United zittert sich weiter

Von SPOX
Manchester United hat sich gegen Drittligist Preston North End ins FA-Cup-Viertelfinale gekämpft
© getty

Oliver Giroud ist der Mann des Tages beim FC Arsenal und schießt seinen Klub ins Viertelfinale. Der FC Liverpool hat sein Palace-Trauma besiegt. Manchester United hat gegen einen Drittligisten viel Mühe, ist nach Rückstand aber ebenfalls weiter.

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Crystal Palace - FC Liverpool 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Campbell (15.), 1:1 Sturridge (49.), 1:2 Lallana (58.)

Der FC Liverpool hat sich nach dem berühmten 3:3 in der Vorsaison sowie der 1:3-Pleite in der Hinrunde bei Crystal Palace revanchiert. Im Achtelfinale des FA Cup schlugen die Reds Palace mit 2:1 (0:1), Daniel Sturridge (49.) und Adam Lallana (58.) drehten die Partie nach der Pause. Fraizer Campbell hatte die Hausherren zuvor in Führung gebracht (15.), am Ende reichte es aber nicht für Palace.

Es schien fast so, als brauchte Liverpool im Selhurst Park, wo die Reds zuletzt zwei Mal so schlecht ausgesehen hatten, einen erneuten Schuss vor den Bug - denn erst nach dem Führungstreffer der Hausherren wachte Pool auf. Ab Mitte des ersten Durchgangs dominierte Liverpool, das Kombinationsspiel klappte besser und Palace zog sich zunehmend zurück. Adam Lallana brachte die Kugel aus acht Metern aber nicht an Torhüter Julian Speroni vorbei (21.), Coutinho (23.) und Jordan Henderson (30.) scheiterten aus der Distanz ebenfalls an Speroni.

Zudem hatte Palace noch Glück, als Liverpool nach Foul von Pape Souare an Daniel Sturridge kurz vor der Pause keinen Elfmeter bekam. Doch nach dem Seitenwechsel schlugen die Reds dann zu: Zunächst konnte Jordan Henderson ungehindert gegen die zu passive Defensive an den langen Pfosten flanken, wo Sturridge die Kugel volley durch die Beine von Speroni schoss (49.). Die Reds hatten das Spiel auch nach der Pause gut im Griff und drehten die Partie per Standard schließlich. Mario Balotellis Freistoß ließ Speroni nach vorne abprallen und Lallana staubte ab (58.).

Noch nach einer Viertelstunde hatte alles nach einem typischen Palace-Pool-Spiel ausgesehen: Innenverteidiger Martin Skrtel brachte eine hohe Flanke nicht weg, Simon Mignolet konnte nur nach vorne abklatschen lassen und Fraizer Campbell staubte ab (15.). Dwight Gayle scheiterte kurz vor der Pause noch frei vor Mignolet (42.), doch wie auf Knopfdruck hatte Liverpool die Partie nach dem Rückstand an sich gerissen und erarbeitete sich den Auswärtssieg vor allem mit seiner starken zweiten Halbzeit.

FC Arsenal - FC Middlesbrough 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Giroud (27.), 2:0 Giroud (29.)

Arsenal steht im Viertelfinale des FA Cups. Nach einer von Anfang an hochmotivierten Vorstellung gegen Middlesbrough im Emirates Stadium darf Arsene Wengers Team weiter von der Titelverteidigung träumen.

Die Gunners, bei denen Mesut Özil startete, während Per Mertesacker nur auf der Bank saß, hatten von der ersten Minute an den Fuß auf dem Gas und kamen schnell zu guten Torgelegenheiten. Die Führung entstand allerdings erst in der 27. Minute durch eine Hochgeschwindigkeitskombination über mehrere Stationen. Am Ende landete der Ball links an der Grundlinie bei Kieran Gibbs, der in die Mitte zu Olivier Giroud legte. Der Franzose musste nur noch aus knapp fünf Metern Torentfernung einnetzen.

Nur zwei Minuten später war es erneut Giroud, der eine Ecke durch Alexis Sanchez von der linken Seite an der Kante des Fünfmeterraums direkt ins kurze Eck versenkte (29.). In der zweiten Spielhälfte bot sich den Zuschauern in der britischen Hauptstand ein unverändertes Bild: Die Gunners spielten mit hohem Tempo nach vorne, kamen zu zahlreichen weiteren Chancen. Einzig der dritte Treffer gelang nicht mehr. Boro wiederum brachte nur einen Schuss im gesamten Spiel aufs Tor, blieb ansonsten komplett harmlos.

Preston North End - Manchester United 1:3 (0:0)

Tore: 1:0 Laird (47.), 1:1 Herrera (65.), 1:2 Fellaini (72.), 1:3 Rooney (88./FE)

Nicht gut gespielt, trotzdem eine Runde weiter. So dürfte wohl das Fazit von United-Trainer Louis van Gaal nach der Partie beim Drittligisten Preston North End lauten. Denn was die Red Devils in der ersten Halbzeit anboten, war an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. So hatte Angel di Maria mit einem Freistoß nach einer Viertelstunde noch die beste Chance für die Gäste, welche den deutschen Keeper Thorsten Struckmann ansonsten nicht unter Bedrängnis bringen konnten.

Hatten es die Lilywhites vor der Pause ebenfalls noch gemächlich angehen lassen, wachte das Team von Simon Grayson nach dem Seitenwechsel plötzlich auf und agierte mutiger. Der Lohn war der Treffer durch Scott Laird, der in der 47. Minute zur Führung einschoss - Antonio Valencia hatte den Ball noch abgefälscht, David de Gea machte trotzdem einen unglücklichen Eindruck.

Aber auch United agierte nun merklich offensiver und konnte durch Ander Herrera wenig später ausgleichen (65.) - beim Schuss des Spaniers stand Wayne Rooney jedoch deutlich im Abseits und nahm Struckmann eindeutig die Sicht. Die Gastgeber wirkten zunehmend müde, während die Red Devils weiter anrannten.

Nur sieben Minuten nach dem Ausgleich war die Partie gänzlich gedreht, dieses Mal war Marouane Fellaini nach einer Flanke im zweiten Versuch zur Stelle (72.). Zwei Minuten vor Schluss war dann endgültig der Deckel drauf - nach einem Foul von Struckmann an Rooney besorgte der Kapitän per Elfmeter den Endstand (88.). Im Viertelfinale im Old Trafford wartet Anfang März nun der FC Arsenal.

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