Glazers Tod ohne Folgen für United

SID
Donnerstag, 29.05.2014 | 11:03 Uhr
Malcolm Glazer verstarb im Alter von 86 Jahren
© getty
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Manchester United erstickte nach dem Tod seines Besitzers Malcolm Glazer jegliche Spekulationen schon im Keim. Es werde keinerlei signifikante Änderungen geben, ließ der englische Rekordmeister wissen.

Die Red Devils bleiben somit zu 90 Prozent im Besitz der US-Familie, Glazers Söhne Joel, Bryan und Avram werden weiterhin die Geschäfte bei United und den ebenfalls im Familienbesitz befindlichen Tampa Bay Buccaneers aus der US-Football-Profiliga NFL leiten.

Malcolm Glazer, der am Mittwochmorgen im Alter von 86 Jahren verstorben war, hatte United 2005 für 790 Millionen Pfund (rund 970 Millionen Euro) übernommen. Der Kauf aber blieb vor allem bei den Fans des Renommierklubs trotz sportlicher Erfolge äußerst umstritten. Glazer war vorgeworfen worden, die Kosten der Übernahme auf den Verein abgewälzt und den Klub damit tief in die Schulden gerieben zu haben. Seit Glazers Einstieg holte United zwar fünfmal den Meistertitel, gewann 2008 die Champions League und erwirtschaftete Rekordumsätze - die Schulden aber blieben.

Nachfolgeplan "für weitere Generationen"

Schnell machten nach dem Tod Glazers in den Internetforen Gerüchte die Runde, es könne einen Wechsel an der Spitze von ManU und auch der Buccaneers geben. Die Buccaneers jedoch teilten in ihrer längeren Stellungnahme mit, dass Glazer vorgesorgt hätte. "Linda Glazer wird mit den gemeinsamen fünf Söhnen und der Tochter das Team weiterbesitzen", hieß es auf der Internetseite. Ein Nachfolgeplan würde dies "für weitere Generationen" regeln.

Dass es auch nach dem Tod des Familienoberhaupts kaum Veränderungen geben werde, hatte sich bereits vor Jahren angedeutet. 2006 hatte Glazer einen Schlaganfall erlitten und war danach sprachlich eingeschränkt, auch seinen rechten Arm konnte er kaum noch bewegen. Schon damals repräsentierten seine Familienangehörige den Patron in den Gremien seiner Vereine.

Überhaupt scheute Glazer die Öffentlichkeit, selbst bei der United-Übernahme verzichtete er auf unnötiges Brimborium. Den Tod seines Vaters kommentierte er als "schrecklichstes Erlebnis in meinem Leben", aber: "Es machte aus mit einen richtigen Mann." Nun also sind seine Söhne an der Reihe.

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