Donnerstag, 05.03.2015

PL, 28. Spieltag

Last-Minute-Irrsinn in Newcastle

United, City, Chelsea, Arsenal, Liverpool: Alle englischen Top-Teams feiern unter der Woche am 28. Spieltag der Premier League Siege. Knapp wird es nur für Manchester United, Slapstick-Einlage und Lucky-Punch inklusive.

Tim Krul konnte es nach Manchesters Treffer in der Nachspielzeit nicht glauben
© getty
Tim Krul konnte es nach Manchesters Treffer in der Nachspielzeit nicht glauben

Newcastle United - Manchester United 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Young (89.)

Gegen den Tabellenelften aus Newcastle übernahmen die Gäste aus Manchester umgehend die Kontrolle über die Partie. Viel Tempo brachte die Truppe von Louis van Gaal dabei nicht in ihre Aktionen. Das Aufbauspiel war zu behäbig, Konterchancen wurden teilweise fahrlässig verschleppt - so war die erste dicke Chance der Red Devils folgerichtig ein Zufallsprodukt. Eine verunglückte Ballannahme von Ashley Young wurde zum Lupfer in den Lauf von Wayne Rooney, der die Kugel aus zwölf Metern allerdings am Kasten vorbei schob (27.).

Davor stand bereits Referee Anthony Taylor im Mittelpunkt, der den Magpies nach einem Einsteigen von Chris Smalling gegen Emmanuel Riviere in der 11. Spielminute einen Strafstoß verweigerte. Eine knifflige Entscheidung, bei der der Unparteiische durchaus auf den Punkt hätte zeigen können.

In Durchgang zwei wurde es dann wild. 68 Minuten waren gespielt, als der ehemalige Freiburger Cisse nach einem starken Konter vollkommen verzog und die Führung für Newcastle fahrlässig liegen ließ. Das sollte sich rächen - und wie! Wayne Rooney stocherte eine Minute vor Schluss Mehdi Abeid die Kugel am eigenen Fünfer vom Fuß, in einer Billard-Aktion kam die Kugel zurück zu Keeper Tim Krul. Der Schlussmann passte - anstatt den Ball einfach wegzudreschen - quer durch den Sechzehner zu Ashley Young, der zum Sieg ins leere Tor einschob.

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Queens Park Rangers - FC Arsenal 1:2 (0:0)

Tore: 0:1 Giroud (64.), 0:2 Sanchez (69.), 1:2 Austin (82.)

Die Gastgeber begannen die Partie ohne übergroßen Respekt, gestalteten die Anfangsphase gegen den Tabellendritten ausgeglichen. Zwar blieben klare Torchancen zunächst aus, das Geschehen fand aber zumeist in der Hälfte der Gunners statt, bei denen Per Mertesacker von Trainer Arsene Wenger zurück in die Startelf beordert wurde.

Mit dem Weltmeister als Organisator konnte Arsenal auf eine sattelfeste Defensive bauen, mühte sich jedoch im Spiel nach vorne. Auf Aufreger warteten die Zuschauer an der Loftus Road daher lange vergeblich - bis sich eine tückische Hereingabe von Matt Philipps von der linken Seite als echte Herausforderung für Gunners-Keeper David Ospina entpuppte. Der Kolumbianer konnte rechtzeitig abtauchen und entschärfen (34. Minute).

Kurz vor dem Pausentee erspielte sich Santi Cazorla gemeinsam mit Olivier Giroud Arsenals erste wirklich ernsthafte Torannäherung, scheiterte aber an QPR-Torwart Robert Green (43.).

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Der zweite Durchgang begann daraufhin mit einem wunderbaren Solo Tomas Rosickys, dessen Hereingabe schließlich Mesut Özil aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen konnte (47.). Gut zehn Minuten später klingelte es beinahe auf der Gegenseite, als ein strammer Schuss von Philipps haarscharf am Arsenal-Gehäuse vorbei flog.

Genauer zielte kurz darauf Giroud, der einen Gäste-Konter über Özil, Alexis Sanchez und Kieran Gibbs mit etwas Glück unter QPR-Keeper Green hindurch ins Tor grätschte (64.). Die Gunners waren nun eindeutig Herr der Lage, Sanchez legte nur wenige Minuten später nach sehenswerter Einzelleistung aus spitzem Winkel zum 2:0 nach (69.).

Der Auswärtssieg schien nun sicher, ein abgefälschter Schuss von Özil (75.) hätte beinahe für die endgültige Entscheidung gesorgt, landete aber am Pfosten. So durften die Hausherren noch einmal hoffen: Eine Unachtsamkeit in Arsenals Defensive nutzte Charlie Austin per Drehschuss zum Anschlusstreffer (82.).

Doch die Wenger-Elf schaukelte den dreifachen Punktgewinn über die Zeit und bleibt damit knapp vor Manchester United auf Champions-League-Rang drei. QPR belegt indes nach der Heimpleite weiterhin einen Abstiegsplatz.

West Ham United - FC Chelsea 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Hazard (22.)

Die Hammers ließen sich vom frühen personellen Rückschlag nach der Verletzung von Winston Reid (8.) nicht aus der Bahn werfen und zeigten gegen den großen Favoriten eine klasse Anfangsphase. Mit hohem und aggressivem Pressing hielt West Ham die Blues vom eigenen Strafraum fern - bis zur 22. Minute. Mit der ersten Chance traf Hazard aus leicht abseitsverdächtiger Position per Kopf nach Vorarbeit von Ramires für die Blues. Die Führung aus dem Nichts!

Von Niedergeschlagenheit bei den Gastgebern aber keine Spur. Alleine Diafra Sakho (37./45.) hatte noch vor dem Pausenpfiff doppelt die Möglichkeit, auf ein Unentschieden zu stellen. Auch nach dem Seitenwechsel hielten beide Teams das Tempo hoch, überbrückten das Mittelfeld schnell - und kamen zu Hochkarätern. Ramires traf nach einer knappen Stunde nach Zuspiel vom starken Hazard den Pfosten, bei den Hammers verballerte Sakho gute Möglichkeiten am Fließband.

Die Zuschauer im Boleyn Ground mussten so mitansehen, wie Chelsea den Bus parkte und nach 98 intensiven Minuten mit drei glücklichen Punkten die Heimreise antrat.

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Manchester City - Leicester City 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Silva (45.+2), 2:0 Milner (88.)

Viel Kampf, viel Leidenschaft - und am Ende steht Leicester City doch mit leeren Händen da. Die Gäste lieferten im Etihad Stadium einen couragierten Auftritt ab und stellten die beste Offensive der Premier League durchaus vor Probleme.

Die Citizens begannen zwar schwungvoll und erarbeiteten sich deutlich mehr Chancen, nach der starken Anfangsoffensive gelang dem Tabellenzweiten aber nur noch wenig, sodass die Führung durch David Silva praktisch aus heiterem Himmel fiel. Entsprechend kurios kam der Treffer zustande: Erst nach gefühlten zehn Abprallern brachte der Spanier das Leder im Netz unter.

Trotz drückender Feldüberlegenheit ließ die Entscheidung lange auf sich warten - sodass Manuel Pellegrini sich gezwungen sah, im weiteren Spielverlauf zunehmend vorsichtiger zu agieren. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit ermöglichte ein kollektiver Tiefschlaf in der Leicester-Hintermannschaft dann aber doch die Entscheidung: Milner netzte nach einer Navas-Hereingabe aus kurzer Distanz zum 2:0 ein.

FC Liverpool - FC Burnley 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Henderson (29.), 2:0 Sturridge (51.)

Liverpool kontrollierte die Partie von der ersten Sekunde an. Dem schönen Kombinationsspiel des Teams von Coach Brendan Rodgers hatte Burnley wenig entgegenzusetzen. Bereits in der ersten Minute hatte Daniel Sturridge eine dicke Möglichkeit, doch sein Schuss aus zehn Metern wurde von Torhüter Tom Heaton glänzend entschärft.

So dauerte es fast eine halbe Stunde, bis es erstmals klingelte. Philippe Coutinho zog von der linken Seite nach innen und schoss, der Ball wurde abgeblockt und landete bei Jordan Henderson. Der Kapitän der Reds nahm die Kugel aus 16 Metern volley und versenkte unhaltbar im rechten Eck - ein wunderschöner Treffer.

Kurz nach der Pause dann die Entscheidung: Henderson flankte aus dem rechten Halbfeld perfekt auf Sturridge. Der Stürmer vollendete per Kopfball in die linke Ecke. Für Liverpool war es der vierte Liga-Sieg in Serie. Selbst der Einzug in die Königsklasse ist möglich.

Die aktuelle Tabelle der Premier League

Adrian Franke

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