Drei Standpunkte zum Klopp-Wechsel nach Liverpool

Der Pöhler gegen die Käse-Hypothek

Freitag, 09.10.2015 | 19:42 Uhr
Jürgen Klopp wurde am Freitag offiziell als Trainer des FC Liverpool vorgestellt
© getty
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Alle sind sich einig: Jürgen Klopp und Liverpool, das passt. Aber warum eigentlich? Sind die Reds nicht doch nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu noch größeren Aufgaben? Und hat Klopp in England noch mehr als seinen Ruf zu verteidigen? Drei Redakteure, drei Blickwinkel.

Kloppo gegen die Käse-Hypothek

Von Andreas Lehner

Manchester United wird von einem Niederländer trainiert, Manchester City von einem Chilenen, der FC Chelsea von einem Portugiesen und der FC Arsenal von einem Franzosen. Der Trainermarkt in England ist schon lange ein Who is Who der internationalen Trainergilde. Die Deutschen haben in der Premier League aber noch keine große Rolle gespielt.

Felix Magath durfte sich als Erster in diesem Umfeld probieren. Er galt mit seiner langjährigen Erfahrung als Trainer und Manager als gut geeignet für das englische Modell. Geblieben sind der Spitzname Saddam und die von Magath mehrmals dementierte Geschichte, wonach er einem Spieler geraten haben soll, die Verletzung mit einem Stück Käse zu kurieren.

Magath hat in Deutschland als Trainer drei Meistertitel gewonnen und wurde in England schnell zur Witzfigur gemacht. Jürgen Klopp kommt mit zwei Meistertiteln aber einem ganz anderen Standing auf die Insel - und zu einem Klub mit ganz anderem Potenzial und ganz anderen Ambitionen.

Kloppo, wie ihn auch die Engländer schon nennen, wird von der Yellow Press gar als Heilsbringer an der Anfield Road gefeiert. Nicht schlecht, aber bei der englischen Presse auch eine gewaltige Fallhöhe.

Klopp muss in Liverpool neben seinem eigenen Ruf auch den der deutschen Fußballlehrer im Allgemeinen verteidigen. Nach dem Magath-Desaster wäre es nicht gut, wenn auch der aktuell am höchsten gehandelte deutsche Trainer in der Premier League nicht funktionieren sollte. Immerhin ist der DFB mächtig stolz auf sein System, das in der Ausbildung als weltweit führend gilt, aber vor Klopp schon lange keinen internationalen Top-Trainer mehr hervorgebracht hat.

Eine dauerhafte Rückkehr des FC Liverpool an die Spitze des englischen Fußballs wäre daher mehr als eine persönliche Bestätigung für Klopp. Es würde auch dem deutschen Trainerwesen einen deutlichen Schub verleihen.

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