"Vom Spielfeld in die Gerichtssäle"

SID
Dienstag, 09.06.2015 | 11:51 Uhr
Paul Gascoigne fand den Weg aus der Alkoholabhängigkeit
© getty
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Der ehemalige englische Nationalspieler Paul Gascoigne hat im Kampf gegen seine Alkohol-Abhängigkeit umgerechnet rund 400.000 Euro für Klinik-Aufenthalte ausgegeben. Das berichtete der 48-Jährige in einem Interview bei BBC Radio 5.

"Inzwischen sei er jedoch geheilt und ein glücklicher Mensch", bestätigte das einstige Enfant terrible und berichtete von seinem früheren Leben, das ihn phasenweise vom Spielfeld direkt in die Gerichtssäle geführt habe.

Seit dem Moment, als man ihm im Alter von 33 Jahren vor Augen geführt habe, dass er alkoholkrank sei, führe der 57-malige Nationalspieler und EM-Teilnehmer 1990 und 1996 wieder ein glückliches Leben. Er habe gewusst, dass etwas falsch lief in seinem Leben, und er war erleichtert über die Diagnose. "Wenn ich die Geschichten von anderen Leuten höre, kann ich nur Gott danken."

Er sei derzeit zufrieden mit den Dingen, wie sie sich entwickelt hätten, betonte Gascoigne. "Ich weiß aber auch, dass es möglicherweise nicht lange andauern kann. In den letzten zwei Jahren wurden viele Lügen über mich verbreitet. Man muss stark sein, um das auszuhalten", so Gascoigne.

"Eigentlich ein netter Kerl"

So habe er schon nach dem Ende seiner Fußball-Karriere in 2004 gute Jobs angeboten bekommen, aber sie verloren, weil die Presse horrende Lügen über ihn geschrieben habe. Ich soll Heroin gespritzt haben, betrunken ins Wasser gesprungen oder aus einem Casino getorkelt sein. "Dabei habe ich nur in meinem Garten gesessen", ergänzte Gascoigne. "Ich bin eigentlich ein netter Kerl und würde niemand so behandeln wie ich behandelt worden bin."

Er habe viel Geld verloren und könne außerdem schwer damit umgehen, wenn junge Spieler eine Menge Geld bekommen und sich oft nicht im Klaren darüber sind, dass die Fans ihr Haus, ihr Auto und ihren Urlaub bezahlen würden.

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