Tausende bei Gedenkfeier

30 Jahre nach Bradford-Katastrophe

SID
Montag, 11.05.2015 | 16:39 Uhr
Auch vor den Premier League-Spielen wurde an das verheerende Feuer von vor 30 Jahren gedacht
© getty
Advertisement
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Everton -
Arsenal
Premier League
Tottenham -
Liverpool
Premier League
Man United -
Tottenham
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Southampton
Premier League
Leicester -
Everton
Premier League
Burnley -
Newcastle

Mehrere tausend Trauergäste haben der Gedenkfeier zum 30. Jahrestag der Stadion-Katastrophe im englischen Bradford einen würdigen Rahmen verliehen.

Begleitet vom Glockengeläut des Bradforder Rathauses verlasen damalige und heutige Spitzenvertreter aus Fußball und Lokalpolitik die Namen der 56 Opfer, die am 11. Mai 1985 beim Drittliga-Spiel von Bradford City gegen Licoln in der Flammenhölle auf der hölzernen Haupttribüne des Valley-Parade-Stadions ihr Leben verloren hatten.

Zu den Besuchern der Feier, auf der nach einer Schweigeminute von einer Sopranistin auch eine Version der englischen Fan-Hymne "You´ll never walk alone" gesungen wurde, gehörten auch viele Überlebende des Feuers. Rund 265 Menschen waren bei der Katastrophe zum Teil schwer verletzt worden. Manche leiden bis heute unter der Folgen ihrer Verbrennungen.

Die Ursache des Feuers ist bis heute niemals endgültig geklärt worden. Als wahrscheinlicher Auslöser des Infernos in dem uralten Stadion, das nach dem Spiel abgerissen werden sollte, gilt zwar eine achtlos weggeworfene Zigarette, die den unter der Tribüne angehäuften Abfall verstärkt durch starken Wind entzündet haben soll. Erst kürzlich allerdings forderten Angehörige der Opfer neue Untersuchungen, nachdem in einem Buch indirekt auch der Vorwurf eines Versicherungsbetruges durch den damaligen Stadionbesitzer erhoben worden war.

54 Tote waren Anhänger der Gastgeber. Die zwei übrigen Opfer gehörten zu Licolns Anhang. Spätere Untersuchungen zum Hergang der Katastrophe ergaben, dass die verschlossenen Türen auf der Rückseite der Tribüne die brennenden Ränge für viele zur Todesfalle gemacht hatten. Als glücklicher Umstand wiederum erwies sich der Mangel an Zäunen, so dass sich viele Besucher - anders als vier Jahre später beim Zuschauer-Unglück von Sheffield mit 96 Todesopfern - durch Sprünge auf das Spielfeld vor der Feuersbrunst in Sicherheit bringen konnten.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung