Premier League, 23. Spieltag

5:0! Starkes Arsenal zerlegt Villa

Von SPOX
Sonntag, 01.02.2015 | 16:24 Uhr
Eiskalt! Mesut Özil schließt präzise zu Arsenals 2:0-Führung gegen Aston Villa ab
© getty
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Der FC Liverpool hoffte am 23. Spieltags der Premier League auf Daniel Sturridge und auf ihn war Verlass. Währenddessen gelingt Manchester United gegen Leicester City die erwünschte Wiedergutmachung. Chelsea hält ManCity weiter auf Distanz, doch die Heimserie reißt. Arsenal setzt seine tolle Serie eindrucksvoll fort.

FC Arsenal - Aston Villa 5:0 (1:0)

Tore: 1:0 Giroud (8.), 2:0 Özil (56.), 3:0 Walcott (63.), 4:0 Cazorla (75./FE), 5:0 Bellerin (90.+2)

Es war ein reifer Auftritt der Gunners, die sowohl aggressives Pressing, als auch cleveren Konterfußball boten und Aston Villa auch ohne den angeschlagenen Alexis Sanchez vor große Probleme stellten. Vor allem die Gegenstöße nach der Pause, als Villa etwas offensiver agierte, hatten es in sich: Zunächst spielte Olivier Giroud mustergültig in den Lauf von Mesut Özil, der mit mehreren starken Pässen auffiel, und Özil schob den Ball mit links perfekt zum 2:0 in die lange Ecke (56.). Mit dem nächsten Konter gab es schon die Entscheidung.

Nach einer Villa-Ecke kam Theo Walcott über drei Stationen frei am Strafraum zum Schuss und ließ sich nicht zwei Mal bitten (63.). Die Moral der Gäste war damit gebrochen, dabei half es Arsenal, dass gleich die erste echte Chance gesessen hatte: Nach einem herausragenden direkten Hacke-Pass von Özil war Giroud frei durch und hob den Ball über Brad Guzan zur Führung ins Tor (8.). In der Folge zogen sich die Gunners phasenweise zurück, nur um dann immer wieder die überforderten Gäste hinten einzuschnüren.

Villa leistete sich so viele Fehler und hatte doppelt Glück: Zunächst traf Santi Cazorla aus 18 Metern nur den Pfosten (27.), kurz darauf wurde ein Treffer des Spaniers wegen vermeintlicher Abseitsstellung fälschlicherweise nicht gegeben (31.). Infolge der beiden Konter-Gegentore hatte sich Villa dann sichtlich aufgegeben und war auf Schadensbegrenzung aus, doch nach einem unnötigen Foul von Guzan am eingewechselten Chuba Akpom setzte Cazorla mit einem glücklichen Elfmetertreffer noch einen drauf (75.), ehe Hector Bellerin aus 18 Metern den Sack zu machte (90.+2). Villa wartet damit seit nunmehr sechs Ligaspielen auf einen eigenen Treffer.

FC Liverpool - West Ham United 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Sterling (51.), 2:0 Sturridge (80.)

Daniel Sturridge ist zurück - und wie! Seit Ende August war der Stürmer verletzt ausgefallen, nach einer guten Stunde kam er gegen West Ham zu seinem Comeback und brauchte eine ganze Viertelstunde, um die Reds-Fans zu erlösen: Nach perfekter Flanke von Coutinho knallte Sturridge den Ball aus fünf Metern unhaltbar zum 2:0 ins kurze Eck (80.), die Partie war entschieden.

Liverpools Sieg über West Ham im RE-LIVE

Die 44.000 Zuschauer an der Anfield Road dürften aber noch immer nicht wissen, wie das Duell mit den Hammers so lange spannend sein konnte. Liverpool stand fast das komplette Spiel über sehr hoch, spielte mit enorm viel Risiko und entwickelte phasenweise einen unglaublichen Druck. West Ham kam mitunter überhaupt nicht aus der eigenen Hälfte raus und Torhüter Adrian rettete mehrfach in höchster Not gegen Lazar Markovic (7./21.), Coutinho (25.) oder Adam Lallana (40.).

Immer wieder war Innenverteidiger Martin Skrtl der einzige Reds-Feldspieler in der eigenen Hälfte und dennoch dauerte es bis nach der Pause, ehe der Knoten endlich platzte. Coutinhos Pass hinter die Viererkette hebelte die Defensive aus, Raheem Sterling war seinem Gegenspieler entwischt und hatte aus acht Metern keine Probleme (51.). Auch in der Folge drückte Pool, doch erst Sturridge, der kurz darauf sogar noch die Chance auf den Doppelpack hatte (84.), erlöste die Reds schließlich.

Manchester United - Leicester City 3:1 (3:0)

Tore: 1:0 van Persie (27.), 2:0 Falcao (32.), 3:0 Morgan (44./ET), 3:1 Wasilewski (80.)

Eine berauschende Vorstellung war aus United-Sicht gegen den Aufsteiger überhaupt nicht nötig. Vielmehr konzentrierten sich die anfangs behäbigen Red Devils darauf, Fehler beim Gegner auszunutzen - und schlugen dann eiskalt zu. So verloren die bis dahin gut sortierten Gäste den Ball leichtsinnig im Mittelfeld, Daley Blind lupfte die Kugel direkt hinter die Viererkette in den Strafraum, wo Robin van Persie aus leicht abseitsverdächtiger Position im Fallen vollendete (27.).

Nur fünf Minuten später war Angel Di Maria nach einem Konter durch, den Schuss des Argentiniers parierte Mark Schwarzer noch, doch im zweiten Versuch grätschte Radamel Falcao die Kugel über die Linie. Leicester war davon sichtlich geschockt, so dass sich United zunehmend aufs Kontern verlagern konnte und defensiv gut stand. Per Eigentor machte der Aufsteiger schließlich noch vor der Pause alles klar: Blind verlängerte eine Ecke in den Fünfmeterraum, wo Wes Morgan den Ball ins eigene Tor abfälschte (44.).

Damit war die Partie im Prinzip gelaufen. United konzentrierte sich nach dem Seitenwechsel auf eine solide Defensive und machte nach vorne weitestgehend nicht mehr als nötig, während Leicester darum bemüht war, nicht komplett unter die Räder zu kommen. In der Schlussphase wirkte Manchester dann zunehmend unachtsam und so kamen die Gäste sogar noch zu einem Treffer: Marc Albrightons Flanke von der Grundlinie köpfte Marcin Wasilewski ins kurze Eck (80.).

FC Chelsea - Manchester City 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Remy (41.), 1:1 Silva (45.)

Erster gegen Zweiter. Eigentlich war alles angerichtet für ein Fußballfest in der Premier League - doch so richtig begeisternd war es nicht, was beide Teams boten. In der zweiten Hälfte gab es lediglich ein richtige Torchance von Fernandinho, dessen Kopfball-Aufsetzer Thibaut Courtois gerade so über die Latte lenkte (56.). Ansonsten mauerte dich der FC Chelsea zum Remis.

Im ersten Durchgang hatte Sergio Agüero zwei gute Möglichkeiten, als jeweils Bransilav Ivanovic und John Terry pennten. Doch der Argentinier brachte die Kugel nicht im Kasten der Blues unter. Anders machten es die Hausherren, die mit der ersten richtigen Möglichkeit kurz vor der Pause die Führung erzielten. Der ansonsten schwache Ivanovic brachte mit einem Diagonalball Eden Hazard in Position, der volley im Strafraum in die Mitte ablegte, wo Loic Remy den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

Chelsea vs. City: Das Topspiel in der Analyse

City zeigte sich wenig geschockt und antwortete prompt. Navas setzte sich auf dem rechten Flügel schön durch. Seine Flanke kam zu Agüero, der im Sechzehner draufhielt - David Silva stand goldgrichtig und musste für den Ausgleich nur den Fuß hinhalten.

Danach drückte City auf den Sieg, biss sich aber immer wieder am Abwehrbollwerk der Blues die Zähne aus. Dennoch riss die Siegesserie des FC Chelsea, der das erste Mal seit zehn Spielen nicht an der Stamford Bridge gewinnen konnte. Die Citizens bleiben somit weiter fünf Punkte hinter den Londonern.

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