Sonntag, 11.01.2015

Premier League, 21. Spieltag

Tadic-Treffer schockt ManUnited

United zeigt sich harmlos gegen die Saints und wird in Halbzeit zwei bestraft. Der FC Chelsea hat Manchester City am 21. Spieltag zwei Zähler im Kampf um den Titel abgenommen. Die Blues gewannen ihr Heimspiel gegen Newcastle United ungefährdet, während Titelverteidiger City beim FC Everton nicht über ein 1:1 hinaus kam. Der FC Arsenal setzte sich beim Comeback von Mesut Özil deutlich gegen Stoke City durch.

Dusan Tadic erzielte den entscheidenden Treffer für den FC Southampton
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Dusan Tadic erzielte den entscheidenden Treffer für den FC Southampton

Manchester United - FC Southampton 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Tadic (70.)

Dusan Tadic schockte im Topduell des 21. Spieltags ein erschreckend harmloses Manchester United und entschied das Duell. Das Spitzenspiel zwischen dem Dritten und Vierten in der Premier League hielt vor allem in der ersten Halbzeit nicht das, was vom Tabellenstand zu erwarten war.

Southampton startete mutig in die Partie. Bereits nach 50 Sekunden hatten die Gäste die erste gute Möglichkeit zur Führung, doch Clyne verzog nach einer Kombination mit Pelle knapp (1.). Danach verflachte die Partie bis zur Pause jedoch vollkommen. Die Red Devils hatten zwar klare Feldvorteile, doch die Saints verteidigten die Angriffe clever, so dass keine nennenswerte Torchancen kreiert werden konnten.

Wie schon zu Beginn des Spiels kamen die Saints besser aus der Kabine und zeigten sich auch hin und wieder in der Offensive. In der 70. Minute stand Dusan Tadic dann genau richtig. Mit dem allerersten Torschuss der kompletten Partie traf der Serbe. Zunächst traf Pelle alleinstehend vor de Gea nur den Pfosten, den Abpraller schnappte sich Tadic und schob aus 15 Metern zur Führung ein.

United drückte anschließend auf den Ausgleich, doch Mata vergab dreifach beste Chancen (78., 79. und 83.) in der Schlussviertelstunde. Die Saints-Defensive hielt dem Druck stand und zitterte sich zum Erfolg im Old Trafford.

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FC Arsenal - Stoke City 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Koscielny (6.), 2:0 Sanchez (33.), 3:0 Sanchez (49.)

Arsenal war der Wille zur Wiedergutmachung für die 2:3-Pleite Anfang Dezember in Stoke von der ersten Minute an deutlich anzumerken. Trainer Arsene Wenger ließ seine Rekonvaleszenten Mesut Özil, Aaron Ramsey und Mathieu Flamini zunächst auf der Bank. Dafür gab Olivier Giroud nach abgebüßter Rotsperre sein Comeback. Überraschend stand Kolumbiens Nationalkeeper David Ospina für Wojciech Szczesny im Tor.

Angetrieben von den fleißigen Tomas Rosicky und Santi Cazorla dominierten die Gunners unter den Augen der Klublegenden Thierry Henry und Robert Pires nach Belieben.

Gästekeeper Asmir Begovic musste schon in der Anfangsphase mehrfach in höchster Not retten. In der 6. Minute war der Bosnier gegen Koscielnys Kopfstoß aus kurzer Distanz aber machtlos. Nach feinem Doppelpass mit Rosicky erhöhte Sanchez auf 2:0 (33.).

Unmittelbar nach der Pause krönte der Chilene seine starke Vorstellung mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 3:0 (49.). Sanchez bringt es in 20 Ligaspielen für die Gunners nun schon auf zwölf Tore.

In der 73. Minute war es dann soweit: Mesut Özil gab sein Comeback nach dreimonatiger Pause wegen eines Außenbandanrisses im Knie. Der Weltmeister wurde für den bemühten, aber glücklosen Giroud eingewechselt. Özil fügte sich gut ein und verfehlte sein zweites Saisontor aus aussichtsreicher Position nur knapp (86.).

Arsenal verbessert sich durch den Sieg auf Platz fünf und bleibt auf Tuchfühlung zu den Champions-League-Plätzen. Stoke bleibt Elfter, hat aber nur sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

FC Chelsea - Newcastle United 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Oscar (43.), 2:0 Diego Costa (59.)

Es brauchte aus Sicht der Blues einen cleveren Geistesblitz, um das Spiel in den Griff zu bekommen: Zwei Minuten vor der Pause führte Willian eine Ecke schnell aus, Branislav Ivanovic legte am Fünfer gegen verdutzte Abwehrspieler quer und Oscar musste nur einschieben - für Newcastle war es das bittere Ende einer starken Halbzeit. Die Gäste hatten offensiv und mutig begonnen, vor allem der schnelle Remy Cabellas hatte das 0:1 mehrfach auf dem Fuß (19./32.).

Moussa Sissoko knallte den Ball zudem an den Außenpfosten (36.) - Chelsea war phasenweise mit Fortuna im Bunde. Doch mit der Führung im Rücken bekamen die Londoner das Spiel weitestgehend besser in den Griff, ließen Ball und Gegner zunehmend souverän laufen und standen nach der Pause sicherer - zumal Diego Costa nach dem besten Spielzug der Partie früh für die Vorentscheidung sorgte.

Über mehrere Stationen spielten sich die Blues durch den Strafraum der Gäste, per Hacke legte Oscar schließlich ab und Diego Costa verwandelte eiskalt flach ins kurze Eck (59.). Insgesamt musste Trainer Jose Mourinho in der Pause die richtigen Worte gefunden haben, Chelsea wirkte nach dem Seitenwechsel deutlich aggressiver und wacher. Costa hätte noch nachlegen können (79.), ein 3:0 wäre angesichts der starken Leistung der Magpies aber auch zu hoch gewesen. Chelsea holt sich damit die Tabellenführung von Manchester City (1:1 in Everton) zurück.

FC Everton - Manchester City 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Fernandinho (74.), 1:1 Naismith (77.)

Lange passierte vor beiden Toren relativ wenig - bis plötzlich beide Teams innerhalb von wenigen Minuten zuschlugen. Zunächst platzte der Knoten bei City: Per Konter kreierte Manchester eine Überzahlsituation, Silvas abgefälschter Schuss segelte hoch in den Strafraum und Fernandinho köpfte den Ball über die Linie (74.). Doch die Antwort der Toffees ließ nicht lange auf sich warten: City-Keeper Joe Hart unterschätzte den Freistoß von Leighton Baines, Steven Naismith war schneller am Ball und köpfte die Flanke zum Endstand ins lange Eck (77.).

Die Top-Torjäger der Premier League 2014/15
Rang 1: Sergio Agüero von Manchester City (26 Tore) ist Torschützenkönig!
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Rang 1: Sergio Agüero von Manchester City (26 Tore) ist Torschützenkönig!
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Platz 2: Harry Kane von Tottenham Hotspur (21 Tore)
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Platz 2: Harry Kane von Tottenham Hotspur (21 Tore)
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Platz 3: Diego Costa vom FC Chelsea (20 Tore)
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Platz 3: Diego Costa vom FC Chelsea (20 Tore)
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Platz 4: Charlie Austin von den Queens Park Rangers (18 Tore)
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Platz 4: Charlie Austin von den Queens Park Rangers (18 Tore)
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Platz 5: Alexis Sanchez von Arsenal (16 Tore)
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Platz 5: Alexis Sanchez von Arsenal (16 Tore)
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Platz 6: u.a. Olivier Giroud vom FC Arsenal (14 Tore)
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Platz 6: u.a. Olivier Giroud vom FC Arsenal (14 Tore)
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Platz 6: u.a. Eden Hazard vom FC Chelsea (14 Tore)
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Platz 6: u.a. Eden Hazard vom FC Chelsea (14 Tore)
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Platz 6: u.a. Saido Berahino von West Bromwich Albion (14 Tore)
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Platz 6: u.a. Saido Berahino von West Bromwich Albion (14 Tore)
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Platz 9: Christian Benteke von Aston Villa (13 Tore)
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Platz 9: Christian Benteke von Aston Villa (13 Tore)
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Platz 10: u.a. David Silva von Manchester City (12 Tore)
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Platz 10: u.a. David Silva von Manchester City (12 Tore)
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Platz 10: u.a. Wayne Rooney von Manchester United (12 Tore)
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Platz 10: u.a. Wayne Rooney von Manchester United (12 Tore)
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Schon zuvor hatte sich angedeutet, dass City heute in Schönheit sterben könnte: Manchester ergriff zwar nach schwacher Anfangsviertelstunde die Initiative und hatte auch erste Chancen durch Stevan Jovetic (10.) und Jesus Navas (35.), vor allem David Silva hatte zu viele Räume und riss das Spiel zunehmend an sich. Allerdings war City am Strafraum nicht zielstrebig genug, was sich kurz vor der Pause beinahe gerächt hätte: Zunächst war Romelu Lukaku durch und scheiterte an Joe Hart, den Abpraller knallte Seamus Coleman an die Latte (43.).

Lukaku gehörte auch die erste Chance des zweiten Durchgangs, seinen Flachschuss lenkte Hart mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten (57.). Durch das Comeback des seit Wochen verletzten Sergio Agüero (66.) schöpfte City nochmals neuen Mut, doch klare Torchancen blieben weiter Mangelware - und die eigene Führung konnte der Titelverteidiger, der mit dem Remis die Tabellenführung wieder an Chelsea verliert, nur denkbar kurz halten.

AFC Sunderland - FC Liverpool 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Markovic (8.)

Gelb-Rot: Bridcutt (Sunderland/49.)

Am Ende reichte Liverpool, das sich primär Kritik an der Chancenverwertung gefallen lassen muss, der Treffer von Lazar Markovic, um den dritten Sieg in den letzten vier PL-Spielen einzufahren: Nach Balleroberung am eigenen Strafraum leitete Emre Can den Gegenangriff ein, über zwei Stationen war Steven Gerrard, der zur Pause angeschlagen raus musste, plötzlich vor dem Strafraum, leitete weiter auf Borini und dessen Ablage vollendete Markovic per Beinschuss (8.). Insgesamt war Liverpool von Beginn an die klar bessere Mannschaft.

Sunderland agierte offensiv komplett planlos und unpräzise, die wenigen Konterchancen wurden leichtfertig vertan. Pool dagegen war zumindest im ersten Durchgang in seinen wenigen Offensivaktionen zielstrebiger und deutlich gefährlicher. Sunderland hatte bei Gerrards abgefälschtem Flachschuss (24.) sowie einem akrobatischen Latten-Kracher von Markovic (29.) und einem Außennetz-Treffer von Fabio Borini (44.) noch Glück. Wie schon in der dritten Minuten, als Markovic im Strafraum klar gefoult wurde und keinen Strafstoß erhielt.

Gleichzeitig schafften es die Reds, die mit Borini statt Mario Balotelli begannen und Raheem Sterling weiter eine Pause gönnten, mit der Führung im Rücken, immer wieder das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Nach Bridcutts Platzverweis verlor Liverpool überraschenderweise erstmals im Spiel über längere Zeit den Faden - doch nach einem kurzen Aufbäumen der Gastgeber, inklusive eines Lattentreffers von Adam Johnson (52.), brachte Pool das Spiel wieder unter Kontrolle und ließ gegen ideenlose Black Cats anschließend nichts mehr zu.

Die Tabelle der Premier League

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