Montag, 06.04.2015

Premier League, 31. Spieltag

Peinliche Pleite für ManCity

Manchester City verabschiedet sich allmählich aus dem Titelrennen der Premier League. Bei Crystal Palace kassierten die Citizens am Montagabend eine bittere Niederlage. Chelsea dagegen siegt bei Stoke City mit 2:1. Charlie Adam sorgte mit seinem 60-Meter-Tor für den Höhepunkt des Abends. Arsenal setzt seine irre Serie mit einem 4:1 (3:0)-Sieg gegen Liverpool fort.

Für die Spieler von Manchester City ist die Titelverteidigung in weite Ferne gerückt
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Für die Spieler von Manchester City ist die Titelverteidigung in weite Ferne gerückt

Chelsea - Stoke City 2:1 (1:1)

Tore: 1:0 Hazard (39., Elfmeter), 1:1 Charlie Adam (44.), 2:1 Loic Remy (62.)

Chelsea war gegen Stoke vom Start weg das spielbestimmende Team, benötigte jedoch einen Strafstoß, um in Führung zu gehen: Ex-Bundesligaspieler Philipp Wollscheid senste im Strafraum Cesc Fabregas um, Schiedsrichter Jonathan Moss zeigte auf den Punkt. Eden Hazard ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte in der 39. Minute sicher.

Stoke konnte jedoch schnell antworten. Und wie: Der Ball landete bei Charlie Adam, der aus der eigenen Hälfte abzog, der weit vor seinem Tor stehende Thibaut Courtois konnte das Leder nicht mehr abwehren - ein Traumtor aus rund 60 Metern (44.).

Nach dem Seitenwechsel war es dann ein Torwartpatzer, der die Blues wieder in Führung brachte: Stoke-Keeper Asmir Begovic warf den Ball direkt in die Füße von Willian, der schließlich den freistehenden Loic Remy bediente, dessen Schuss ins leere Tor ging (62.). Stoke gab sich aber nicht auf und hatte Pech, dass der eingewechselte Steven N'Zonzi kurz nach Chelseas 2:1 nur den Pfosten traf.

In der Folge aber hatten die Londoner das Geschehen weitgehend im Griff und waren dem dritten Treffer näher als Stoke dem Ausgleich, letztlich blieb es aber beim knappen Sieg für Chelsea, das damit weiter auf Meisterschaftskurs bleibt.

Manchester United - Aston Villa 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Herrera (43.), 2:0 Rooney (79.), 2:1 Benteke (80.), 3:1 Herrera (90.+2)

Nicht schön, aber erfolgreich war das Spiel der Van-Gaal-Truppe gegen Aston Villa. Die Hausherren hatten die Partie zwar über die komplette Spielzeit unter Kontrolle, taten sich gegen eine dicht gestaffelte Abwehr aber oftmals schwer und ließen nur wenig geniale Momente aufblitzen. Am Ende steht dennoch der fünfte Erfolg in Serie, womit man die Konkurrenz um einen Champions-League-Platz erstmals auf Abstand halten konnte.

Als sich die Zuschauer im ausverkauften Old Trafford schon auf den Pausentee eingestellt hatten, stand es plötzlich 1:0 (43.)! Daley Blind wurde auf der linken Seite nicht angegriffen und legte den Ball in die Mitte auf den einlaufenden Herrera - der Rest war Formsache. Die Gäste aus Birmingham erwiesen sich aber als zäher Gegner und hätten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel über den Ausgleich jubeln können, Christian Benteke brachte den Ball aus kurzer Distanz aber nicht im Kasten von David De Gea unter.

Die Partie plätscherte vor sich hin, ehe Wayne Rooney mit einem feinen Volleyschuss für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte (79.). Nur eine Zeigerumdrehung später sorgte Benteke aber nochmals für Spannung, wobei De Gea in dieser Situation nicht den glücklichsten Eindruck machte. Schließlich war es aber erneut Herrera, der mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit (90.+2) endgültig den Deckel draufmachte.

Arsenal - Liverpool 4:1 (3:0)

Tore: 1:0 Bellerin (37.), 2:0 Özil (40.), Sanchez (45.), 3:1 Henderson (76./FE), 4:1 Giroud (90.)

Gelb-Rot: Emre Can (84./Liverpool)

Die Gunners legten vor heimischem Publikum einen furiosen Start hin und schnürten die Gäste von Anfang an in deren Hälfte ein. Das Arsenal-Mittelfeld um den überragenden Coquelin machte den Spielaufbau der Reds bereits im Ansatz zunichte, hinten hatte Liverpool in Abwesenheit des rotgesperrten Abwehrchefs Skrtel vor allem in Person des desolaten Innenverteidiger-Duos Sakho und Toure riesen Probleme mit den starken Kombinationen der Gastgeber.

Schon nach fünf Minuten hatte Liverpool Glück, das Ramsey nach einem katastrophalen Ballverlust von Toure frei vor Mignolet mit einem schwachen Abschluss am Keeper scheiterte. Die beste Gelegenheit für Pool vergab Markovic recht kläglich, als er nach einem Konter den frei vor dem Kasten stehenden Sterling zu schlecht bediente (19.). Vor der Pause reichten Arsenal dann acht furiose Minuten, um das Spiel durch einen schönen Schlenzer von Bellerin (37.), einen Freistoß von Mesut Özil (40.) - bei dem Mignolet diesmal nicht gut aussah - und einen Hammer von Sanchez (45.) zu entscheiden.

In Hälfte zwei kamen die Reds zu mehr Spielanteilen, die geschickt verwaltenden Londoner liefen jedoch nie Gefahr, das Spiel noch aus der Hand zu geben und legten nach einem starken Konter durch Giroud in der Nachspielzeit sogar noch einen drauf. Zuvor hatte Henderson nach einem ungeschickten Foul von Bellerin an Sterling zum Ehrentreffer vom Punkt (76.) getroffen. Zu allem Überfluss müssen die Reds auch noch den nächsten personellen Rückschlag verkraften: Mit einer völlig unnötigen Grätsche holte sich Ex-Bayer Emre Can kurz vor Schluss die Ampelkarte ab (84.).

Crystal Palace - Manchester City 1:0

Tore: 1:0 Murray (34.), 2:0 Puncheon (48.), 2:1 Yaya Toure (78.)

Nach schwachen ersten zehn Minuten übernahm City das Kommando und hatte durch Sergio Agüero die erste große Chance, doch der Argentinier traf nur den Pfosten (19.). Wenig später schoss wieder Agüero den Ball aus kurzer Distanz freistehend übers Tor. Palace machte es auf der anderen Seite besser: City-Keeper Joe Hart konnte den Schuss von Scott Dunn noch abwehren, gegen den Nachschuss von Glenn Murray war er dann ohne Chance.

Die zweite Halbzeit begann mit dem nächsten Paukenschlag: Jason Puncheon schlenzte einen direkten Freistoß aus 20 Metern über die Mauer in die Maschen. Palace machte fortan dicht mit zwei eng gestaffelten Viererketten. City erhöhte aber immer mehr den Druck und hätte in der 71. Minute nach einem Handspiel von Murray im eigenen Strafraum einen Elfmeter bekommen müssen. Zwei Minuten später kratzte James McArthur einen Schuss von Fernandinho irgendwie von der Linie.

Gegen Toures Hammer von der rechten Strafraumgrenze waren die Gastgeber dann aber machtlos. Manchester drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich, doch außer einer Chance von David Silva, die Crystal-Keeper Speroni vereitelte, kam von den Gästen nichts mehr. Für Palace war es der ersten Sieg gegen Manchester City seit 1995. Die Citizens haben nun bereits neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Chelsea.

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