Donnerstag, 23.10.2014

De Gea über schlechten Saisonbeginn

"Dankbar für Startschwierigkeiten"

David De Gea hat in einem Interview offen über seinen schweren Einstand bei Manchester United gesprochen. Trotz der Unterstützung des Klubs habe er daran gedacht, die Red Devils zu verlassen, heute aber ist er froh über den holprigen Einstand. Aktuelle Wechselgerüchte dementierte er daher, stattdessen will er mit United in die Champions League.

David De Gea ist in Manchester trotz der sportlichen Krise zufrieden
© getty
David De Gea ist in Manchester trotz der sportlichen Krise zufrieden

Nachdem De Gea 2011 von Atletico Madrid nach Manchester gekommen war, hagelte es lange Zeit fast durchgehend Kritik. "Ich habe versucht, positiv zu denken. Was mir half: Ich liebe die täglichen Trainingseinheiten und habe sie genutzt, mich zu verbessern. Aber anfangs war es wirklich nicht leicht, die Kritik zu verarbeiten", gab der Spanier im "Kicker" zu.

Auch an einen Wechsel habe er damals gedacht. "Ja, es waren wirklich schwierige Zeiten. Ich fühlte mich schlecht, obwohl mich Alex Ferguson immer stützte. Er hat mich vor Kritik in Schutz genommen, war geduldig, bis ich endlich reif war für United", so De Gea: "Ich denke, dass ich momentan in der Form meines Lebens bin. Von den drei Jahren bei United waren nun zwei stabil, nun kann ich sagen: Ich bin bereit für alles."

Mehr noch: Mittlerweile zieht er sogar Positives aus der früheren Kritik: "Heute bin ich für die Startschwierigkeiten dankbar, sie haben mich gestählt. Torhüter ist eine heikle Position, Fehler sind menschlich, es geht darum, dem auch mental gewachsen zu sein. Wenn du Fehler machst, musst du dich verbessern. Ich bin jetzt besser."

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Nichts dran an den Real-Gerüchten

Mit einem in spanischen Medien spekulierten Wechsel zu Real Madrid konnte der 23-Jährige daher aufräumen: "Gerüchte, ich bin hier doch happy." Zuletzt wurde er im Old Trafford immerhin von den Fans sogar gefeiert, als er mit mehreren Paraden sowie einem gehaltenen Elfmeter den 2:1-Sieg über Everton sicherten.

"Ich will nicht der Held sein, sondern dem Team helfen", stellte De Gea allerdings klar: "Wir finden uns unter van Gaal von Woche zu Woche besser, das ist das Ergebnis harter Arbeit. Die Herausforderung ist, wieder ganz nach oben zu kommen."

Schließlich seien Startschwierigkeiten "durchaus normal, wenn ein neuer Trainer mit einem ganz neuen Konzept kommt. Das ist ein Prozess, und van Gaal hat ja immer gesagt, dass wir besser werden, aber dass das eben dauert. Aber keine Frage: United muss wieder in die Champions League."

David De Gea im Steckbrief

Adrian Franke
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