilianer mit wunderschönem Fußball ins Finale. Uruguay hatte sich derweil mehr schlecht als recht ins Endspiel gehievt. Trotzdem kämpften die Urus die haushohen Favoriten sensationell mit 2:1 nieder.
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Bei der Heim-WM 1950 zauberten sich die Brasilianer mit wunderschönem Fußball ins Finale. Uruguay hatte sich derweil mehr schlecht als recht ins Endspiel gehievt. Trotzdem kämpften die Urus die haushohen Favoriten sensationell mit 2:1 nieder.
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Unter dem späteren englischen Nationaltrainer Alf Ramsey (l.) landete Ipswich Town 1962 in der First Division einen Überraschungscoup: In ihrer ersten Erstliga-Saison überhaupt holten The Tractor Boys, die als sicherer Absteiger galten, die Meisterschaft
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Nottingham Forest stieg als Dritter der Second Division 1977/78 in die First Division auf. Trotzdem holte man den Titel in der Liga und gewann dazu noch den League Cup, auch wenn man im Finale von fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen profitierte
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Mit einem damaligen Punkte- und Torrekord durchbrach Dundee United 1983 mit der schottischen Meisterschaft die Vorherrschaft von Celtic Glasgow und den Rangers. Wichtiger Eckpfeiler war Mittelfeldspieler Eamonn Bannon
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Mit einem damaligen Punkte- und Torrekord durchbrach Dundee United 1983 mit der schottischen Meisterschaft die Vorherrschaft von Celtic Glasgow und den Rangers. Wichtiger Eckpfeiler war Mittelfeldspieler Eamonn Bannon
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1986 bezwang Steaua Bukarest im Finale des Europapokal der Landesmeister den favorisierten FC Barcelona. Im Elfmeterschießen avancierte Steaua-Keeper Helmuth Duckadam zum "Held von Sevilla", als er vier Elfer hintereinander parierte
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Den größten Vereinserfolg der Geschichte feierte Sampdoria Genua im Jahr 1991: Roberto Mancini (r.) und Co sicherten sich vor dem AC Milan den Scudetto und scheiterten ein Jahr darauf im Europapokal der Landesmeister gegen den FC Barcelona im Finale (0:1)
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Den größten Vereinserfolg der Geschichte feierte Sampdoria Genua im Jahr 1991: Roberto Mancini (r.) und Co sicherten sich vor dem AC Milan den Scudetto und scheiterten ein Jahr darauf im Europapokal der Landesmeister gegen den FC Barcelona im Finale (0:1)
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Dänemark gewann die EM 1992 sensationell im Finale gegen den Weltmeister aus Deutschland. Eigentlich hatte man sich gar nicht für die Endrunde qualifiziert. Die Dänen rutschten nur rein, weil Jugoslawien aufgrund des Balkankonflikts disqualifiziert wurde
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Die damalige Rekordablöse von 3,5 Millionen Pfund für Alan Shearer (l.) sollte sich alsbald bezahlt machen: Die Blackburn Rovers feierten 1995 (nur drei Jahre nach dem Aufstieg) völlig überraschend den Titel in der Premier League
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Die damalige Rekordablöse von 3,5 Millionen Pfund für Alan Shearer (l.) sollte sich alsbald bezahlt machen: Die Blackburn Rovers feierten 1995 (nur drei Jahre nach dem Aufstieg) völlig überraschend den Titel in der Premier League
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Als erster Aufsteiger überhaupt feierte der 1. FC Kaiserslautern den Meistertitel in der Bundesliga. Die Mannschaft von Otto Rehhagel verwies dabei die von Giovanni Trapattoni trainierten Bayern auf den zweiten Platz
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Als erster Aufsteiger überhaupt feierte der 1. FC Kaiserslautern den Meistertitel in der Bundesliga. Die Mannschaft von Otto Rehhagel verwies dabei die von Giovanni Trapattoni trainierten Bayern auf den zweiten Platz
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Sechs Jahre später feierte Otto "Rehakles" den nächsten sensationellen Erfolg - mit Griechenland. Die Hellenen gelangten mit minimalistischem Fußball ins Finale und bezwangen dort Gastgeber Portugal
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Sechs Jahre später feierte Otto "Rehakles" den nächsten sensationellen Erfolg - mit Griechenland. Die Hellenen gelangten mit minimalistischem Fußball ins Finale und bezwangen dort Gastgeber Portugal
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2004 gewann mit Once Caldas ein absoluter Underdog aus Kolumbien die Copa Libertadores. Im Finale bezwang man die Boca Juniors, bei denen Carlos Tevez und Nicolas Burdisso aufliefen. Bei Caldas spielte damals der heutige Mainzer Elkin Soto
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2004 gewann mit Once Caldas ein absoluter Underdog aus Kolumbien die Copa Libertadores. Im Finale bezwang man die Boca Juniors, bei denen Carlos Tevez und Nicolas Burdisso aufliefen. Bei Caldas spielte damals der heutige Mainzer Elkin Soto
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Grenzenloser Jubel bei Christian Gentner und Sascha Riether: Der VfL Wolfsburg holt unter Trainer Felix Magath 2009 die deutsche Meisterschaft in die Autostadt. Unvergessen bleibt auch das Hacken-Tor von Grafite gegen die Bayern
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2014 krönte Atletico Madrid seine Fabel-Saison am letzten Spieltag mit der spanischen Meisterschaft. Ein 1:1-Remis gegen den FC Barcelona reichte der Elf von Erfolgscoach Diego Simone um die jahrelange Dominanz von Real Madrid und Barca zu durchbrechen
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Denn auch nach dem Wechsel war kein Aufbäumen der Citizens erkennbar, die durch die Niederlage auf dem Qualifikationsplatz zur Champions League verharren. Pellegrini wechselte keinen seiner geschonten Stars ein.

Southampton nutzte dies und überzeugte weiter mit schnellen, überfallartigen Angriffen und konnte in Form von Mane zwei weitere Male zuschlagen. Der zweite Treffer von Iheanacho war nur mehr Ergebniskosmetik.

FC Chelsea - Tottenham Hotspur 2:2 (0:2)

Tore: 0:1 Kane (35.), 0:2 Son (44.), 1:2 Cahill (58.), 2:2 Hazard (83.)

Die aktuelle Saison von Eden Hazard als unglücklich zu beschreiben, wäre wohl absolute Untertreibung gewesen. Doch zumindest holte sich der Belgier nun ein Teil seiner Heldenehre zurück, vor allem wurde er zum Helden der 330.000-Einwohner-Stadt Leicester. Denn mit einem sehenswerten Treffer machte er Leicester City zum Meister, während der neue Sensationschamp der Premier League geschlossen vor dem Fernseher saß. Doch der Reihe nach.

In einer hektischen und intensiv geführten Partie zeigten sich die Gäste absolut entschlossen und gingen durch ihren Goalgetter Harry Kane, der von Erik Lamela sehenswert freigespielt wurde, verdient in Führung. Noch in der ersten Halbzeit erhöht Ex-Bundesligaspieler Heung-Min Son auf 0:2 aus Sicht der Blues.

Nach der Pause steigerten sich die Gastgeber und erzielten durch Gary Cahill den umstrittenen Ausgleich. Willian flankte einen Eckball von der rechten Seite in die Mitte. Zehn Meter vor dem Tor landete der Ball vor den Füßen von Cahill, der das Spielgerät in die Maschen drosch. Doch zuvor war Gegenspieler Eric Dier von Branislav Ivanovic klar gehalten geworden.

Dann kam die 83. Minute, die Hazard zum geheimen Helden der Leicester-Fans werden ließ: Costa spielte den Ball nach einer schönen Kombination links in den Strafraum zu Hazard. Und der Belgier schlenzte das Leder aus vollem Lauf rechts hoch in den Knick. Freude auch bei den Chelsea-Fans, die sich sowohl über die vermieste Meisterschaft des Stadtrivalen freuten als auch über den Erfolg von Ex-Trainer Claudio Ranieri.

Voller Verzweiflung und Wut grätschte sich Tottenham in der Folge durch die Partie, sodass noch einige gelbe Karten von Mark Clattenburg aus der Bursttasche gezogen werden mussten. Selbst nach Ende der Partie kam es vor dem Spielertunnel zu hitzigen Auseinandersetzungen. Insgesamt sah das Spiel elfmal den gelben Karton.

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