Nach Hillsborough-Tragödie:

Beobachter identifizieren Verdächtige

SID
Donnerstag, 27.03.2014 | 23:31 Uhr
Bei der Hillsborough-Tragödie kamen 1989 96 Menschen ums Leben
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
CSL
Sa13:35
Tianjin Teda -
Guangzhou R&F
Segunda División
Sa21:00
Getafe -
Teneriffa (Finale Rückspiel)
Serie A
So00:00
Santos -
Recife
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Primera División
So21:15
Boca Juniors -
Unión Santa Fe
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa

Vor Beginn der neuen Untersuchung zur Hillsborough-Tragödie will eine englische Beobachter-Organisation insgesamt 13 aktive und im Ruhestand befindliche Polizeibeamte als "Verdächtige" identifiziert haben, an dem Unglück vor 25 Jahren beteiligt gewesen zu sein. Das gab die Independent Police Complaints Commission am Donnerstag bekannt. Das Gremium überwacht seit 2004 interne Ermittlungen der Polizei.

Ein IPCC-Sprecher sagte, elf Personen seien wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Rechtsbeugung befragt worden. Zwei weitere Personen sollen in naher Zukunft vernommen werden. Namen nannte die Organisation nicht. Am 15. April 1989 waren beim Halbfinalspiel des FA-Cups zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest 96 Menschen in einem überfüllten Liverpool-Block erdrückt worden.

Im vergangenen September hatte eine unabhängige Untersuchung ergeben, dass 41 der 96 Getöteten hätten gerettet werden können, wenn sie schneller medizinische Hilfe erhalten hätten. Polizei- und Rettungskräften seien schwere Fehler unterlaufen, zudem habe die Polizei später für sie negative Passagen aus Berichten entfernt.

"Mindestens eine Stunde Filmmaterial"

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die BBC Videomaterial der Tragödie gefunden hat, das nun ausgewertet wird. "Es gibt mindestens eine Stunde Filmmaterial aus dem Stadion zur relevanten Zeit", sagte Anwalt Pete Weatherby. Er vertritt 21 Familien, die vor 25 Jahren Angehörige verloren hatten.

Die neue Untersuchung ist für das Frühjahr 2014 anberaumt und findet in der Nähe von Liverpool statt. Die Neuaufnahme soll alle Fakten und jegliches strafbare Verhalten rund um das Unglück im Stadion von Sheffield Wednesday ans Licht bringen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung