Sonntag, 17.01.2016
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Premier League, 22. Spieltag: Liverpool - ManUnited 0:1

Rooney bestraft Reds

Manchester United setzte sich am 22. Spieltag der Premier League mit 1:0 (0:0) gegen den FC Liverpool durch. In einem schwachen Spiel der Red Devils sorgte Wayne Rooney mit dem ersten richtigen Torschuss für den Auswärtssieg.

Anthony Martial war häufig zu eigensinnig in seinen Offensiv-Aktionen
© getty
Anthony Martial war häufig zu eigensinnig in seinen Offensiv-Aktionen

Vor 45.522 Zuschauern an der Anfield Road erzielte Wayne Rooney mit dem ersten richtigen Schuss auf den Kasten von Simon Mignolet das Siegtor (78.). Der FC Liverpool hatte dabei das Spiel weitestgehend im Griff.

Manchester United zieht mit Hilfe der drei Punkte wieder an West Ham vorbei und steht mit 37 Punkten auf Rang fünf. Liverpool hingegen muss aufpassen, den Anschluss an die europäischen Plätze nicht zu verlieren.

Reaktionen:

Jürgen Klopp (Trainer Liverpool): "Wir haben nicht schlecht gespielt, aber es ist offensichtlich, dass wir unsere Chancen nutzen müssen, um zufrieden zu sein. Es ist ein Derby und in einem Derby hast du eine Aufgabe - gewinnen."

Louis van Gaal (Trainer ManUnited): "In der zweiten Halbzeit haben wir den Ball besser kontrolliert - deswegen sind wir ins Spiel gekommen, haben Chancen kreiert und getroffen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Nach dem Torspektakel gegen die Gunners am vergangenen Mittwoch ließ Jürgen Klopp sein Team bis auf eine Personalie unverändert. Für den zuletzt formschwachen Ibe rückte Leiva in die Startelf. Milner rückte auf die Außenstürmer-Position vor. Firmino agierte erneut als falsche Neun in der Offensiv-Reihe der Reds.

Van Gaal schickte gegen die Reds dieselbe Startelf wie schon beim unglücklichen 3:3 gegen Newcastle auf den Rasen. Schweinsteiger machte nach seiner Knieverletzung zwar Fortschritte, das Wiedersehen mit Klopp kam allerdings zu früh für den Weltmeister.

10.: Doppelchance für Liverpool! Die Reds erobern an der Mittellinie kollektiv den Ball, Lucas schickt Lallana, dessen Kopfball der herausstürmende De Gea aber abwehren kann. Der Nachschuss von Firmino geht knapp links am Tor vorbei.

15.: Erste Rudelbildung: Fellaini geht gegen Milner etwas ruppig in den Zweikampf. Lucas stellt den Belgier daraufhin energisch zur Rede. Schiedsrichter Clattenburg beruhigt die Situation.

30.: Liverpool kombiniert sich über fünf Stationen auf engem Raum durch die Devils-Abwehr, Henderson vergibt aus halbrechter Position. Das Leder geht links am Tor vorbei.

42.: Young hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen und muss verletzt vom Platz. Borthwick-Jackson kommt so zu seinem vierten Einsatz in der Premier League. Für den Linksverteidiger rückt Darmian auf die rechte Seite.

56.: Die etwas verunglückte Hereingabe von Borthwick-Jackson landet über Umwege bei Martial. Der Franzose nutz seinen Antritt und zieht links an der Abwehr vorbei. Aus spitzem Winkel verzieht der Franzose jedoch ein wenig, der Ball geht einen Meter rechts am Kasten vorbei. Dennoch: die bisher beste Chance für ManUnited.

67.: Can versucht es aus der Distanz, seinen strammen Schuss kratzt De Gea mit der rechten Hand aus der Ecke. Auch beim Nachschuss von Firmino hat der Spanier den Arm oben und pariert stark.

78., 0:1, Rooney: Kurze Ecke von ManUnited. Fellaini setzt sich nach Matas Hereingabe gegen vier Verteidiger durch und köpft den Ball an die Latte. Rooney kommt freistehend zum Nachschuss und versenkt das Leder per Volleyabnahme unter die Latte.

Fazit: In einem relativ einseitigen Spiel setzte sich am Ende die Kaltschnäuzigkeit von United durch. Der hohe Aufwand wurde Liverpool letzten Endes zum Verhängnis. Auch die schwache Chancenverwertung rächte sich.

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Der Star des Spiels: David de Gea. Der Spanier parierte in beiden Hälften zwei Mal stark und hielt sein Team im Rennen. Der Torwart der Red Devils wehrte insgesamt vier Bälle ab und war seiner Vordermannschaft ein ruhiger, sicherer Rückhalt.

Der Flop des Spiels: Adam Lallana. Fiel im Offensiv-Verbund von Liverpool ab. Er hatte die wenigsten Ballaktionen des Angrifftrios und gewann nur 46 Prozent seiner Zweikämpfe. Zudem vergab der Linksaußen die große Chance zur Führung im Eins-gegen-eins gegen De Gea.

Der Schiedsrichter: Mark Clattenburg. Souveräne Leistung vom Referee. Der 40-Jährige ließ keinerlei Hektik aufkommen und beruhigte das Spiel, wenn es nötig war. Er fand in seinen Unterbrechungen ein vernünftiges Mittelmaß.

Das fiel auf:

  • Beide Teams attackierten recht früh. Liverpool holte sich im Mittelfeld viele Bälle durch kollektives Pressing. Die Reds zwangen die Mannschaft von van Gaal zu Fehlern im Aufbau. Oft wählten die Red Devils den langen Ball als Mittel, was häufig aus der Not heraus geschah, oft aber auch auf die fehlenden Spielidee zurückzuführen ist.
  • Auch Manchester lief früh an. Allerdings stimmte zu oft die Zuordnung nicht, die Abstände zwischen den eigenen Reihen waren zu groß, wodurch sich im Mittelfeld Räume für Can und Co. ergaben. United wirkte unkoordiniert.
  • Nach Balleroberung der Reds ging es explosiv nach vorne. Die lauffreudigen Hausherren verschoben kompakt, sowohl in der Horizontalen als auch vertikal. So entstanden viele Überzahlsituationen gegen teils schläfrige Gäste aus Manchester.
  • Manchester war in der zweiten Halbzeit aktiver und kam zu einigen Offensiv-Aktionen. Das Spiel wurde offener, Liverpool hatte zum Teil Probleme, die Ordnung zu halten. Der Laufaufwand machte sich immer mehr bemerkbar. United wurde vor allem über Einzelaktionen von Rooney oder Martial gefährlich, vor allem der Franzose war aber zu eigensinnig in seinen Aktionen.

FC Liverpool - Manchester United: Daten und Statistiken zum Spiel

Stefan Zieglmayer

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