Sonntag, 15.03.2015

PL, 29. Spieltag

Liverpool müht sich zum Dreier

Am 29. Premier-League-Spieltag holt Liverpool gegen Swansea den sechsten Liga-Sieg in Folge. Der Chelsea FC kommt nur zu einem Remis. Doch kein Problem: Manchester City kassiert sogar eine Pleite. Arsenal hingegen hat keine Probleme mit West Ham United. United reicht gegen die Spurs eine überragende halbe Stunde.

Jordan Henderson erzielte das goldene Tor für Liverpool gegen Swansea
© getty
Jordan Henderson erzielte das goldene Tor für Liverpool gegen Swansea

Swansea City - FC Liverpool 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Henderson (68.)

Dank Jordan Henderson und etwas Glück bleibt der FC Liverpool durch einen Erfolg am Montagabend zum Abschluss des 29. Spieltags der Premier League Manchester United im Kampf um den vierten Platz dicht auf den Fersen.

Die Gäste durften sich zur Pause glücklich schätzen, dass es nur 0:0 stand, da Swansea die bessere und aktivere Mannschaft stellte und die gefährlicheren Chancen aufwies. Spektakulär war etwa eine Direktabnahme nach Eckball von Jonjo Shelvey, dessen Schuss aus 16 Metern jedoch knapp links am Tor vorbei zischte.

Erst in der zweiten Halbzeit wurden die Reds, bei denen Kapitän Steven Gerrard zunächst geschont wurde, besser und zeigten sich konstruktiver im Vorwärtsgang. Nach ersten Möglichkeiten von Philippe Coutinho und Joe Allen war es schließlich Henderson, der einen Pass von Daniel Sturridge mustergültig durch die Mitte in den Lauf bekam und dann ideal von Jordi Amat bei dessen Klärungsversuch kurz vor dem Sechzehner angeschossen wurde. Der Ball segelte von Hendersons Fuß genau über den herauseilenden Keeper Lukasz Fabianski ins Netz zur letztendlichen Entscheidung.

Liverpool steht damit unmittelbar vorm Hass-Duell gegen United am kommenden Wochenende zwei Punkte hinter den Red Devils in Schlagdistanz zum letzten CL-Platz.

FC Chelsea - FC Southampton 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Diego Costa (11.), 1:1 Tadic (19.)

Ein unwiderstehlicher Antritt von Eden Hazard hatte Chelseas frühe Führung eingeleitet. Nach Zusammenspiel mit Diego Costa sah der Belgier auf rechts den freistehenden Branislav Ivanovic, dessen Hereingabe wiederum Costa per Kopf in die Maschen setzte (11. Minute).

Chelseas Remis im RE-LIVE

Chelseas Hoffnung auf einen geruhsamen Nachmittag erstickten die mutig aufspielenden Saints jedoch schon wenig später im Keim. Sadio Mane wurde im Strafraum von Ivanovic und Nemanja Matic zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Dusan Tadic mit etwas Glück zum Ausgleich (19.).

In der Folge machten Southamptons rasche Gegenstöße den Hausherren weiterhin zu schaffen, ein schwungvolles und ausgeglichenes Spiel entwickelte sich. Dabei erwies sich Southampton zunächst als gefährlichere Mannschaft, Blues-Keeper Thibaut Courtois musste nach einer runden halben Stunde gegen Tadic retten.

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Auch im zweiten Durchgang blieb Southampton in der Offensive zunächst das griffigere Team, kurz nach Wiederanpfiff musste Courtois gegen einen strammen Freistoß von Toby Alderweireld sein ganzes Können aufbieten. Im Anschluss daran zündete dann Chelsea dann wieder den Turbo - und beinahe hätte Diego Costa den Doppelpack geschnürt, scheiterte aber am Pfosten (57.).

Während die Blues nun verstärkt auf Dominanz setzten, erwiesen sich die Gäste-Könter weiterhin als große Bedrohung. Die klareren Torgelegenheiten hatten bis zum Ende jedoch die Blues, die in Person von Costa und Hazard (jeweils 72.) sowie Oscar (74.) im glänzend reagierenden Saints-Keeper Fraser Forster ihren Meister fanden. In der letzten Minute der regulären Spielzeit verpassten die Gastgeber schließlich den Lucky Punch: Sowohl Loic Remy als auch John Terry brachten die Kugel nach einer Ecke aber nicht im gegnerischen Gehäuse unter.

Trotz der zwei verlorenen Punkte konnte Spitzenreiter Chelsea den Vorsprung auf Verfolger Manchester City auf sechs Punkte ausbauen. Zudem haben die Blues noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Southampton springt durch das Remis vorübergehend auf Platz sechs und verliert die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation weiterhin nicht aus den Augen.

FC Burnley - Manchester City 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Boyd (61.)

In der 82. Minute war es soweit. Yaya Toure verließ den Platz und Frank Lampard wurde eingewechselt. Es war der 600. Einsatz für den Mittelfeldspieler, der nach Ryan Giggs die zweitmeisten Spiele in der Premier League vorzuweisen hat. Seine Mannschaftskollegen konnten ihm aber kein schönes Jubiläum bieten.

Vom Anstoß weg taten sich die Citizens extrem schwer. Die Heimelf war vor allem darauf beschränkt, kein Tor zu kassieren und zeigte in der Defensive einen hohen läuferischen Aufwand. Die Elf von Pellegrini fand dagegen kein Mittel und wirkte in den ersten 45 Minuten ideenlos.

Auch zum zweiten Durchgang änderte sich zunächst nicht viel, das Spiel wurde aber zunehmend hektischer. Genau in dieser Phase fasste sich Georg Boyd ein Herz und hämmerte die Kugel nach einer Kopfballabwehr in die Maschen - ein Traumtor. Im Anschluss musste Pelligrini reagieren und schraubte die Anzahl seiner Stürmer mit den Hereinnahmen von Bony und Jovetic auf vier. Aber auch die Einwechslung von Frank Lampard brachte nicht mehr die erhoffte Wendung. Burnley feiert dadurch einen enorm wichtigen Sieg im Abstiegskampf.

FC Arsenal - West Ham United 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Giroud (45.+1), 2:0 Ramsey (81.), 3:0 Flamini (84.)

Der FC Arsenal konnte am Samstagnachmittag in der Premier League den fünften Sieg in Folge einfahren. Am 29. Spieltag siegte das Team von Arsene Wenger gegen West Ham United mit 3:0 (1:0). Olivier Giroud sorgte für die Führung (45.+1), Aaron Ramsey (81.) und Mathieu Flamini (84.) legten nach.

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Arsenal machte gegen West Ham vom Start weg Druck, es dauerte aber bis zur 45. Minute, ehe es klingelte: Nach einer sehenswerten Kombination zwischen Mesut Özil und Aaron Ramsey kam Olivier Giroud zum Abschluss. Der Franzose vollendete aus zehn Metern und sorgte so in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit für die Führung der Nord-Londoner.

In der zweiten Hälfte wurden die Hammers dann offensiver, die Hausherren zogen sich im Vergleich zum ersten Durchgang weiter zurück. Wirklich gefährlich wurde es vor dem Gunners-Tor jedoch nicht. Kurioserweise musste nach einer Stunde Schiedsrichter Chris Foy, der sich zuvor die Leiste hielt, verletzt vom Platz und wurde durch Ersatz-Schiedsrichter Taylor ersetzt.

Mit seinem achten Premier-League-Treffer machte Ramsey dann in der 81. Minute alles klar, als er eine Vorlage von Giroud verwertete und aus sieben Metern zentraler Position einnetzte. Wenig später führte eine Koproduktion der Joker zum 3:0: Der eingewechselte Santi Cazorla bediente mit einer Flanke Mathieu Flamini, der erst eine Minute zuvor den Platz betrat und keine Mühe hatte, aus drei Metern ins leere Tor einzuschieben (84.). Arsenal festigt mit diesem Sieg Platz drei, West Ham bleibt Zehnter.

Manchester United - Tottenham Hotspur 3:0 (3:0)

Tore: 1:0 Fellaini (9.), 2:0 Carrick (19.), 3:0 Rooney (34.)

Manchester United bleibt auf Champions-League-Kurs. Gegen den direkten Konkurrenten Tottenham zeigte die Mannschaft eine starke Vorstellung - und das von der ersten Minute an.

Bereits nach neun Minuten besorgte Marouane Fellaini für den ersten Jubel im Theatre of Dreams. Nach feinem Direktpass aus dem Mittelfeld schloss der Belgier mit einem satten Linksschuss ins lange Eck ab. Die Gäste kamen nach dem frühen Schock überhaupt nicht ins Spiel. Folgerichtig münzte United seine Dominanz auch in weitere Treffer um. Michael Carrick per Kopf und Wayne Rooney schraubten das Ergebnis schon nach 35 Minuten auf 3:0.

Die Spurs kamen mit viel Wut aus der Kabine. Doch selbst die nun zielstrebiger nach vorne getragenen Angriffe führten selten zu Torgefahr. Weil United nun ebenfalls einen Gang zurückschraubte, verflachte die Partie zunehmends. Während Mata bei seiner Auswechslung mit Standing-Ovations gefeiert wurde, sah man Spurs-Trainer Mauricio Pochettino nur den Kopf schütteln. Manchester hält sich mit dem ungefährdeten Sieg seinen direkten Konkurrenten auf Abstand und könnte Louis van Gaal eine ruhige Woche bescheren.

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